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Erfolgsfaktor
Energiespeichersysteme

Optimierter Eigenverbrauch um bis zu 70 Prozent

ESS-Stromspeicher von LG Chem fördert maximale Transparenz und Kostenkontrolle

Die Energiewende schreitet weiter voran, der Bedarf an erneuerbaren Energien steigt: War der Absatz im Bereich Photovoltaik (PV) in den letzten Jahren rückläufig, schaffen innovative Energiespeichersysteme (ESS) nun neue Potenziale für den Markt. Insbesondere für private Anwender bieten sich hier interessante Anknüpfungspunkte – wie das aktuelle Projekt eines der führenden Energiespeicherhersteller LG Chem zeigt. Im Rahmen dessen wurde bei einem Eigenheimbesitzer in Schwerte eine Photovoltaik-Anlage mit einer Kapazität von fünf Kilowatt Peak, ein 6,4 Kilowattstunden Energiespeichersystem und ein Gleichstrom zu Wechselstrom-Wechselrichter installiert. Als Resultat kann der Anwender seinen Tagesenergiebedarf selber erzeugen und in dem LG Chem-System RESU6.4EX speichern.
Energie für den eigenen Verbrauch aus der Sonne gewinnen – was sich vor zwanzig Jahren noch wie eine Idee aus einem Science-Fiction Roman las, ist heute schon lange kein Traum mehr. Laut einer Erhebung des Fraunhofer ISE waren Ende 2015 deutschlandweit Photovoltaik-Module mit einer Nennleistung von rund 40 Gigawatt installiert, verteilt auf circa 1,5 Millionen Anlagen. Damit deckte PV mit einer geschätzten Stromerzeugung von 38,5 Terawattstunden etwa 7,5 Prozent des nationalen Netto-Stromverbrauchs ab, Tendenz steigend. Hier zeigt sich: Die Energiewende ist längst in den Köpfen der Deutschen angekommen. Inzwischen sind auch Eigenheimbesitzer zunehmend gefragt, die Wende zu begleiten und voranzubringen, so wie Detlef Krischek. Der Hauseigentümer aus Schwerte installierte im vergangenen Jahr eine neue Photovoltaik-Anlage mit angeschlossenem Energiespeichersystem. Resultat sind eine Optimierung des monatlichen Eigenverbrauchs um bis zu 70 Prozent sowie eine Reduzierung der laufenden Energiekosten.

Ein Blick auf die Ausgangssituation

Das Thema Energieeffizienz durch erneuerbare Energien spielt für Detlef Krischek bereits seit einigen Jahren eine große Rolle. 1998 hatte sich die Familie für eine Solar-Warmwasseranlage entschieden. „Wir haben gute Erfahrungen mit Sonnenenergie gemacht und uns stetig auf dem Laufenden gehalten, welche neuen Möglichkeiten sich hier für uns bieten“, erzählt er. Im Rahmen einer Dachsanierung seines in den 1960er Jahren errichteten Haus, entschied sich Krischek daher, eine neue Photovoltaik-Anlage mit Heimspeichersystem zu installieren. Ziel war zum einen eine verbesserte Nutzung des erzeugten Stroms für den Eigenbedarf. Zum anderen strebte die Familie Kostenreduzierungen bezogen auf den jährlichen Energiebedarf von rund 5.500 Kilowattstunden an, der bisher vollständig aus dem Netz des lokalen Energieversorgers bezogen wurde. Bei der Wahl des Partners für das Projekt fiel die Entscheidung auf den vor Ort ansässigen Installateur Jörg Tappeser. Der Unternehmer hatte sich vor acht Jahren auf das PV-Geschäft spezialisiert und eines der ersten dreiphasigen Speichersysteme in Deutschland implementiert. Aufbauend auf einer umfassenden, wirtschaftlichen Kosten-Nutzen-Analyse, in deren Rahmen auch der jährliche Energieverbrauch für verschiedene Verbraucher eruiert wurde, entwickelte Tappeser ein maßgeschneidertes Konzept für seinen Kunden: Dieses sah eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistungskapazität von fünf Kilowatt Peak vor. Um den Anforderungen an eine weitgehend autarke Energieversorgung gerecht zu werden und den gewonnenen Strom für den Eigenbedarf zu nutzen, empfahl Tappeser zudem, das Energiespeichersystem RESU6.4EX von LG Chem anzuschließen. „Wir arbeiten bereits seit 2014 mit LG Chem zusammen und haben durchweg positive Erfahrungen mit den Systemen des Herstellers gemacht“, erläutert Jörg Tappeser. „Das Energiespeichersystem für Privatanwender, der RESU6.4EX, überzeugt durch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Wir haben seit der Produkteinführung im letzten Sommer mehr als 30 Systeme verbaut. Ausgelegt für eine Kapazität von 6,4 Kilowattstunden, unterstützt der Speicher eine elektrische Ladung von 126 Amperestunden – und ist somit optimal auf den Speicherbedarf eines Einfamilienhauses ausgelegt.“

