Anzeige
Anzeige
Anzeige

Feldtest des Fraunhofer ISE: Effizienz von Wärmepumpen

Das Fraunhofer ISE (Freiburg) veröffentlichte Zwischenergebnisse Ihrer Langzeitstudie, die die Effizienz von Wärmepumpen in neuen Einfamilienhäusern untersuchte. Das Ergebnis war, dass im Vergleich zu fossilen Heizsystemen die getesteten Wärmepumpen im Durchschnitt Primärenergie sparen . “Mit dem derzeitigen Primärenergiefaktor des deutschen Stromnetzes von 2,7 nutzen Wärmepumpenanlagen bereits ab einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 2,5 Primärenergie besser als Gas-Brennwertkessel“, so Marek Miara, Projektleiter vom Fraunhofer ISE. Die getesteten Wärmepumpen erzielten deutlich höhere Werte – abhängig vom Anlagentyp lagen die durchschnittlichen JAZ zwischen 3,0 und 3,7, im reinen Heizbetrieb erzielten Erdwärmeanlagen sogar durchschnittliche JAZ von 4,1.

“Die Studie zeigt, wie zuverlässig und effizient Wärmepumpen unter realen Bedingungen arbeiten“, so Paul Waning, Vorstandsvorsitzender des BWP: “Die Aussagen von Herrn Miara belegen einmal mehr, dass die Politik unnötig hohe Hürden für die Nutzung von Wärmepumpen setzt.“ Überhöhte JAZ fordert beispielsweise das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), das am 1. Januar 2009 in Kraft trat: Für Erdreich-Wärmepumpen ist darin eine JAZ von mindestens 3,8 vorgeschrieben. Im Test lagen diese mit durchschnittlich 3,72 geringfügig niedriger aber weit über 2,5. “Alle getesteten Anlagen leisten einen erheblichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Die von der Politik geforderten Jahresarbeitszahlen werden dieser Tatsache aber nicht gerecht. Wir vom BWP fordern, dass das Umweltschutzpotenzial der Wärmepumpe in Gesetzgebung und Förderung angemessen berücksichtigt wird“, so Waning. Großen Einfluss auf die Effizienz der Wärmepumpenanlagen hat das installierende Handwerk durch optimale Einstellungen der Anlage und eine gute Einbindung in das Versorgungssystem des Hauses, das zeigen die detaillierten Messungen der Fraunhofer-Studie: “Eine schlecht eingebundene Wärmequelle oder eine nicht optimale Wärmeverteilung können die Arbeitszahl der Pumpe verringern“, so Marek Miara. “Damit sich die Investition in eine Wärmepumpe für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel auszahlt, sollten gut geschulte und erfahrene Fachleute planen und bauen“, rät Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des BWP. Der Bundesverband Wärmepumpe setzt sich für die Qualifizierung von Fachhandwerkern ein und zertifiziert diese nach EU-CERT.HP zu ‚Zertifizierten Wärmepumpeninstallateuren‘. Unter www.waermepumpe.de/index. php?id=117 gibt es eine Übersicht über bereits zertifizierte Installateure. Das Projekt ‚WP-Effizienz‘ des Fraunhofer ISE läuft bis Sommer 2010. Zudem beteiligen sich die Energieversorger EnBW Energie AG und E.ON Energie AG sowie die Wärmepumpen-Hersteller Alpha Innotec, Bosch Thermotechnik, Hautec, NIBE, Stiebel Eltron, Vaillant und Viessmann. Weitere Informationen auch zu den bundesweiten Aktionswochen Wärmepumpe vom 25.04. bis 10.05.2009 unter www.waermepumpe.de.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

In der Automobilbranche sind die Weichen für die Zukunft gestellt: Diesel- und Benzinmotoren werden von elektrischen Pendants abgelöst. Auch das Heizen mit Strom ist auf dem Vormarsch: Neue Technologien haben der dezentralen elektrischen Raumbeheizung auf die Sprünge geholfen, machen sie sparsam und klimafreundlich. Das spiegelt sich auch im Sortiment der Raumwärmelösungen von AEG wieder.‣ weiterlesen

Anzeige

Wir leben in beängstigenden Zeiten: Die ganze Welt wird von Corona in die Knie gezwungen. Es ist schwer, den Betrieb in Schulen, Büros und anderen Räumen aufrecht zu erhalten. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Überwachung der Luftqualität. Hier kann und muss ein High-End-Bussystem wie LCN helfen. Die dafür eigens entwickelten Produkte überwachen die Luftqualität und fordern in mehreren Schritten zum Lüften auf. Der Einbau des LCN-Luftgüte Sets ist einfach und erfordert keine Erfahrungen mit Bussystemen. Der Installateur, der LCN schon kennt, kann mit dem LCN-GSA4 viel mehr: Er kann nicht nur die Lüftung und Klimatisierung vollautomatisch betreiben sondern auch in der Visualisierung (LCN-GVS) Diagramme aufzeichnen, Push-Meldungen verschicken und Vieles mehr.‣ weiterlesen

Anzeige

Nicht nur in der aktuellen Zeit, sondern bereits seit längerem suchen Endverbraucher verstärkt nach Produkten und Lösungen, die dazu beitragen, Gefahren durch Bakterien und Allergene zu reduzieren. Ein Bereich, den dies u.a. betrifft, sind Klima- und Lüftungsanlagen die in Gebäuden eingesetzt werden.‣ weiterlesen

Anzeige

Mithilfe intelligenter Sensorik wird schlechte Luft und ein ungesundes Raumklima vermieden. Gerade in Räumen, in denen sich viele Menschen aufhalten, wird so die Ansteckungsgefahr durch Grippe- oder Covid19-Viren verringert. Gleichzeitig wird ein Raumklima für besseres und konzentrierteres Arbeiten und Lernen geschaffen. Aerosol-Multisensoren wie die von Steinel sorgen durch eine permanente Analyse für messbar gute Raumluft.‣ weiterlesen

Anzeige

Im Herbst letzten Jahres wurde Europa von der zweiten Corona-Welle erfasst. Durch die niedrigen Temperaturen verlagerte sich das Leben zunehmend in geschlossene Räume, wo das Infektionsrisiko deutlich höher ist als im Freien. Eine wichtige Rolle dabei spielen virushaltige Aerosole. Die winzigen schwebenden Tröpfchen können sich über mehrere Meter verbreiten. Um das Infektionsrisiko in Räumen zu reduzieren, sind CO2-Messgeräte und raumlufttechnische (RLT)-Anlagen hilfreich – diese werden derzeit vom Bund gefördert.‣ weiterlesen

Anzeige

Seit 2019 arbeitet die Schrobsdorff Bau AG im Berliner Bezirk Spandau an dem Bauvorhaben Waterkant und errichtet hier ca. 1000 neue schlüsselfertige Wohnungen – alle mit dezentralen Lüftungen ausgestattet. Ein Highlight setzen dabei 1600 Abschlusselemente für die Lüftungskanäle an den Außenwänden. Dabei kommt im aktuellen Bauabschnitt das neue Lunotherm-S von Lunos Lüftungstechnik zum Einsatz. Aufgrund der gewichtsreduzierten Bauart kann das schmale Abschlusselement platzsparend direkt in die Dämmung integriert werden, was zu einer angenehmen Fassadenoptik ohne störende Lüftungsgitter beiträgt. Gleichzeitig verhindert die spezielle Konstruktion das Eindringen des Lärms der anliegenden Hauptverkehrsstraße. Das geringe Gewicht und der einfache Steckmechanismus tragen außerdem dazu bei, die Einbauten in der Wand nicht zu beeinträchtigen.‣ weiterlesen