Anzeige

Exakte Messwerte beim Energieverbrauch

Alternative Energiequellen sind auf dem Vormarsch. Eine stetig steigende Anzahl öffentlicher, gewerblicher aber auch privater Investoren setzen auf die Effizienz von Umweltwärme aus der Luft, dem Erdreich und dem Wasser. Aktuell erlebt die Wärmepumpe einen Boom. In energiesparenden Passivhäusern haben sich kleine Wärmepumpen besonders in Lüftungskompaktgeräten bereits bewährt.

Die Wärmepumpe entzieht ihrer direkten Umgebung, z.B. der Erde oder der Außenluft, Wärme, die auf ein höheres Temperaturniveau angehoben und zum energiesparenden Heizen und Warmwasserbereiten genutzt wird. Ihr Prinzip funktioniert wie ein herkömmlicher Kühlschrank, der den eingelagerten Lebensmitteln ihre innere Wärme entzieht und diese auf seiner Rückseite wieder an den Raum zurück gibt. Wärmepumpen nutzen u.a. die natürliche Umweltwärme und können auch in Kombination mit Sonnenkollektoren eingesetzt werden.

Aktuelle Felduntersuchung gestartet

Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE hat zusammen mit verschiedenen Herstellern und Energieversorgern eine vierjährige Felduntersuchung zum Thema ‚Wärmepumpen in Niedrigenergiehäusern‘ gestartet. Gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium soll das Projekt klären, wie effizient Wärmepumpen in Gebäuden aktuellen Standards sind und ob sie eine nachhaltige Alternative zu fossilen Energieträgern bieten. Bis zum Sommer 2010 werden die Fraunhofer Forscher insgesamt 140 Wärmepumpen von sieben Herstellern in Einfamilienhäusern über jeweils zwei Heizperioden und einen Sommer im Feldversuch vermessen. Der Schwerpunkt der Untersuchung ist die Entwicklung optimierter Konzepte für energetisch gut bis sehr gut ausgeführte Wohngebäude. Die Messdatenerfassung erfolgt über ein Embedded System. Dabei wird der PC als Datenlogger verwendet. Minütlich wird das gesamte Systemverhalten erfasst: die wichtigsten Temperaturen, Durchflussmengen, Wärmeströme und natürlich die Stromverbräuche der Hilfsantriebe. Über ein GSM-Modem ist die Messwerterfassung fernadministrierbar, und die Daten werden per GPRS an das Institut übertragen. Aufgrund dieser detaillierten Messung kann so nicht nur eine Energiebilanz aufgestellt, sondern auch das Betriebsverhalten aus- und bewertet werden. Das bietet allen Beteiligten die Möglichkeit, Schwachstellen zu erkennen und ihre Produkte zu optimieren.

Exakte Messerwerte aufgrund zuverlässiger Zähler

Um eine erfolgreiche Untersuchung durchführen zu können, sind exakte Messwerte die Grundlage jeder Auswertung. Im Bereich Energie verlässt sich das Fraunhofer ISE hier auf die langjährige Erfahrung von Saia-Burgess. Der Stromverbrauch der elektrischen Hilfsantriebe für die Wärmepumpen wird hierbei aufgeschlüsselt erfasst. Dabei kommen die einphasigen Wechselstromzähler AAD 5 (32)A und die dreiphasigen Drehstromzähler AAE3 10 (65)A von Saia-Burgess zum Einsatz. Der Vorteil dieser Hutschienenzähler ist ihre schmale Bauart. Die Wechselstromzähler sind mit einer Baubreite von nur einer TE (Teilungseinheit), d.h. 17,5mm, sehr kompakt und bieten dadurch ein hohes Maß an Flexibilität beim Einbau. Mit 70mm (vier TE) ist auch der Drehstromzähler sehr schmal gehalten. Dadurch können deutlich kleinere Zählerkästen zum Einsatz kommen, in denen problemlos mehrere Wechsel- und Drehstromzähler untergebracht werden können. Auch der nachträgliche Einbau der Zähler in bereits vorhandene Zählerkästen wird durch die geringe Baubreite vereinfacht. Ausschlaggebend bei der Wahl der Zähler war auch die Genauigkeitsklasse 1 und die PTB-Zulassung. Bei dieser Prüfung werden die Zähler u.a. unter Einflussfaktoren wie Temperatur, Feuchte, Erschütterungen, Änderungen der Spannungsversorgung und elektromagnetische Felder geprüft. Bei den technischen Prüfungen, zu denen in zunehmendem Maße auch Softwareprüfungen gehören, wird untersucht, ob die Bedien-, Anzeige- und Abdruckfunktionen den Anforderungen genügen und das Gerät ausreichend gegen Bedienungsfehler und Manipulationen geschützt ist. Somit sind die Zähler von Saia-Burgess auch für eichpflichtige Messungen zugelassen.

Kasten: Individuelle Elektrizitätszähler für präzises Energiemanagement
Für den Strombereich bis zu 65A bietet Saia-Burgess kompakte Stromzähler für die DIN-Schiene mit der Genauigkeitsklasse 1, PTB-zugelassen und eichfähig. Mit einer Baubreite von nur 17,5mm bei den Einphasen-Zählern und 70mm bei den Dreiphasen-Zählern können die Zähler ohne Aufwand auf die DIN-Schiene aufgeklippst werden. Eine vollständige Verwaltung und Visualisierung ist u.a. über Saia PCD-Steuerungen, sowie den darin integrierten Webserver, möglich. Die Übertragung der Zählerdaten via Modems, TCP/IP und alle anderen herkömmlichen Protokolle erleichtert das Handling der gesammelten Daten.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Ab März 2021 ist es soweit: Die ersten Geräte mit dem neuen Energielabel sind im Handel erhältlich. Die auffälligste Neuerung ist die geänderte Effizienzklassen-Skala. Statt wie bisher meist von A+++ bis D reicht sie dann von A bis G. Die Initiative Hausgeräte+ erklärt die wichtigsten Änderungen.‣ weiterlesen

Anzeige

Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie fanden die diesjährigen Vorstandswahlen der EEbus Initiative e.V. im Rahmen der 12. Mitgliederversammlung am 30. Oktober virtuell statt. Dabei wurde der bisherige Vorsitzende Peter Kellendonk in seinem Amt bestätigt.  ‣ weiterlesen

Anzeige

Deutschland ist nach wie vor weit von den vereinbarten Klimaschutzzielen für 2020 entfernt. Dies liegt auch an den geringen Fortschritten im Bereich der Energieeffizienz. Laut den Zahlen des aktuellen Fortschrittsberichts zur Energiewende hat sich der Primärenergieverbrauch 2017 gegenüber 2008 lediglich um 5,5 Prozent verringert. Der politisch vorgegebene Zielwert für 2020 liegt bei einem Minus von 20 Prozent, 2050 sollen es 50 Prozent weniger sein.‣ weiterlesen

Anzeige

Das Thema Klimaschutz ist präsenter denn je und immer mehr Strom wird aus erneuerbaren Energien gewonnen. Auch die Elektrifizierung, vor allem im Bereich Mobilität, schreitet immer weiter voran: Die Nutzung von Elektroautos statt kraftstoffbetriebener CO2-Schleudern ist stark im Trend. Doch Strom produziert sich nicht von selbst und der Ertrag aus erneuerbaren Energien reicht immer noch nicht aus, um den Gesamtbedarf zu decken.‣ weiterlesen

Für die energieeffiziente Klimasteuerung von Gebäuden ist leistungsstarke Sensorik eine Grundvoraussetzung. Gegenüber separaten Modellen für jeden einzelnen Messwert bietet Kombisensorik deutliche wirtschaftliche Vorteile, denn sie senkt den Montage- und Verkabelungsaufwand erheblich. Busfähige Ausführungen verstärken diesen Effekt.‣ weiterlesen

Sieben Unternehmen der Elektro-, Klima- und Solarbranche appellieren an die Bundesregierung und das Parlament, das enorme Potenzial der deutschen Energiewende jetzt zu steigern. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige