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Funkalarm, Drahtalarm und mechanische Sicherung:
Drei Systeme im Vergleich

Von den insgesamt 6,28 Mio. Straftaten in Deutschland landen Diebstahldelikte mit einem Anteil von 40,7% an erster Stelle. Bei den Wohnungseinbrüchen ist gegenüber dem Vorjahr ein leichter Anstieg zu beobachten. Auf den Tag verteilt wird in Deutschland alle fünf Minuten eingebrochen. Nimmt man den gewerblichen Bereich noch zu dieser Statistik hinzu, passiert es sogar alle zwei Minuten. Die durch Einbruchdiebstahl verursachten Schäden pro Jahr belaufen sich dabei auf rund 600 Mio. Euro. Die Erfahrung der Polizei zeigt ganz deutlich, dass eine Alarmanlage effektiv vor Einbruch schützen kann. Ob Funkalarm, Drahtalarm oder mechanische Sicherung oder eine Kombination sinnvoll ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden.
Alarmanlagen schrecken potentielle Täter ab. Sie alarmieren bereits nach dem ersten Einbruchsversuch und sorgen für Aufmerksamkeit. In Kombination mit Rauchmeldern, Gas- bzw. Wassermeldern, Überfalltastern und Notrufsendern schützen sie auch vor anderen Gefahren des täglichen Lebens. Zusätzlich reduzieren sie die Zeit, die ein Einbrecher zur Verfügung hat. In den meisten Fällen bringen sie den Täter dazu aufzugeben und verhindern Schlimmeres.

So funktioniert eine Alarmanlage:

Am Anfang der Ereigniskette, die zu einer Alarmmeldung führt, steht das Ereignis. Dabei kann es sich um einen Einbruch handeln, aber auch um eine andere Gefahr des täglichen Lebens wie Feuer, Überfall, medizinischer Notfall oder ein technischer Schaden. Dieses Ereignis führt zu einer physikalischen Veränderung im Raum. Ein Beispiel: Schlägt ein Einbrecher eine Fensterscheibe ein, so entstehen Klirrgeräusche im Ultraschallbereich. Diese Veränderungen werden von dem Alarmmelder erkannt. Der Melder, in diesem Fall ein Glasbruchmelder, übermittelt dieses Ereignis an die Alarmzentrale. Die Signalübertragung erfolgt entweder per Draht oder per Funk. Die Entscheidung, wie die Reaktion auf dieses Ereignis ausfällt, trifft dann die Alarmzentrale – das Herzstück eines jeden Alarmsystems. Je nach Zustand der Alarmanlage und den von dem Facherrichter vorgenommenen Einstellungen kann es so zu unterschiedlichen Alarmreaktionen kommen.

Mechanische Sicherung bietet aktiven Widerstand

Während Alarmanlagen und Videoüberwachungssysteme bei einem Einbruchsversuch auf den Täter aufmerksam machen, sorgt mechanischer Schutz dafür, dass es dem Täter nicht gelingt, ein Fenster aufzuhebeln oder die Terrassentür aufzubrechen. Ob Panzerriegel an der Tür, eine durchbruchsichere Fensterscheibe oder abschließbare Fenstergriffe: die Möglichkeiten auch für mechanische Absicherungen sind vielfältig. Anders als bei der elektronischer Sicherheitstechnik setzen diese dem Täter aktiven Widerstand entgegen.

Elektronische Absicherung oder mechanischer Schutz?

Lange Zeit musste sich der Sicherheitserrichter zwischen elektronischer Absicherung oder mechanischem Schutz entscheiden. Abus bietet jetzt eine Kombination von elektronischer und mechanischer Sicherheitstechnik in einem System. Zusätzlich zu den Meldern aus der Alarmtechnik (Öffnungsmelder, Bewegungsmelder, Glasbruchmelder etc.) lässt sich mit der FTS 96 E erstmals auch eine mechanische Fenstersicherung in eine Funk-Alarmanlage integrieren. Die Funk-Fenstersicherung sichert alle nach innen öffnenden Fenster und Fenstertüren. Diese ursprünglich rein mechanische Sicherung wurde mit einem Alarmsensor und einem Funkmodul aufgerüstet. So wird die Fenstersicherung zu einem eigenständigen Alarmmelder, bleibt aber gleichzeitig effektiver mechanischer Schutz. Während so im Falle eines Einbruchversuches die Funk-Fenstersicherung dem Täter einen aktiven, mechanischen Widerstand entgegensetzt, erfolgt parallel die Alarmmeldung. Die Alarmanlage informiert also unmittelbar nach dem ersten Einbruchversuch und das noch lange, bevor die mechanische Sicherungstechnik voll belastet wird. So wird aus der Secvest 2Way die weltweit erste Alarmanlage, die aktiv vor Einbruch schützt und dabei gleichzeitig alarmiert.

Funkalarm oder Drahtalarm?

