Anzeige
Anzeige
Anzeige

Forschungszentrum C_DAT Greifswald: Bestes Klima für die Forschung

Das Forschungszentrum C_DAT ist vom Wissenschaftsrat als Projekt von nationaler Bedeutung eingestuft. Gebäudeautomation und LON-Raumautomation von Kieback&Peter und sorgen in dem modernen Gebäude für Energieeffizienz und gute Arbeitsbedingungen.
Wie gelangen Arzneimittel am besten in den Körper, und wie können sie im Körper dorthin transportiert werden, wo sie wirken sollen? Warum bleiben Substanzen, die im Labor und bei Tierversuchen hochwirksam waren, bei Menschen nutzlos? Und warum kommt es immer wieder zu unerwünschten Neben- und Wechselwirkungen? Diese Fragen erforscht das ‚Center of Drug Absorption and Transport‘, kurz ‚C_DAT‘, an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Das C_DAT ist ein interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung von Arzneimittelaufnahme und -transport.

Forschungsgebäude mit nationaler Bedeutung

Seit November 2011 sind die Forscher des C_DAT in einem gleichnamigen Neubau auf dem Campus der Universität beheimatet. Wissenschaftler der allgemeinen Pharmakologie, der klinischen Pharmakologie, der technischen Pharmakologie und der pharmazeutischen Biotechnologie arbeiten hier gemeinsam an neuen Therapiekonzepten und neuen Darreichungsformen für Medikamente. Eine solche Fächer und Disziplinen übergreifende Zusammenarbeit ist in diesem Untersuchungsgebiet weltweit einzigartig. Der Wissenschaftsrat, eines der wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremien in Deutschland, hat daher das C-DAT als Projekt von nationaler Bedeutung eingestuft. Nur drei Jahre vergingen vom Beginn der Planung des neuen Gebäudes bis zu seiner Inbetriebnahme. Insgesamt wurden 17,6Mio. Euro verbaut. Die Investitionskosten wurden aus Mitteln des Konjunkturpakets 1 finanziert und je zur Hälfte vom Bund und vom Land Mecklenburg-Vorpommern getragen.

Gliederung des Gebäudes

Das L-förmige Gebäude gliedert sich in drei Teile. Den größten Teil der Fläche nimmt Bauteil A ein, der Labortrakt für Pharmakologie und Pharmazie. Bauteil B beherbergt das Foyer, Seminar- und Konferenzräume sowie eine Probandenstation. Hier werden zugelassene Medikamente auf ihre Wirksamkeit getestet werden. Der Bürobereich befindet sich in Bauteil C. Aktuell gibt es eine Nutzfläche von ca. 2.700m². Später soll in einem zweiten Bauabschnitt noch ein Labor- und Praktikumsgebäude für Biologie und Pharmazie entstehen. Dessen Baukörper ist so angeordnet, dass beide Gebäude einen gemeinsamen Innenhof umschließen. Entworfen hat das neue Forschungszentrum Marko Meißner, Architekt BDA, von der mhb Planungs- & Ingenieurgesellschaft mbH in Rostock. Für die Haustechnik zeichnete die Inros Lackner AG Rostock verantwortlich. Bauherr ist das Land Mecklenburg-Vorpommern vertreten durch den Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V), Geschäftsbereich Greifswald.

Effiziente LON-Gebäudeautomation

In vielen Liegenschaften der Universität ist bereits Technik von Kieback&Peter installiert. Diese hat sich über lange Zeit als sicher und zuverlässig erwiesen. Auch der Service überzeugte durch Fachkompetenz und schnelle Reaktionszeiten. Deshalb hat sich der Bauherr auch beim C_DAT für Kieback&Peter entschieden. Ein Kernelement des intelligenten Gebäudeautomations-Systems ist die Einzelraumregelung auf Basis von LON. In den 50 Laboren regeln Raumregler RCW113-L aus dem technolon-System von Kieback&Peter die Raumtemperatur im Zusammenspiel mit einem LON Labcontrol System. Die Einzelraumregelung erhöht im Kühlfall die Gesamtluftmenge des Raumes. Im Heizfall wird über die Heizkörper in jedem Raum nur so viel Wärmeenergie zur Verfügung gestellt, wie für die Nutzung und den gewünschten Komfort benötigt wird. Die Raumregler RCW113-L T sind dafür mit einem Temperatur-Messwertgeber und einer Sollwertverstellung ausgestattet. Zusätzlich sorgt ein Präsenztaster dafür, dass die Energiezufuhr einschließlich der Raumluftmenge entsprechend reduziert wird, wenn der Raum nicht genutzt wird. Diese bedarfsabhängige Regelung spart Energie und verhindert Energieverschwendung.

