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Gebäudeenergieberatung

Arbeit erledigt, Rechnung bezahlt. Welcher Bauhandwerker träumt nicht davon? „Wer das Instrument der Energieberatung richtig einsetzt, tut sich leicht Aufträge zu gewinnen und hat das Geld schnell und sicher auf dem Konto“, weiß Franz Streif, Pressesprecher des baden-württembergischen Landesverbandes des GIH. Die Leistung der Spezialisten beinhaltet auch die Fördermittelberatung für den Kunden. Beantragt dieser die Unterstützung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), hat der Handwerksbetrieb gewonnen. In der Regel muss er sich dann nicht mehr mit der Bonitätsprüfung aufhalten. Diese Aufgabe nimmt ihm die Hausbank des Auftraggebers ab, da sie gegenüber der Förderbank haftet. Ist der Auftrag ausgeführt, übergibt der Kunde die Rechnung seinem Kreditinstitut. Dieses zahlt aus den bereitgestellten Fördergeldern bis zur Förder­obergrenze. Doch das ist für den regen Energiefachmann nur der Anfang. Die Zusammenarbeit zwischen den Experten für die energetische Optimierung und dem Handwerksbetrieb lässt sich seiner Erfahrung nach noch viel umfassender für den Geschäftserfolg nutzen. Viele Firmen setzen die Kooperation inzwischen als ein wichtiges Marketinginstrument ein. Sie offerieren ihren Kunden die Gebäudeenergiebratung als Extra-Service und leisten so einen echten Mehrwert, mit dem sie sich vom Wettbewerb abgrenzen. Und dies ohne selbst Kenntnisse der komplizierten Materie erwerben zu müssen und unabhängig davon, wie viele Mitarbeiter sie beschäftigen. Der Handwerker tritt nur als Vermittler auf. Gegebenenfalls kann er dem Kunden anbieten, die Beratungskosten bei Auftragserteilung zurück zu erstatten. Aber weiter sollte er nach Ansicht des GIH-Profis Streif nicht gehen. Denn eines ist nach seiner Erfahrung von größter Bedeutung: der Energieexperte darf nicht Auftragnehmer des Handwerkers sein, sondern muss seine Neutralität wahren. Nur dann gilt er als glaubwürdig. Und das ist in den allermeisten Fällen für den vermittelnden Handwerker von Vorteil. Durch die Beratung entscheiden sich die meisten Bauherren, das geplante Sanierungsvorhaben durch weitere Maßnahmen zu ergänzen. Dies umso lieber, als die Fördermittel den finanziellen Spielraum erweitern. Ein Gebäudeenergieberater ist von Haus aus Generalist, der gewerkeübergreifend das Haus und dessen Nutzung als Ganzes sieht. Er berät den Kunden fachkompetent und objektiv umfassend, ohne dabei den Partnerbetrieb zu behindern. Stellt er ein Problem bei der anvisierten Sanierungsvariante fest, sucht er den Dialog mit dem Fachhandwerker, um eine Lösung im Interesse aller Beteiligten herbeizuführen. Die zusätzlich vermittelte Beratung hat für den Bauhandwerksbetrieb noch einen weiteren positiven Nebeneffekt. Da er gegenüber dem Kunden schon eine Leistung erbracht hat, hat er bei den Preisverhandlungen einen psychologischen Vorteil und kann so die Rabattdiskussion zu seinen Gunsten beeinflussen. Angesichts des riesigen Sanierungsbedarfes wird der Markt diese Leistung nachfragen, zeigt sich Streif überzeugt. Einen Gebäudeenergieberater als Kooperationspartner zu finden, dürfte für einen Handwerksbetrieb daher kein Problem sein.

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