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Gebäudesicherheit durch Videoüberwachung und Alarmsicherung

Sommerzeit ist Urlaubszeit und damit haben Einbrecher wieder Hochkonjunktur. Intelligente Technik jedoch macht es den Langfingern inzwischen schwer, die richtigen Objekte ausfindig zu machen und einzusteigen. Nur ein Beispiel sind zufallsgesteuerte Licht- oder Rollladen-Steuerungen, die das Haus bewohnt erscheinen lassen.
Der Anbieter von Sicherheitselektronik ist eine Tochterfirma von Abus Security-Center und hat sich auf Alarm- und Videoüberwachungstechnik spezialisiert. Beide Systeme können helfen, die Sicherheit für das Gebäude und die Bewohner zu erhöhen. Technische Konvergenz führt auch in diesem Bereich zu der Formel ‚1 + 1 = 3′. So lassen sich durch die Zusammenarbeit von Alarm- und Videotechnik neue Anwendungen realisieren und der Überwachung mehr Intelligenz einhauchen.

Alarmtechnik bietet mehr als die laute Sirene bei Einbruch

Was Alarm- und Videoüberwachung für die Gebäudesicherheit leisten kann, ist den meisten Anwendern noch nicht in vollem Umfang bewusst. Alarmtechnik bietet nämlich viel mehr als nur die schrille Sirene im Falle eines Einbruchs. Moderne Funkalarmsysteme wie die Secvest 868 bieten zugleich Schutz vor Feuer, Sabotage und bei Notfällen. Das System lässt sich modular erweitern und individuell zuschneiden. Die Alarmierung kann auch ’still‘ über das integrierte Telefonwählgerät erfolgen. Damit kann ein Alarmprotokoll an eine Notrufleitstelle übertragen oder eine Sprachmitteilung an ein privates Telefon übermittelt werden. Bei Security-Center denkt man inzwischen auch über eine Vernetzung der Alarmanlage via LAN nach. Im Herbst dieses Jahres soll es dazu weitere Informationen geben. „Die Sache ist natürlich nicht ganz so einfach, weil es sich ja um sicherheitsrelevante Dinge dreht. Da muss man natürlich eine wasserdichte und sichere Lösung anbieten“, betont Joe Stiefel, Produktmanager bei Security-Center.

Videoüberwachung ist kein Privileg mehr

Videoüberwachungstechnik ist längst nicht mehr nur dem Profi-Bereich vorbehalten. Auch für kleinere Unternehmen, Betriebe und Privathaushalte stehen inzwischen günstige und praktikable Systeme zur Verfügung. Der Trend geht in Richtung ‚Alleskönner‘. Integrierte Infrarotbeleuchtung zusammen mit einem wasserdichten Gehäusedesign stehen für Rund-um-die-Uhr Videoüberwachung im Außenbereich, etwa zur Überwachung von Eingangsbereich oder Einfahrt. Schwenk- und neigbare Netzwerkkameras erhöhen den Überwachungsradius und gewähren Zugriff auf die Bilddaten über das Internet und sogar über Handys. Was das Thema Gebäudesicherheit betrifft, ist jedoch ein Zusammenspiel beider Welten die optimale Ergänzung zur mechanischen Sicherung. Im Prinzip stehen zwei Möglichkeiten der

Kooperation zur Verfügung: Alarm steuert Video

Eine Variante des Zusammenspiels ist, dass Alarmmelder wie Öffnungs- oder Bewegungsmelder die Videoüberwachung steuern. Wer über einen Digitalrekorder mit Alarmeingang verfügt, kann die Videoaufzeichnung über verschiedenste Alarmsensoren starten lassen. Detektiert z.B. ein Bewegungsmelder eine Person oder wird ein Magnetkontakt geöffnet, bekommt der Videorekorder über seinen Eingang ein Signal und beginnt sodann mit der Aufzeichnung der Videodaten. Je nach Modell lassen sich bis zu 32 Kameras anschließen. Der Vorteil gegenüber einem Start der Aufzeichnung über den Bewegungssensor der Kamera ist, dass die Aufzeichnung schon läuft, bevor der Eindringling in den Bildbereich läuft. Je nach Bildrate, Sensitivität und Blickwinkel kann es nämlich sein, dass die Person auf der Aufzeichnung kaum noch zu sehen ist. Vor allem, wenn sie nur ganz kurz im Bildbereich ist. Außerdem ist es bei hochwertigen Digitalrekordern wie dem Eytron JPEG2000 Rekorder von Security-Center möglich, bei einem Alarmsignal die Bildrate und die Auflösung der folgenden Videoaufzeichnung zu erhöhen. Bereits an diesem einfachen Beispiel wird deutlich, wie einfach man auch mit handelsüblichen Kameras, Digitalrekordern und Meldern ein professionell arbeitendes, ganzheitliches System installieren kann und so die Videoüberwachung des Gebäudes noch intelligenter machen kann.

