Fernüberwachung und Fernsteuerung für Pumpen

Wer als Facility Manager/Liegenschafts-Verwalter den Energieverbrauch im Gebäude senken möchte, braucht vor allem den jederzeit aktuellen Überblick zum Status der relevanten Energieverbraucher. Dieser Überblick bietet zudem die Gewissheit, dass das überwachte System verfügbar ist – anderenfalls kann er rasch und zielsicher eingreifen. Das Remote Management-System von Grundfos (GRM) ermöglicht die Kontrolle von Pumpensystemen via Internet.
Sei es beim ‚Green Building‘ oder beim ‚Smart Building‘ – Fragen der Energieoptimierung und Energieeffizienz, der Automatisierungstechnik und damit der Überwachung/Steuerung/Regelung spielen im Objektbau eine bedeutende Rolle. Pumpensysteme sind dabei zentrale Komponenten. Bei den ‚Green‘- und ‚Smart‘-Konzepten kann man davon ausgehen, dass der Planer jede einzelne Komponente hinsichtlich deren Energieeffizienz genau analysiert. Aber auch bei Objektneubauten, die nicht nach diesen Konzepten geplant werden, nutzen Fachplaner, Energieberater und Facility Manager die gegebenen Möglichkeiten zur Energie- und Anlagenoptimierung. Dabei spielen neben dem Umwelt- und Energiespargedanken auch Wettbewerbsgründe eine Rolle – denn hohe Energiekosten vertreiben Mieter! Doch ist die zunächst optimal geplante Technik immer wieder Veränderungen unterworfen: Da werden technische Komponenten ausgetauscht, die Nutzung des Gebäudes ändert sich, der frühe Wintereinbruch überlistet die Planung. Das kann man nicht immer über die in der Software hinterlegten Vorgaben der Gebäudeleittechnik aus- bzw. angleichen; ein korrigierender Zugriff beispielsweise auf die Heizkurve und/oder Sollwerte der Pumpentechnik ist in solchen Fällen unerlässlich.

Schneller Fernzugriff per Internet

Doch Pumpensysteme in Bürogebäuden, Krankenhäusern, Messehallen und Einkaufszentren arbeiten in aller Regel nicht in Sichtweite eines Technikers. Und das Betriebspersonal ist vielfach auch nicht ständig vor Ort. Bei Störungen und Überschreitung von Grenzwerten erfolgt ein Alarm – z.B. per SMS – und ein Techniker muss dann schleunigst vor Ort nach dem Rechten schauen.

Neuartige Service-Dienstleistungen

Um den Fernzugriff und damit einen raschen Response zu ermöglichen, hat Grundfos ein pumpenspezifisches ‚Remote Management‘ entwickelt – und offeriert in diesem Zusammenhang auch neuartige Service-Dienstleistungen. Um was geht es dabei? Das ‚Grundfos-Remote Management (GRM)‘ erlaubt das einfache und kostengünstige Überwachen und den sicheren Zugriff auf Einzelpumpen und Pumpensysteme via Internet. Dazu sind die Pumpen, Sensoren und Regelungssysteme mit einem GPRS-Datenlogger verbunden, der mehrfach am Tag die gesammelten Daten drahtlos per GPRS oder GSM zu einem zentralen Server sendet – als Ergebnis erhält der Betreiber eine Internetseite mit einem vollständigen Überblick über den Zustand seiner installierten Pumpen. Der Clou: Der Betreiber kann seine Anlage auf ’seiner‘ Internetseite individuell gestalten und jederzeit ändern. Selbstverständlich lassen sich die Pumpen auch von Ferne ansteuern. Im Fehlerfall werden Alarme direkt per SMS aufs Handy oder per e-Mail an das Personal des Betreibers geroutet. Was leistet GRM, welchen Nutzen bietet es?
– vor allem einen kompletten Überblick über den Ist-Zustand aller installierten Pumpen und Pumpensysteme
– Ein-/Ausschalten und Ändern des Sollwertes von Pumpen (inklusive Reset)
– den Zugang zu historischen Daten für alle Alarme, Warnungen und Änderungen der angeschlossenen Systeme
– durch die Transparenz der Daten ist eine Minimierung des Energieverbrauchs der überwachten Systeme gewährleistet
– Optimierung der Service- und Wartungsarbeiten sowie der Fahrtkosten
– Download der System-Dokumentation an einen sicheren Arbeitsplatz
– wichtige Berichte (z.B. der Servicebericht) können zugeordnet gespeichert werden
– Alarm- und Warnmeldungen können direkt auf ein Handy oder an die eMail-Adresse des Betriebspersonals weitergeleitet werden
– in der GRM-Internetseite kann für die angeschlossenen Pumpen eine direkte Verlinkung auf die zugehörigen Produktinformationen in Grundfos-WebCaps erstellt werden, dadurch ergibt sich eine sofortige Verfügbarkeit des richtigen Ersatzteilkataloges, Zugang zu Servicevideos und direkter Zugriff auf Montage- und Serviceanleitungen.
Vorteile bietet das ‚Remote Management‘ allen Betreibern, die auf eine kostengünstige Fernüberwachung und einen zuverlässigen Fernzugriff Wert legen – ohne dafür eine komplette Leitwarte einrichten zu müssen.

