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Mehr Wohlbefinden und visueller Komfort mit HCL

Gesundes Licht für gute Arbeit

Auch in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Industrie 4.0 hängen gute Produktionsergebnisse in Industrie- und Fertigungsbetrieben von der Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter ab. Gutes Licht spielt hier seine Stärken aus: Es unterstützt den Sehvorgang, schützt die Beschäftigten vor Unfällen und Gesundheitsgefahren. Die Beleuchtung beeinflusst physiologische Prozesse und somit auch die psychische
Verfassung. Human Centric Lighting (HCL) bringt eine tageslichtähnliche Beleuchtung in Innenräume. Kurzfristige und langfristige Effekte fördern Konzentration, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.

Ein HCL-Lichtkonzept in der Industrie muss an die unterschiedlichsten Anforderungen angepasst werden. Das Beispiel ist für eine Montagehalle mit typischem Montagearbeitsplatz und Pausenraum für Tages-, Früh- und Spätschicht ausgearbeitet. (Bild: Licht.de)

Ein HCL-Lichtkonzept in der Industrie muss an die unterschiedlichsten Anforderungen angepasst werden. Das Beispiel ist für eine Montagehalle mit typischem Montagearbeitsplatz und Pausenraum für Tages-, Früh- und Spätschicht ausgearbeitet. (Bild: Licht.de)

Warum schlafen wir nachts und wachen morgens auf? Licht bestimmt den Schlaf-Wach-Rhythmus des Menschen. Und es wirkt immer – ganz gleich, ob es von der Sonne oder von einer künstlichen Lichtquelle stammt. Licht stimuliert die innere Uhr des Menschen und reguliert so etwa Herzfrequenz, Blutdruck und Hormonspiegel. Hormone sind die Botenstoffe der inneren Uhr: Am Morgen wird der Müdemacher Melatonin gestoppt, das stimmungsaufhellende Serotonin freigesetzt, und das stoffwechselanregende Cortisol schaltet den Körper auf Betriebsmodus. Am Abend kommt es bei entsprechender Dunkelheit zur Umkehr dieser Effekte. Moderne Beleuchtungskonzepte orientieren sich an diesem Prozess und bringen so den Verlauf des natürlichen Tageslichts ins Gebäudeinnere. Eine HCL-Beleuchtung stimuliert vom Vormittag bis zum frühen Nachmittag den circadianen Rhythmus des Menschen mit hohen Beleuchtungsstärken und kühlen Lichtfarben. Abends und nachts werden warmweiße Farbtemperaturen und geringere Beleuchtungsstärken verwendet. Am Tag bestimmt großflächiges Licht von Leuchten und indirektes Licht, das von Decke und Wänden zurück in den Raum geworfen wird, die Lichtstimmung. Am Abend kommt direktes und häufig auch punktförmiges Licht zum Einsatz.

Hohe Hallen: LED-Lichtbandsysteme spenden Licht für die Papierherstellung. (Bild: Licht.de/Signify)

Hohe Hallen: LED-Lichtbandsysteme spenden Licht für die Papierherstellung. (Bild: Licht.de/Signify)

Aktivierung am Tag oder Lichtduschen

Neue dynamische Beleuchtungsanlagen in Industriebetrieben zeigen, dass sich eine Beleuchtung mit biologisch wirksamem Licht mehrfach positiv auswirkt: Schlafqualität und Wohlbefinden verbessern sich, die Konzentration bleibt erhalten, die Sicherheit am Arbeitsplatz steigt. Mitarbeiter sind motivierter und die Ergonomie wird unterstützt. Eine Industriebeleuchtung mit nicht-visuellen Effekten lässt sich nach DIN SPEC67600 umsetzen. Dabei gibt es zwei Varianten: Bei wechselnden Tages- und Nachtschichten sollte eine circadiane Beleuchtung den normalen Tag-Nacht-Rhythmus stabilisieren: Beleuchtungsstärke und Blauanteile im Licht steigen bis zur Mittagszeit kontinuierlich an und nehmen dann langsam bis zum Abend wieder ab. Tageslichtweißes Licht ist in der Nacht tabu. Alternativ werden zur Aktivierung am Tag sogenannte Lichtduschen eingesetzt. Das Licht variiert in diesem Fall z.B. im Stundentakt Beleuchtungsstärke und Lichtfarbe. Lichtduschen sorgen gerade bei eher monotonen Arbeitsabläufen für mehr Wohlbefinden. Die Wechselbeziehung zwischen Beleuchtungsstärke und Leistungsbereitschaft wurde in verschiedenen Studien im Langzeitversuch an Industriearbeitsplätzen belegt. Bei schwierigen Sehaufgaben war die Leistungssteigerung mit zunehmender Beleuchtungsstärke höher als bei einfachen Sehaufgaben. Zugleich sank die Fehlerquote. Befragungen der Beschäftigten während der Langzeitversuche ergaben außerdem, dass eine höhere Beleuchtungsstärke mit geringerer Ermüdung einherging und somit auch hilft, Unfälle zu vermeiden. Wichtig ist zudem eine ausgewogene Helligkeitsverteilung. Decke und Wände sollten möglichst hell sein. Störende Blendung und Schatten müssen vermieden werden. Die richtige Wahl sind flimmerfreie Lichtquellen mit geeigneter Lichtfarbe und guter Farbwiedergabe.

Normen – oft ist mehr Licht besser

Die Arbeitsstättenverordnung fordert: „Arbeitsstätten müssen möglichst ausreichend Tageslicht erhalten und mit Einrichtungen für eine der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten angemessenen künstlichen Beleuchtung ausgestattet sein.“ Generell gilt eine Arbeitsstätte als gut beleuchtet, wenn alle Arbeitsbereiche, Verkehrswege und Pausenräume ausreichend erhellt sind und in Arbeitsbereichen mit besonderen Sehaufgaben (z.B. sehr feine Montagearbeiten, Qualitätskontrolle oder Büroarbeit) Beleuchtungsstärken von 500 bis 1.500Lux je nach Art der Tätigkeit erreicht werden. Denn bei höheren Schwierigkeitsgraden oder erhöhter Unfallgefährdung ist mehr Licht gefragt. Die richtige Beleuchtung von Arbeitsplätzen ist ein entscheidender Faktor für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz von Arbeitnehmern. Unternehmer sind hier in der Pflicht: Beleuchtungsanlagen in Industrie und Handwerk müssen mindestens den relevanten Normen und Regeln entsprechen. Die Anforderungen an die Beleuchtung von Arbeitsstätten sind in der Verordnung für Arbeitsstätten (ArbStättV) verankert und werden durch die Technische Regel für Arbeitsstätten ‚Beleuchtung‘ (ASR A3.4) konkretisiert. Da sich bestehende Beleuchtungsanlagen im Verlauf der Zeit verändern, müssen Arbeitgeber regelmäßig mit einer Gefährdungsbeurteilung prüfen, ob die Anforderungen der ASR A3.4 noch eingehalten werden. Diese Regeln werden für die Planung und Ausführung von Beleuchtungsanlagen in relevanten Standards, wie der Normenreihe DIN EN12464, ergänzt. Normen sollten indes nicht die alleinige Planungsgrundlage sein. Denn neue Technologien bieten viele lohnende Ansätze für Optimierungen bei gleichzeitiger Energieeffizienz.

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