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Energieeffiziente Beleuchtung: Gegenwart und Zukunft

LED, Halogen oder Energiesparlampe – geht es um energieeffiziente Beleuchtung, kann der Verbraucher heute auf vielfältige Technologien zurückgreifen. Da die herkömmliche Glühlampe 95% der zugeführten Energie in Wärmestrahlung und nur 5% in sichtbares Licht umsetzt und somit das Gegenteil von Energieeffizienz definiert, wird sie durch die EU-Verordnung 244/2009 in den Ruhestand geschickt.
Bis zum Jahr 2016 werden die Mindestanforderungen an die Energieeffizienz von Leuchtmitteln schrittweise angehoben. Leuchtmittel, die nicht mindestens der Energie-Effizienzklasse B genügen, werden nach und nach vom Markt genommen. Nach der 100W-Glühlampe, der 75W-Glühlampe sowie allen mattierten Lampen wird nun in der dritten Stufe der EU-Verordnung ab dem 1. September 2011 auch die 60W-Glühlampe aus den Verkaufsregalen verschwinden. Den meisten Verbrauchern sind die Vorteile von LED- und Energiesparlampen – das verbesserte Preis-Leistungsverhältnis, eine längere Lebensdauer, die deutlich günstigere Energiebilanz und ein flächendeckendes Rücknahmesystem für ausgediente Lampen – mittlerweile bekannt. Einer repräsentativen Emnid-Umfrage zufolge, die Anfang 2011 im Auftrag der Initiative ‚Sauberes Licht, sauber recycelt.‘ durchgeführt wurde, werden die Verbraucher im Herbst zwei von drei 60W-Glühlampen durch Energiesparlampen ersetzen. Demnach ist diese das beliebteste energieeffiziente Leuchtmittel der Gegenwart.

Die Energiesparlampe

Eine Energiesparlampe verbraucht bis zu 80% weniger Energie als eine vergleichbare herkömmliche Glühlampe. So können bereits mit dem Austausch einer einzigen herkömmlichen 60W-Glühlampe gegen eine ungefähr gleich helle 11W-Energiesparlampe jährlich 32kg CO2 eingespart werden. Wenn alle deutschen Haushalte 60% ihrer Leuchten mit Energiesparlampen ausstatten, würde dies den jährlichen CO2-Ausstoß um 4,5Mio.t vermindern. Betrachtet man den gesamten Lebenszyklus eines Leuchtmittels, werden die Vorteile der Energiesparlampe besonders deutlich. Umgerechnet auf ihre durchschnittliche Lebensdauer von mehr als 10.000h beträgt der Energieeinsatz, der für die Herstellung einer Energiesparlampe benötigt wird, mit 4kWh weniger als die Hälfte der Energie, die für die Herstellung einer entsprechenden Menge von herkömmlichen Glühlampen benötigt wird. Auch bei der Entsorgung liegen die Vorteile auf der Hand, da eine Energiesparlampe bis zu 15 herkömmliche Glühlampen überlebt. Und während letztere einfach in den Hausmüll wanderten, sind Energiesparlampen recycelbar, das heißt ihre Wertstoffe und die in geringem Maß enthaltenen Schadstoffe können weiter verwertet bzw. fachgerecht entsorgt werden. Die Energiesparlampe ist aufgrund ihrer langen Lebensdauer und dem hohen Energiesparpotenzial die derzeit wirtschaftlichste Lösung unter den energieeffizienten Leuchtmitteln. Für besondere Anwendungen und Wohnbereiche bieten Halogen- und LED-Lampen alternative energieeffiziente Lösungen an.