Funkalarmsysteme werden überall eingesetzt, wo sich bauliche Veränderungen nur schwer umsetzen lassen. Vor allem in Miets- und Eigentumswohnungen, in denen ein zeitaufwändiges Kabelverlegen nicht gewünscht, zu teuer oder erst gar nicht möglich ist, sind sie eine Lösung. Kein Schmutz und Lärm beim Einbau, keine aufwendigen Installationsarbeiten und eine hohe Flexibilität machen auf Funk basierende Alarmsysteme zu einer günstigen Sicherheitslösung, die sich überall und in kürzester Zeit realisieren lässt. Auch im Nachhinein kann der Betreiber seine Funkalarmanlage jederzeit umbauen, erweitern oder bei einem Umzug einfach mitnehmen. Bei rechtzeitiger Planung, oder vorhandenen Kabelrohren und Leitungen ist Draht die optimale Lösung. Der exklusive Übertragungsweg sorgt für die absolute Zuverlässigkeit eines einmal installierten Systems. Wartungsaufwand (etwa durch Batteriewechsel) entfällt, da sämtliche Komponenten von der Zentrale mit Spannung versorgt werden. Ein weiterer Vorteil von Draht ist die Kompatibilität. So kann jeder verdrahtete Melder in annähernd jede Drahtalarmanlage integriert werden.

Kommunikation per Funk

Bei einer Funkalarmanlage steht die Zentrale mit allen Komponenten über eine bestimmte, für den Sicherheitsbereich reservierte Funkfrequenz in Verbindung. Die Melder senden ihren Status an die Zentrale. Die ankommenden Datenpakete werden hier sicher empfangen und ausgewertet. Je nach Zustand der Anlage folgt daraufhin die Reaktion: Jetzt sendet die Zentrale ihre Datenpakete. Die Folge: Die Sirene alarmiert, das Blitzlicht blinkt und über ein Sprachwahlgerät wird eine Alarmmeldung übertragen, je nach Einstellung entweder an eine Notrufleitstelle oder an eine beliebige Telefonnummer. Moderne Funk-Alarmanlagen unterstützen zusätzlich den Zwei-Wege-Funk. Bidirektionale Funk-Komponenten sind dabei eine gute Möglichkeit, die Alarmanlage zu bedienen, da sie nicht nur Befehle an die Alarmanlage senden, sondern auch Befehle der Zentrale empfangen und umsetzen können.

Kommunikation per Draht

In der verdrahteten Alarmtechnik werden Melder und andere Komponenten per Draht mit der Anlage verbunden. Die Kommunikation erfolgt hier über den gemessenen Strom. Wird der Stromkreis unterbrochen (Ruhestromprinzip), geschlossen (Arbeitsstromprinzip) oder verändert sich der Widerstand in dieser Linie (Differentialprinzip) wertet die Alarmzentrale dies je nach System als Alarm oder als Sabotage.

Ruhestromprinzip

Im Ruhezustand ist der Stromkreis zwischen Meldern und Zentrale geschlossen. Löst ein Melder aus, so schaltet dieser seinen Alarmkontakt und der Stromkreis wird innerhalb des Melders unterbrochen. Dies wird von der Zentrale als Alarm gewertet. Der andere Weg – der Stromkreis ist unterbrochen und schließt erst beim Auslösen eines Melders (Arbeitsstromprinzip) – ist technisch zwar möglich, kommt in der Praxis jedoch immer seltener zum Einsatz. Über eine zweite Linie wird der Melder auf Sabotage (Kabel trennen, Melder manipulieren, etc.) überwacht.

Differentialprinzip

Beim Differentialprinzip achtet die Zentrale nicht auf das Kriterium Stromfluss, sondern auf den Leitungswiderstand. Ein Widerstand von 2k2 (= 2 200 Ohm bzw. 2,2 Kilo Ohm) beispielsweise bedeutet Ruhezustand. Ein Widerstand von 6k9 (= 2k2 des Endwiderstandes + 4k7 des Parallelwiderstandes) ist Alarm, während alle anderen Werte (+/- 20%) auf Sabotage deuten. Diese Art der Verdrahtung benötigt zwei Widerstände.

Hybridalarm

Hybridalarmanlagen kombinieren Funk und Draht. Hier können sowohl verdrahtete Melder, als auch Funkmelder ins System integriert werden. Orte, die mit Draht schwer zu erreichen sind, lassen sich so absichern.

Kasten:
Zum Alarm-Experten in zwei Tagen

Um den Einstieg in die elektronische Sicherheitstechnik zu erleichtern, bietet Abus Security-Center seinen Fachhändlern aus den Bereichen Sicherheit, Elektro und IT eine breite Fülle an fachlicher Unterstützung. In der eigens gegründeten Schulungs-Akademie (www.asc-academy.com) werden Einsteiger, Fortgeschrittene und Sicherheits-Profis auf sämtliche Alarmsysteme geschult und weitergebildet. Großer Wert wird bei den Schulungen vor allem auf die praktische Anwendung der Produkte gelegt. Hier lernen künftige Errichter von Sicherheitssystemen in nur zwei Tagen alles, was sie für den Einsatz beim Kunden vor Ort und für den Erfolg im Security-Business brauchen. Interessierte können unter der Homepage www.abus-sc.com/Neukundenregistrierung oder der Telefonnummer 08207/959 90 333 ein kostenloses Infopaket anfordern.

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