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Elektroinstallation der Zukunft

Eine moderne Elektroinstallation sollte übersichtlich, sicher, flexibel und erschwinglich sein. Doch in der Praxis werden Kabel noch immer sternförmig verlegt und versorgen Verbraucher von einer zentralen Unterverteilung aus. Hier ist grundsätzliches Umdenken nötig. Eine steckbare, dezentrale Installation führt zu preiswerten und sicheren Lösungen, die anpassungsfähig bleiben und gut dokumentiert sind. Damit sind auch Nutzungsänderungen und Modernisierungen von Gebäuden schnell durchzuführen.

Zukunftsweisendes Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden heißt, Gebäude ganzheitlich über deren gesamten Lebenszyklus zu betrachten. Der Elektroinstallation (etwa 5% der
Gesamtbaukosten) kommt hierbei eine wichtige Rolle zu. Die Basis-Elektroinstallation wird bis zu 40 Jahre genutzt, während Teile der Gebäudeautomation oft bereits nach ca. 15 Jahren modernisiert werden müssen. Dies führt vor Augen, welch hohe Bedeutung sowohl Ausstattungsgrad als auch Sicherheitsaspekte der Installation gewinnen. Leider ist das Bewusstsein bei Bauherren und Modernisierern für eine sichere und zukunftsfähige Elektroinstallation seit Jahren rückläufig, obwohl die Komfortanforderungen ständig steigen, stellt die Initiative Elektro+ fest. