Anzeige

Geringe Betriebskosten mit Gebäudeleittechnik

Heute werden Immobilien nicht mehr nur nach ihrem Anschaffungswert, sondern vor allem nach ihren Betriebskosten bewertet. Steigende Instandhaltungs- und Energiekosten sowie die Forderung, Büroräume flexibler auszulegen und zu nutzen, verlangen von der Gebäudeautomation Anpassungsfähigkeit, Transparenz und Kostenersparnisse.

Fast 40% des weltweiten Energieverbrauchs entfallen auf Gebäude – das umfasst sowohl Wohn-, öffentliche als auch gewerblich genutzte Flächen. Laut der Deutschen Energieagentur (dena) sind hier Einsparungen bis zu 30% beim Wärme- und 15% beim Stromverbrauch durchaus realistisch. Aber auch auf Rendite und Wert einer Büroimmobilie hat die Höhe der Betriebskosten erheblichen Einfluss. Denn der Wert solcher Gebäude wird nach dem Ertragswertverfahren berechnet. Wie viel bereits kleine Differenzen ausmachen können, verdeutlicht eine Beispielrechnung des Beraters für Gewerbeimmobilien Atisreal: Werden bei einem 8.000m2-Bürogebäude nur 10Ct monatlich/m2 eingespart, so steigt der Wert der Immobilie um 130.000Euro. Und nicht zuletzt sorgen steigende gesetzliche Anforderungen wie der Energiepass für eine wachsende Nachfrage nach effizienter Gebäudetechnik. Um Betriebskosten einzusparen, sind heute leistungsstarke Softwarewerkzeuge auf dem Markt, die technische Vorgänge wie Heizung, Lüftung oder Licht innerhalb eines Gebäudes erfassen, visualisieren und analysieren. Diese Daten und die daraus abgeleiteten Infos können bei der Erkennung potenzieller Probleme und zur Analyse und Verbesserung von Gebäuden nützlich sein.

Was kann ein GLT-System und wie lassen sich damit Kosten reduzieren?

Die meisten Prozesse in einem modernen Gebäude zeichnen sich heute durch einen hohen Automatisierungsgrad aus. Alle Sensoren, Aktoren, Bedienelemente, Verbraucher und andere technische Einheiten im Gebäude sind miteinander vernetzt: vom Heizkessel über Pumpen, Kältemaschinen bis hin zur Lichtsteuerung. Eine GLT-Software dient der Visualisierung der Prozesse innerhalb des Gebäudes. Sie sammelt die Daten der Anlagen über einen Feldbus, bildet sie in einer dem Anwender verständlichen Art und Weise grafisch ab und ermöglicht ihm, die Prozesse entweder automatisch nach vorgegebenen Parametern durchzuführen oder sie aktiv selbst zu steuern. Über Störmeldungen bei Parameterüberschreitungen oder Anlagenausfällen werden die Anwender informiert und können sich jederzeit z.B. in die Warmwasserverteilung einer Etage oder in die Lüftungsanlagen im Keller einschalten. Um mit einer GLT Einsparpotenziale zu identifizieren, müssen die gesammelten Daten langfristig beobachtet werden. Deshalb bieten diese Lösungen meist die Anbindung an eine Datenbank mit einer Langzeitarchivierung. Lastgänge oder Temperaturverläufe können daraus zu Berichten zusammengefasst und analysiert werden. Erst durch eine vereinfachte Darstellung von z.B. Absenktemperaturen nachts und außerhalb der Nutzungszeiten, ist eine effektive und genaue Analyse der komplizierten technischen Anlagen und regelungstechnischen Prozesse möglich. Diese Auswertungen dienen als Basis für Spitzenlast-, Energie- und Verbrauchsmanagement, um damit Prozesse zu optimieren und Kosten einzusparen.

Was sollte beim Einrichten einer GLT-Lösung beachtet werden?

