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Gebäudeautomation für jedermann

Im Bereich der Gebäudeautomation werden die Karten in Europa derzeit neu gemischt. Immer mehr Hersteller drängen mit drahtlosen Funklösungen für Home Control oder sogenannte Smart Homes auf den Markt. Ein sehr aussichtsreicher Kandidat ist hier die Z-Wave-Technologie, die Gebäudeautomation für jedermann erschwinglich macht.
Gebäudeautomation gilt als einer der größten Wachstumsmärkte der kommenden Jahre, getrieben von der demographischen Veränderung mit mehr Zwang zu Assistenz und Bequemlichkeit im Wohnumfeld, aber nicht zuletzt auch durch den politischen und finanziellen Druck zu energieeffizienten und sicheren Wohnumgebungen. Immer mehr Menschen interessieren sich für die Möglichkeiten, die die Gebäudeautomation bietet, und dabei rückt neben neu zu errichtenden Wohn- und Geschäftsgebäuden verstärkt der noch deutlich größere Markt an Bestandsbauten in den Fokus. Gerade hierfür werden professionelle und gleichzeitig bezahlbare Funklösungen benötigt, die mit geringem baulichem Aufwand und bei kleineren Erweiterungen auch von den Anwendern selbst installiert werden können. Weltweit führend, aber in Deutschland bisher vorwiegend unter Technik-Fans bekannt, ist die Funktechnologie Z-Wave. Entwickelt wurde die Technologie vom dänischen Unternehmen Zensys, welches inzwischen zum kalifornischen Chiphersteller Sigma Designs gehört. Besonders erfolgreich war Z-Wave bisher in den USA, wo sich die Technologie zum klaren Marktführer im Bereich drahtloser Gebäudeautomation entwickelt hat. Um die Technologie insgesamt weiter voranzubringen, formierte sich vor zehn Jahren eine Allianz, welcher inzwischen rund 300 Unternehmen weltweit angehören, darunter bekannte Namen wie LG, Samsung Smart Things, Danfoss, Huawei und Devolo. Z-Wave ist ein ‚offenes System‘, welches von jedem Unternehmen genutzt werden kann, sofern die strengen Zertifizierungsauflagen erfüllt werden, die die Kompatibilität der Geräte untereinander sicherstellen sollen. Im Gegensatz zu geschlossenen Systemen, wie sie beispielsweise von Telekommunikationsprovidern angeboten werden, wächst die Menge an verfügbaren Geräten ständig an. Aktuell gibt es mehr als 1.500 Z-Wave-Geräte, aus denen man sich sein persönliches Smart Home zusammenstellen kann.

Z-Wave – Alles funktioniert zusammen

Wer sich nur ein wenig mehr Komfort für sein Zuhause wünscht, geht in den Baumarkt und kauft sich Steckdosen und Lampen, die er mit Fernbedienung und dazugehörigen Smartphone-Apps bedienen kann. Wenn jedoch weitere Geräte hinzukommen, verliert man schnell den Überblick und nicht selten schaltet man mit den eigenen Steckdosen auch gleich noch die vom Nachbarn mit aus. Wer sein Zuhause richtig automatisieren möchte, muss sich für ein System entscheiden, das alle intelligenten Geräte einschließt. Dazu gehört neben Sensoren und Aktoren auch eine Steuerzentrale, die die Geräte miteinander vernetzt und durch sogenannte Szenen in Abhängigkeit bringt. Ein intelligentes Zuhause zeichnet sich längst nicht mehr nur dadurch aus, mit dem Smartphone von überall auf der Welt das Licht ein- und auszuschalten. Viel wichtiger sind Automatismen, die ohne das aktive Eingreifen des Nutzers ablaufen. Dabei lösen Sensoren eine Folge von Aktionen aus. So können beispielsweise Lichter eingeschaltet, Türen entriegelt und gleichzeitig Nachrichten auf das Smartphone gesendet werden, sobald ein Rauchmelder Feuer erkennt. Außerdem können Heizungsthermostate und elektrische Geräte abhängig von An- und Abwesenheit der Bewohner gesteuert werden, um Energie zu sparen und gleichzeitig Wohnkomfort zu garantieren. Z-Wave nutzt wie alle ernstzunehmenden Funkprotokolle in der Steuerungstechnik das sogenannte ISM-Funkband im Frequenzbereich von 868,42MHz und kommt dabei auf eine Reichweite von rund 100m im Außen- und 30m im Innenbereich. Dank Zweiwegekommunikation empfangen Geräte nicht mehr nur Befehle, sondern bestätigen diese auch zurück. Defekte Geräte können dadurch schneller entdeckt, Überschneidungen mit anderen Funksystemen in der Nachbarschaft vermieden werden. Für eine stabile Verbindung aller Smart Home-Geräte sorgt zudem die sogenannte Netz-Vermaschung. Das heißt, dass jedes einzelne Z-Wave-Gerät neben seiner eigentlichen Funktion auch als Repeater fungiert. Funksignale werden weitergeleitet, wodurch die Reichweite insgesamt größer und stabiler wird. Z-Wave legt großen Wert auf Interoperabilität und Rückwärtskompatibilität von Geräten, sodass Anwender ihr Smart Home mit Geräten unterschiedlichster Hersteller ausstatten können. Die Entscheidung über Funktion und Design liegt damit nicht mehr beim System-Anbieter, sondern beim Nutzer selbst. Die strenge Einhaltung der Rückwärtskompatibilität führt zudem zu einer hohen Investitionssicherheit. Sollten bestimmte Geräte oder Hersteller einmal vom Markt verschwinden, können sie problemlos von kompatiblen Nachfolge-Geräten oder Geräten anderer Hersteller ersetzt werden. Angesichts des langen Investitionszeitraums im Bereich der Haustechnik ist dies ein wesentlicher Vorteil.

Kostengünstig – Schritt für Schritt und nach Bedarf

Anwendungsseitig bietet Z-Wave alle Funktionen, die von einer modernen Hausautomationslösung erwartet werden sollten. Die Breite der Produkte wächst in Europa gerade rasant an. Besonders wichtig ist, dass nunmehr neben US-amerikanischen und europäischen auch asiatische Hersteller beginnen, Produkte für den europäischen Markt zu entwickeln und anzubieten. Auch überwindet Z-Wave das typische Problem fest installierter Hausautomationslösungen, die meist ein „alles oder nichts“ erfordern. Z-Wave-Geräte können vom Endanwender zuerst dort eingesetzt werden, wo er den größten Nutzen hat, und später Schritt für Schritt nach Bedarf und Spiellaune erweitert werden.

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