Remote Management zur Energieoptimierung

Pumpen verbrauchen viel Energie – je nach Gebäudegröße zwischen 10 und 20% der gesamten elektrischen Energie: Sie arbeiten in der Heiz- und Dampfzentrale, in der Klimatechnik, sie erhöhen den Wasserdruck für höher gelegene Geschosse, fördern das Abwasser in die Kanalisation. Der kontinuierliche Zugriff auf die Soll- und Ist-Daten dieser Pumpen ist die wesentliche Grundlage für eine kontinuierliche Anlagenoptimierung, insbesondere zur Optimierung des Energieverbrauchs. Beispielsweise offenbaren Trendanalysen, wenn ein System plötzlich abweichende Verbrauchsdaten aufweist. Durch die kontinuierliche Erfassung und Analyse der Messwerte können Anomalien sofort erkannt und die entsprechenden Maßnahmen zur Beseitigung der Energievergeudung ergriffen werden. Verfügbar ist GRM bei diesen Pumpen: Heizungsumwälzpumpen Magna, Inline-Pumpen TPE Serie 1000 und TPE Serie 2000, Normpumpen NKE, Blockpumpen NBE, Hochdruck-Kreiselpumpen CRE, CRIE, CRNE, horizontale mehrstufige Kreiselpumpen CME, Druckerhöhungsanlagen Hydro MPC und Hydro Multi-E. Auch externe Frequenzumformer CUE und Mehrpumpen-Kaskadenregler Control MPC können eingebunden werden.

Integration in die Leittechnik

Damit ein solch umfassendes ‚Remote Management‘ möglich ist, sind natürlich entsprechende Module an der Pumpe erforderlich. Die Datenbus-Kommunikationsschnittstellen CIM (Einsteckplatinen) und CIU (externe Kommunikationsmodule) ermöglichen die Datenbuskommunikation über offene und interoperable Datenbussysteme wie Profibus DP, Modbus RTU, LONWorks, BACnet MS/TP, drahtlos über GSM/GPRS, oder über das Grundfos Remote Managementsystem (GRM). Die Datenbusmodule basieren auf Standard-Funktionsprofilen, um den Datenaustausch im Netzwerk und die Inbetriebnahme so einfach wie möglich zu gestalten. Die Verwendung von Standard-Funktionsprofilen sorgt für ein benutzerfreundliches einfaches Verständnis der übertragbaren Daten. CIM-Datenbus-Kommunikationsschnittstellen sind Erweiterungsmodule, in der Heizungsumwälzpumpe Magna 3, generell in E-Pumpen im Leistungsbereich 11 bis 22kW (z.B. TPE, CRE, NBE, NKE) sowie in die Abwassersteuerung Dedicated Controls, CU 352 und in die Druckerhöhungsanlage Hydro Multi-B installiert werden können. CIU-Datenbus-Kommunikationsmodule sind für Pumpen mit GENIbus-Schnittstelle (z.B. E-Pumpen bis 7,5kW, Umwälzpumpen, Druckerhöhungsanlagen etc.) konzipiert. CIU-Module sind für die Wand-/ Schaltschrankmontage vorbereitet und besitzen ein integriertes 24 bis 240V AC/DC Netzteil.

Remote Management auch als Dienstleistung

Grundfos offeriert zusammen mit der GRM-Technologie auch Dienstleistungen im Rahmen von Service-Level-Agreements. In der Basis-Variante wird das ‚Remote-Management‘ über das unternehmenseigene Service Center für den Kunden freigeschaltet. In der erweiterten Variante übernimmt der Grundfos Service das Störmelde-Management rund um die Uhr (24h/365 Tage) und schickt bei Bedarf einen Techniker zur Vor-Ort-Behebung des Fehlers. In der Premium-Variante schließlich werden darüber hinaus individuelle Vereinbarungen mit dem Kunden getroffen: Das reicht von der garantierten Wiederinstandsetzungszeit innerhalb von 24h bis hin zum Full-Service inklusive aller Ersatzteile. Fazit: Technologien und Dienstleistungen, die die Energieeffizienz von Pumpensystemen verbessern und nachhaltig sichern, gewinnen an Attraktivität. Denn die Energiepreise werden längerfristig auf hohem Niveau verharren und zudem kommt dem Klimaschutz weltweit eine hohe Priorität zu. Grundfos ist dafür gut aufgestellt – mit modernen drehzahlregelbaren Pumpensystemen inklusive Hocheffizienzmotoren, smarten Überwachungs- und Zugriffssystemen sowie einer Dienstleistungs- und Service-Philosophie, die auf eine nachhaltige, langfristige Werterhaltung und Kostenkontrolle angelegt ist.

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