Video steuert Alarm

Das gleiche Spiel geht auch in der anderen Richtung. In diesem Fall benötigt man lediglich eine Kamera und/oder einen Digitalrekorder mit Bewegungssensor und Alarmausgang. Damit kann man die Kamera sozusagen als ’sehenden Bewegungsmelder‘ einsetzen, der in der Lage ist, einen Alarm an der Alarmzentrale auszulösen. Vorteil dieses Verfahrens ist, dass neben der Bewegungsregistrierung an sich auch gleichzeitig ein Bild der sich bewegenden Person erfasst wird und zugleich die Möglichkeit besteht, die Aufnahmen als E-Mail-Anhang an eine vordefinierte Adresse zu schicken. Was sich nach viel Aufwand anhört, lässt sich mit PCI-Karten wie den Digi-Protect Videoüberwachungskarten leicht realisieren. Sie lassen sich einfach in einen Slot einstecken und ermöglichen den Anschluss mehrerer Kameras. Registriert der integrierte Bewegungssensor für jede Kamera (bis zu 16) eine Bewegung im Bild, wird automatisch ein E-Mail-Versand mit einer kurzen Videosequenz des Ereignisses im Anhang veranlasst. Bei Videoausfall oder Störung kann ein Relais geschaltet werden. Mit dem Einsatz der Alarmkarte Input/Output kann die E-Mail mit Bild/Sequenz auch durch einen Alarm an der Einbruchmeldezentrale ausgelöst werden. Beispiel: Eine Kamera ist auf die gesicherte Eingangstüre gerichtet. Öffnet nun der Magnetkontakt, wird ein Alarm ausgelöst, der die Aufzeichnung und den E-Mail-Versand startet. So kann der Empfänger gleich sehen, was passiert ist, und wer in das Haus eingedrungen ist. Auch eine Alarmierung via Sprachmitteilung an eine Zielrufnummer ist über ein anschließbares Telefonwählgerät möglich, sogar über GSM. Somit entwickelt sich der stille Alarm zum ’sehenden Alarm‘.

Netzwerke nutzen

Eine hervorragende Möglichkeit, Alarmfunktionen über Videoüberwachung zu realisieren, ist der Einsatz von Netzwerkkameras. Die Digi-Lan Security-Netzwerkkameras verfügen über einen Alarmeingang und können bei Alarm eine E-Mail- oder FTP-Benachrichtigung verschicken. Daran angehängt sind Einzelbilder, von Zeitpunkten vor, während und nach der Alarmauslösung. Dabei kann eingestellt werden, wie viele Bilder verschickt werden sollen. Die Kamera kann aber nicht nur über ein Alarmereignis aktiviert werden, sondern auch selbst einen Alarm bei Bewegungserkennung auslösen. Über den Alarmausgang kann dann z.B. eine Sirene angesteuert werden, über den Schaltausgang ist die Aktivierung der Beleuchtung möglich. Damit bieten Netzwerkkameras weit mehr als das reine Einfangen von Bilddaten. Man hat gleichzeitig ein System, das zahlreiche Alarm- und Überwachungsfunktionen übernehmen kann. Und mit der von Security-Center mitgelieferten 16-Kanal Digitalrekordersoftware ist die Aufzeichnungslösung auch schon mit dabei.

Notrufzentralen können besser reagieren

Dass das ganze Thema nicht nur bloße Spielerei und ’nice to have‘ ist, sondern wirklichen Zusatznutzen bringt, zeigt das Beispiel Notrufzentralen. Die meisten Alarmanlagen-Nutzer sind im Alarmfall mit einer dieser Notrufleitstellen verbunden. Nun ist es möglich, diesen Leitstellen den Zugriff auf Bilder aus dem alarmierenden Haushalt zu gewähren. Einmal können die Notrufleitstellen Empfänger der über Alarm ausgelösten E-Mails mit den Bildern bzw. Videos sein. Eine weitere, noch interessantere Möglichkeit ist, den Notrufleitstellen den Zugriff über das Internet zu ermöglichen. So können die Alarmierten im Notfall über die richtige IP-Adresse auf Live-Bilder aus der betroffenen Wohnung bzw. dem betroffenen Haus zurückgreifen. Damit sind gezielte und angemessene Reaktionen möglich und die Gefahr von Falschalarmen sinkt signifikant. Das spart Aufregung, Zeit und vor allem Kosten.

Fazit

Die Kombination aus Alarmtechnik und Videoüberwachung bietet dem Anwender zahlreiche neue Funktionalitäten und Vorteile. Gut informierte Händler und Installateure können dabei enormes Cross-Selling Potential freisetzen, indem sie ihren Kunden günstig realisierbare Systemlösungen präsentieren.

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