Die Messwerterfassung innerhalb der Gebäude ist die Basis für ein optimiertes Verbrauchsmanagement. Ein GLT-System sollte deshalb eine leistungsfähige Analyse ermöglichen, um mit den gewonnenen Daten Verbesserungsprozesse und somit Kosteneinsparungen erkennen und umsetzen zu können. Bei der Auswahl eines Systems sollten sich Unternehmen zudem für eine flexible und skalierbare Lösung entscheiden, die auf ihre spezifischen Anforderungen zugeschnitten werden kann – an einem oder über mehrere Standorte hinweg, bei Neuanlagen oder der Erweiterung bestehender Gebäude. Der Einsatz von nicht-proprietären Systemen, die eine Trennung von Software und Hardware unterstützen, ist in jedem Fall vorzuziehen. Zusätzlich sollte die gewählte Lösung eine leistungsfähige historische Datenbank mit hoher Datenkomprimierung für Trend- und Alarmdaten sowie ein umfangreiches Alarm- und Meldungsmanagement mit gleichzeitiger Fernbenachrichtigung über SMS, Fax, E-Mail oder Sprache bieten. Und um die Arbeit mit dem System so einfach und individuell wie möglich zu gestalten, sollten ein umfangreich konfigurierbares Benutzermanagement, leistungsfähiges Bedienen und Beobachten sowohl in Client-Server-Architekturen als auch mit Web-Diensten sowie eine einfache Integration zu Microsoft Office (Analyse, Reporting mit MS-Office und Webintegration) enthalten sein. Betriebskosten werden auch in Zukunft eine wachsende Rolle spielen. Ebenso werden sich die Prozesse in modernen Gebäuden durch einen weiter steigenden Automatisierungsgrad auszeichnen. Beide Trends treiben den Einsatz von Gebäudeautomatisierungslösungen voran und bringen immer neue Funktionalitäten auf den Markt. Für Unternehmen sind sie in jeder Hinsicht eine gute Wahl, um ihre Geschäftsgebäude effizient zu managen.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Die deutsche Elektroindustrie bündelt ihre Kräfte zu allen gebäuderelevanten Themen in einer neuen Verbandsinitiative. Sie stellt sich damit auf eine für Deutschland prognostizierte und dringend nötige Renovierungswelle ein. „Wir haben aktuell die Chance, das schnell voranschreitende Zusammenwachsen von elektrischer und digitaler Welt aktiv zu gestalten. Dies geht nur mit vereinten Kräften“, erklärt Daniel Hager, Vorsitzender der neu gegründeten ‚Plattform Gebäude‘ unter dem Dach des ZVEI.  ‣ weiterlesen

Anzeige

Der neue SmartX RP-C (Room Purpose Controller) von Schneider Electric beinhaltet ein umfassendes Hard- und Softwareangebot für die komplette Raumautomation. Er dient als IoT-Zentrale für alle angeschlossenen Geräte in einem Gebäude. Damit bringt das Unternehmen ein modulares Konzept für Zweckbauten auf den Markt, welches einerseits bestehende Infrastrukturen integriert und andererseits die Anpassung an sich ändernde Ansprüche an Räume und deren Nutzung ermöglicht.‣ weiterlesen

Anzeige

Getragen auf der Welle der Digitalisierung hat sich die Plattform-Ökonomie in den unterschiedlichsten Industrien entwickelt und ist heute ein wichtiger Faktor, auch im B2B-Umfeld. Das Ziel einer Plattform ist es Partner miteinander zu vernetzen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Sie schaffen Synergien zwischen Marktteilnehmern und ermöglichen neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen. Auch in der Zutrittskontrolle gewinnen Plattformen zunehmend an Bedeutung.‣ weiterlesen

Mit dem neuen DoorBird-Konfigurator können Architekten, Planer und Elektroinstallateure maßgeschneiderte IP-Türsprechanlagen online entwerfen und sofort erwerben. ‣ weiterlesen

Bislang bot das Gira System 3000 Flexibilität für die Licht- und Jalousiesteuerung. Mit unterschiedlichen Bedienaufsätzen, die für beide Bereiche verwendet werden können, stellt das Unternehmen dem Elektromeister eine funktionale und ästhetische Lösung mit einfacher Handhabung zur Verfügung. Nun kommt ein wichtiger Einsatzbereich hinzu: die Raumtemperaturregelung.‣ weiterlesen

Die neuen Starterpakete der elektronischen Zutrittsorganisation BlueSmart von Winkhaus bringen alles mit, was für die Verwaltung einer elektronischen Schließanlage benötigt wird. Neben der Software enthalten die Pakete jetzt auch ein handliches Programmiergerät mit intuitiv bedienbarer Touch-Oberfläche.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige