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Funktechnik im Altbau

Nahezu jedem privaten Bauherrn ist leidlich bekannt, dass trotz ausführlicher Planungsphasen vor Baumaßnahmen – ob bei Neubauten, Umbau- oder Erweiterungsmaßnahmen – irgendwann Revisionen anstehen. Denn auch eine noch so detaillierte Planung kann erste Änderungs- oder Erweiterungswünsche über kurz oder lang meistens nicht vermeiden. Dann heißt es nicht selten: „Wenn wir hier jetzt einen Schalter hätten …“ Doch alle Anpassungen nach der Rohbauphase sind naturgemäß entweder mit unschönen Aufputzleitungen oder gar mit Fräs- und Stemmarbeiten für die Unterputzmontage verbunden. Diese Probleme löst die Funktechnik auf elegante Weise.
Mittels Funktechnik lässt sich einfach und schnell auch eine nachträgliche Gebäudeautomatisierung umsetzen. In einem denkmalgeschützten Einfamilienhaus aus dem Jahre 1889 wurden z.B. sukzessive bereits umfangreiche Sanierungsmaßnahmen vorgenommen. Nach einigen Jahren erwuchs der Wunsch, ein Dachfenster im Treppenhaus von jeder Etage aus öffnen oder schließen zu können. Ein manuelles Betätigen des Fensters ist aber nicht möglich, weswegen es mit einem Motorantrieb ausgerüstet wurde. Bei Bedarf soll es vom Erdgeschoss, dem ersten Ober- sowie vom Dachgeschoss geöffnet und geschlossen werden können. Zudem sollte es sich im Brandfalle automatisch öffnen und als Rauchgasabzug fungieren. Aber auch bei auftretendem Regen sollte das Dachfenster automatisch schließen und sich erst bei Trockenheit wieder öffnen lassen. Alle diese Anforderungen würden in konventioneller Lösung zwangsläufig das Verlegen einer Unterputzleitung vom Dach- bis ins Erdgeschoss nach sich ziehen. Zudem müsste in jedem Geschoss ein Unterputzschalter angebracht werden. Darüber hinaus wäre eine Verkabelung zwischen Rauchmelder, Regensensor, Fensterantrieb und einer Steuerung notwendig. Jeder Bauherr schreckt vor solch einer aufwendigen, staubigen und teuren Lösung zurück. Aber es geht auch anders – Funktechniken bieten ausgereifte, leicht installierbare Lösungen, so beispielsweise jene vom Eaton Geschäftsfeld Moeller.

Kleben, statt bohren und stemmen

Zunächst wurde am Antriebsmotor des Dachfensters ein Funk-Jalousieaktor angeschlossen und mit Netzspannung versorgt. Im Erd-, im ersten Ober- sowie im Dachgeschoss wurde jeweils ein Funk-Taster an gewünschter Stelle auf die Wand geklebt. Etwa 50cm unterhalb des Dachfirstes wurde ein Eaton Moeller Rauchmelder installiert und an einen Funk-Binäreingang angeschlossen, der bei Rauch alarmiert und ein Funksignal zum Öffnen des Dachfensters an den Jalousieaktor sendet. Das besondere an dieser Funktechnik erweist sich darin, dass Sensoren dort angebracht werden können, wo sie eine anspruchsvolle Hausarchitektur nicht stören. Der Wind-/ Regensensor – ebenfalls an einen Funk-Binäreingang angeschlossen – wurde deswegen nicht direkt an der Außenfassade des Altbaus montiert, sondern unauffällig am Gartenhaus, welches in unmittelbarer Gebäudenähe steht. Aber auch bei wärmegedämmten Außenfassaden ist es ratsam, die Wärmedämmung nicht durch die Montage von Wind- und Regensensoren zu beschädigen.

Verbinden statt verdrahten

Nachdem alle Hardwarekomponenten montiert waren, folgte gleichsam der angenehme Installationsteil. Es galt, alle Sensoren wie Funktaster, den Rauch- sowie den Wind- und Regensensor mit dem Aktor des Dachfensters ‚funktechnisch‘ zu verbinden. Hierzu benötigt der Installateur keine langen Leitungen in aufgestemmten Wänden mehr, sondern lediglich einen PC mit angeschlossener Konfigurationsschnittstelle und die Inbetriebnahmesoftware MRF von Eaton Moeller. Nach Programmaufruf werden einfach alle beteiligten Geräteteilnehmer eingelesen und zwar jene, die sich im oder außerhalb des Hauses befinden. Im ersten Schritt wurden alle netzversorgten und im Zweiten die batterieversorgten Geräte eingelesen. Auf dem Bildschirm erscheint jedes einzelne Gerät als Icon: Jalousieaktor und Aufputztaster, die Binäreingänge des Wind- und Regensensors sowie der Binärsensor, der an den Rauchmelder angeschlossen ist. Sie lassen sich beliebig auf dem Bildschirm positionieren. Die Zuordnung der Sensoren zu den Aktoren erfolgt durch Einziehen von Verbindungslinien zwischen den Icons. So wurden alle drei Aufputztaster mit dem Jalousieaktor für die Dachfenstersteuerung verbunden. Da bei starkem Wind oder Regen das Dachfenster automatisch schließen soll, wurde der mit dem Wind- und Regenwächter angeschlossene Binäreingang als Schalter konfiguriert, der bei Aktivierung zyklisch sein Signal zum Schließen des Dachfensters an den Jalousieaktor sendet. Und damit im Brandfall das Dachfenster sicher und zuverlässig öffnet, wurde außerdem der Binäreingang vom Rauchmelder dem zugewiesenen Jalousieaktor mit einer Sicherheitsfunktion konfiguriert: Bei aktivem Rauchmelder wird nun das Dachfenster – unabhängig von anderen Sensoren – in die Sicherheitsposition ‚geöffnetes Dachfenster‘ gefahren. Nach Ablauf der Zykluszeit für Sicherheit und keinem anstehenden Signal vom Rauchmelder lässt sich das Dachfenster über einen Funktaster wieder schließen. Die Inbetriebnahme erfolgte innerhalb weniger Minuten und unmittelbar wehte auf Knopfdruck eine frische Brise durchs Haus.

Fazit

Das Eaton Moeller Funksystem ist für Elektroinstallateure einfach in der Installation. Es entfällt jeglicher Schmutz oder Staub durch Leitungsverlegung. Schalter lassen sich an beliebiger Stelle aufkleben und alle Sensoren unauffällig montieren. Montagekosten reduziert das Funksystem auf ein Minimum. Hinzu kommt – es ist jederzeit beliebig durch weitere Sensoren oder Funktaster erweiterbar und somit zukunftssicher ausgelegt. Auch eine Belastung durch ‚Funkwellen‘ gibt es nicht, da einerseits nur beim Betätigen innerhalb von 0,1s ein Funksignal ausgesendet wird und andererseits die Sendeleistung mit 0,001W um ein Vielfaches unter jenen eines Handys liegt.

Kasten:
Eaton Moeller

Das Eaton Geschäftsfeld Moeller mit Hauptsitz in Bonn, ist Hersteller und Anbieter von Komponenten und Systemen für die Energieverteilung und Automatisierung in der Industrie, in Infrastrukturgebäuden sowie in Wohnhäusern. Zum Portfolio für den modernen Wohnungsbau gehört das Funksystem xComfort. Seit April 2008 ist Moeller als Geschäftsfeld ein Teil der Eaton Corporation, einem diversifizierten globalen Industriekonzern mit 75.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 15,4Mrd. US $ im Jahr 2008.

www.eaton.com

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