Innerhalb eines Tages installiert und in Betrieb genommen

„Die Installation einer PV-Anlage mit angeschlossenem Speicher muss vor allem eines sein: Sie muss sich schnell umsetzen lassen und darf keine unnötigen Komplikationen verursachen“, erläutert Jörg Tappeser. Um dies zu gewährleisten, übernahm der Installateur im Rahmen des Projekts die Koordination aller beteiligten Gewerke wie Dachbau und Elektroinstallation. Das Ergebnis: Alle Arbeiten wurden optimal auf das PV-/ESS-Projekt abgestimmt. Besondere Aufmerksamkeit galt der Notstrom-Absicherung, die im Konzept vorgesehen war. Da laut VDE (Verband der Elektrotechnik) bei Ausfall der regulären Stromversorgung alle Erzeugungsanlagen vom Netz abgekoppelt werden müssen, entwickelte Tappeser ein flexibles Lösungskonzept rund um die Photovoltaik-Anlage sowie das Energiespeichersystem von LG Chem: Fällt die Stromversorgung über den Netzbetreiber aus, koppeln sich die Systeme automatisch ab. Die lokalen Stromverbraucher werden dann direkt aus der PV-Anlage oder über den RESU6.4EX versorgt. Um den Aufwand und die Einschränkungen für die Bewohner des Hauses am Rande des Schwerter Waldes möglichst gering zu halten, erfolgte die Installation des Lösungskonzeptes schnell und unkompliziert innerhalb eines Tages. Die Montage der PV-Module der Firma LG Solar realisierte Jörg Tappeser nach der Instandsetzung des Daches in wenigen Stunden und in bester Sonnenlage. Das ESS wurde platzsparend im Keller verbaut. Auch hierbei überzeugte die LG Chem-Lösung und wurde den Anforderungen des Installateurs und des Endkunden vollends gerecht. Durch seine kompakten Maße (40 x 66 x 16 Zentimeter) und ein Gewicht von gerade einmal 60 Kilogramm ließ sich das System problemlos und ohne bauliche Maßnahmen integrieren. Um die Inbetriebnahme noch am gleichen Tag zu gewährleisten, wurden der RESU6.4EX sowie der Wechselrichter der Firma Nedap direkt an das Stromnetz angeschlossen. „Photovoltaik-Anlage, Energiespeichersystem und Wechselrichter bilden ein effizientes Gesamtkonzept – und ermöglichen der Familie Krischek größtmögliche Flexibilität“, erklärt Santiago Senn, Director Energy Storage Systems bei LG Chem Europe. „Über Tag wird die über die PV-Anlage gewonnene Energie zunächst aktiven Verbrauchern im Haushalt zugeführt. Überschüssige Energie geht anschließend in das Energiespeichersystem und wird dort für 24 Stunden gespeichert. So ist der über Tag erzeugte Strom auch in den Abend- und Nachtstunden verfügbar.“ Dafür wird der generierte Gleichstrom (DC) zunächst in Wechselstrom (AC) umgewandelt. Anschließend kann er wie gewohnt aus der Steckdose bezogen werden. Ist die Batterie vollständig geladen und wird kein weiterer Strom im Haushalt benötigt, speist das System die Restenergie ins lokale Versorgungsnetz ein. „Auch, wenn die Photovoltaik-Anlage und das Speichersystem erst seit einigen Monaten in Betrieb sind: Wir sind sehr zufrieden und froh, dass wir uns für die Installation entschieden haben“, erzählt Detlef Krischek. „Bei optimaler Auslastung der PV-Anlage im Sommer verteilt sich die erzeugte Energie zu jeweils einem Drittel auf die drei Verbrauchswege Eigenbedarf, Speicher und Stromnetz.“ Durch den Anschluss des Wechselrichters ans Internet kann der Hausbesitzer seinen Stromverbrauch per Computer oder Tablet das ganze Jahr lang mitverfolgen. Der Anwender erhält dadurch maximale Transparenz über seinen Bedarf. „Ich schaue alle paar Tage wie sich unser Stromverbrauch entwickelt“, ergänzt Krischek. „Wir haben einen viel besseren Überblick gewonnen, welches die größten ‚Stromfresser‘ in unserem Haushalt sind und haben unser Nutzungsverhalten entsprechend angepasst. Dadurch haben wir bereits viel Geld gespart.“

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