Die Halogenlampe

Halogenlampen produzieren ein klares, warm-weißes Licht und eignen sich daher insbesondere für Einsatzorte, wo eine hohe Lichtqualität benötigt wird, wie z.B. in der Küche oder der Leseecke. Allerdings haben sie mit ca. 2.000h die geringste Lebensdauer der drei energieeffizienten Licht-Technologien. Zudem sind Halogenlampen Temperaturstrahler, das heißt sie setzen den Großteil der zugeführten Energie in Wärme um und bieten im Vergleich zur herkömmlichen Glühlampe ein Energiesparpotenzial von nur 20 bis 30%. Damit wird sie den ab dem 1. September 2016 geltenden Energieeffizienzkriterien nicht mehr genügen und aus dem Handel genommen werden. Allerdings ist die Entwicklung von effizienteren Modellen auch hier in Arbeit, sodass man sich wohl auch in Zukunft an dem hochwertigen Licht aus Halogenlampen erfreuen kann.

Die LED-Lampe

Zwar sind LED-Lampen in der Anschaffung derzeit noch etwas hochpreisiger, überzeugen aber mit einem Energiesparpotenzial von bis zu 90% gegenüber den herkömmlichen Glühlampen und einer Lebensdauer von bis zu 50.000h. Umgerechnet auf die Ersparnisse, die sich aufgrund von Energieeffizienz und Langlebigkeit ergeben, lohnt sich die Einrichtung von LED-Qualitätssystemen deshalb schon heute. Darüber hinaus werden durch das qualitativ hochwertige, zuverlässige, dynamisch steuerbare sowie UV- und IR-freie Licht von LED-Lampen attraktive Mehrwerte bereitgestellt, die in die Rechnung einbezogen werden sollten. LED-Lampen geben sofort ein flackerfreies Licht und erreichen dabei eine gute Farbwiedergabe. Diese wird in Ra gemessen, wobei Ra 100 der Farbwiedergabe des natürlichen Sonnenlichts entspricht. Während die gegenwärtig erhältlichen LED-Lampen mit Ra 80 bis 90 gute Ergebnisse erzielen, sind die im Labor bereits erzielten Werte von Ra 98 vom natürlichen Sonnenlicht kaum noch zu unterscheiden.

Intelligente Beleuchtungskonzepte

Darüber hinaus eröffnen LEDs durch die Möglichkeit einer individuell abgestimmten, dynamischen Lichtsteuerung eine völlig neue Lichtqualität und vielfältige neue Anwendungsmöglichkeiten. Während sich mit ihren satten Farben wirkungsvolle Akzente setzen lassen, können mit dem Spiel zwischen Farbnuancen – theoretisch sind 16,7Mio. Farben möglich – Stimmungen und Gefühle gezielt aufgefangen oder unterstützt werden. Unempfindlich gegenüber Erschütterungen und Vibrationen, flexibel in Form und Farbe und kompakt in ihrer Größe eröffnen LEDs vielfältige, neue Einsatzmöglichkeiten für intelligente Beleuchtungskonzepte: von schmalen Lichtbändern, breit leuchtenden Flächen, ’sprechenden Wänden‘ über zielgerichtete Up- und Down-Lights ohne die Streuverluste diffuser Lichtquellen bis hin zu leistungsstarken Scheinwerfern und Spotlights. Nicht zu vergessen sind natürlich die sogenannten Retrofit-Lampen: LED-Lampen mit Schraub- oder Stecksockel für die handelsüblichen Fassungen. In der LED-Technologie steckt großes Entwicklungspotenzial, die Lichtausbeute der LEDs konnte bisher alle zwei Jahre verdoppelt werden. Mit weiteren technischen Fortschritten und einer breiteren Nachfrage nach energieeffizienten Leuchtmitteln ist zu erwarten, dass die gegenwärtig noch vergleichsweise hohen Anschaffungskosten für LED-Lampen in naher Zukunft fallen werden.

Die Vorurteile längst widerlegt

Die Vorbehalte aus der Anfangszeit der Technologie: Energiesparlampen seien gesundheitlich nicht unbedenklich, sie – genauso wie LED-Lampen – spendeten nur ein kaltes Licht usw., gehören aufgrund der technologischen Weiterentwicklung längst der Vergangenheit an. So sind Energiesparlampen bei normaler Anwendung völlig ungefährlich. Das in Kleinstmengen enthaltene Quecksilber kann vor, während und nach dem Betrieb nicht entweichen. Selbst wenn eine Lampe einmal zerbrechen sollte, besteht bei ordnungsgemäßer Entsorgung keine Gesundheitsgefahr. Auch sind LED- und Energiesparlampen heute in einer Vielzahl an Helligkeiten, Lichtfarben und Formen für jeden Geschmack, Anwendungsbereich und für jede der herkömmlichen Fassungen (E14, E27) erhältlich.

Worauf beim Kauf zu achten ist

Galt bei der herkömmlichen Glühlampe noch die Wattzahl als Richtwert für die Helligkeit, so ist bei den energieeffizienten Leuchtmitteln auf den Lumenwert (lm) zu achten: Je höher der Lumenwert, desto heller die Lampe. Zur Orientierung: Herkömmliche Glühlampen erreichten etwas mehr als 10lm/W. Um eine 60W-Glühlampe zu ersetzen, empfiehlt sich also eine LED- oder Energiesparlampe mit 600 bis 700lm – wofür bereits eine 11W-Energiesparlampe oder eine 8W-LED-Lampe ausreichen. Die Lichtfarbe wird in Kelvin (K) angegeben. Ein neutral-weißes Licht ähnlich der herkömmlichen Glühlampe erhält man bei ca. 4.000K, ein höherer Wert (ca. 6.500K) entspricht einem sachlichen Tageslicht-Weiß, das sich z.B. für die Beleuchtung von Arbeitsplätzen eignet. Behagliche Gemütlichkeit, z.B. in der Sofaecke, kann mit warm-weißem Licht (ca. 2.700K) erreicht werden. Wie bei allen Produkten gilt natürlich auch beim Kauf von LED- und Energiesparlampen grundsätzlich, die Unterschiede zwischen Qualitäts- und Billigprodukten zu beachten. Diese zeigen sich sowohl bei Sparleistung und Ökobilanz als auch bei Lichtqualität, Reaktionszeit und Funktion. Insbesondere hinsichtlich der Lebensdauer kann sich ein vermeintlich günstiges Angebot schnell als Fehlkauf erweisen. Die Informationen zu Helligkeit, Lichtfarbe, Lebensdauer, Schaltfestigkeit, Anlaufzeit oder z.B. der Dimmbarkeit müssen seit dem 1. September 2010 auf der Verpackung der Leuchtmittel angegeben werden.

Energiesparlampen und LEDs – nicht in den Hausmüll

Damit LED- und Energiesparlampen ihren Umweltnutzen in vollem Umfang entfalten können, müssen sie nach ihrem Gebrauch fachgerecht entsorgt werden. So können die in Energiesparlampen verwendeten Rohstoffe dem Wiederverwertungskreislauf zugeführt und die in geringen Mengen enthaltenen Schadstoffe sicher entsorgt werden. LEDs sind zwar frei von Schadstoffen, aufgrund der in ihnen verbauten elektronischen Bauteile müssen sie am Ende ihrer Lebensdauer jedoch als Elektroschrott entsorgt werden – wobei auch hier ein Teil der Rohstoffe der Wiederverwertung zugeführt werden kann. So wird über ihre Energieeffizienz und Klimafreundlichkeit hinaus auch ein Beitrag zur Schonung der Ressourcen und Minimierung der Schadstoffbelastung geleistet. Das nicht gewinnorientierte Unternehmen Lightcycle arbeitet gemeinsam mit dem Handel und den Kommunen kontinuierlich am Ausbau des Sammelstellennetzes. Mittlerweile gibt es ein bundesweites und flächendeckendes Netz von mehr als 6.000 Sammelstellen, die LED- und Energiesparlampen aus Privathaushalten kostenfrei entgegennehmen. Neben den kommunalen Wertstoff- und Recyclinghöfen können Altlampen auch über die mehr als 3.900 Sammelstellen im Handel, bei Handwerkern und im Elektro-Fachhandel entsorgt werden. Die nächstgelegene Sammelstelle finden Verbraucher ganz bequem im Internet unter www.lightcycle.de, indem sie einfach ihren Wohnort oder ihre Postleitzahl in die Suchmaske eingeben.

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