Umfassende Integration

Die Einzelraumregelung ist über das Automationssystem DDC4000 mit vier Automationsstationen DDC4200-L in die Automations- und Managementebene integriert. Insgesamt arbeiten auf der Automationsebene acht Automationsstationen DDC4200 und 45 weitere DDC-Module. Diese steuern, regeln und überwachen die Heizungs- und Kälteanlagen, die Lüftungstechnik, die Sprinkleranlage, die Notstromanlage, die Wasseraufbereitung und die Elektrotechnik. Integriert sind auch die Wärme-, Wasser- und Elektrizitätszähler, die über M-Bus mit dem Automationssystem kommunizieren. Weiterhin sind Frequenzumformer und der Pumpenbus über Schnittstellen eingebunden. Da das Automationssystem DDC4000 nativ mit LON und BACnet ausgestattet ist, ermöglicht es Gewerke übergreifende Lösungen und erlaubt eine umfassende Integration. Das System umfasst rund 1.800 Datenpunkte. Wegen der Größe des Gebäudes und der damit zusammenhängenden großen Entfernungen wurde für einige Anlagenteile ein Konzept zur dezentralen Erfassung der Datenpunkte realisiert. Der Umfang der Elektroinstallation konnte dadurch erheblich reduziert und somit auch die Brandlast verringert werden.

Zentrales Gebäudemanagement

Die Gebäudeautomation des C-DAT ist über das interne Netzwerk der Universität auf das zentrale Gebäudemanagementsystem aufgeschaltet. Die Hochschule nutzt die Neutrino-GLT von Kieback&Peter gemeinsam mit dem medizinischen Bereich der Universität zur zentralen Überwachung und Bedienung ihrer Liegenschaften und Gebäude. Die Bedienoberfläche visualisiert alle Gewerke über insgesamt 125 grafische Anlagenbilder. Um die Gesamtfunktionalität der Anlage sicherzustellen und hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten, wurde Kieback&Peter auch mit der Wartung des Systems betraut. Durch die offene Datenkommunikation der Gebäudeautomationslösung sind Erweiterungen und Modifikationen jederzeit einfach möglich. Daher kann sie nach der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts auf diesen erweitert werden.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Im Zeitalter der Digitalisierung und des IIoTs werden geschlossene Systeme durch offene, frei programmierbare Edge-Computing-Plattformen ersetzt. Zunehmend attraktiv sind hierfür Lösungen auf Basis des Raspberry-Pi Ökosystems, das aus einem gemeinnützigen Projekt der gleichnamigen Foundation heraus entstanden ist. STV Electronic hat diese Prozessortechnologie in einen multifunktionalen und schaltschranktauglichen Hutschienen-PC gepackt, der selbst in Unterputz-Kleinverteilerkästen passt und sich damit gut für die Gebäudeautomatisierung eignet.‣ weiterlesen

Anzeige

Eine Visualisierung fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen Haustechnik und Bewohner und bildet alle Smart-Home-Funktionen ab. Mit über 40 zur Auswahl stehenden Systemen fällt die Wahl jedoch schwer. Kein Wunder, ist der Funktionsumfang doch oft sehr ähnlich. Wie also sollen Nutzer die richtige Entscheidung treffen? Jeder hat andere Bedürfnisse und Vorstellungen davon, wie seine Smart-Home-Steuerung aussehen soll. Peaknx berichtet, welche Fragen sich Anwender und Interessierte vor der Auswahl ihrer KNX-Visualisierung stellen sollten.‣ weiterlesen

Anzeige

Durch den Einsatz einer gut geplanten, fachgerecht integrierten und kontinuierlich überwachten Gebäudeautomation sind erhebliche Einsparungen im Gebäudebetrieb von bis zu 30 Prozent realistisch. Tüv Süd zeigt, wie die wachsenden Herausforderungen bei der Technik und den gesetzlichen Vorgaben zum Erreichen der Klimaziele sicher zu beherrschen sind.‣ weiterlesen

In Smartphones, Tablets, Lautsprechern und Co. ist Bluetooth schon seit Jahren Standard für die schnelle und kabellose Datenübertragung. Auf dem Smart-Home-Markt setzte sich der Funkstandard jedoch bislang noch nicht richtig durch. Das wird sich durch Bluetooth 5 Mesh nun ändern. Uwe Fischbach, Leiter des Bereichs Home Automation bei Kopp, berichtet über die Merkmale und Potenziale für Smart Homes und warum sein Unternehmen auf die Funktechnologie setzt.‣ weiterlesen

Das Funksystem WMS ist eine intelligente Lösung für den smarten Sonnenschutz. Mit ihrer Verbindung von moderner Technik und Design bietet die Steuerung Nutzern Komfort und Flexibilität. Durch das Weitergeben der Befehle von Empfänger zu Empfänger über das Mesh-Netzwerk können auch weit entfernte Produkte erreicht werden. Mit zwei Pro-Versionen des Systems bietet Warema nun weitere Funktionen an.‣ weiterlesen

Das aktuelle Software-Update für die KNX Anzeige- und Bediensysteme Domovea Basic und Expert bietet Erweiterungen und neue Funktionen. Ein Highlight der aktuellen Version 2.4.5 ist die neu geschaffene Möglichkeit des Fernzugriffs auf ETS-Projekte über den Server Domovea Expert TJA470.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige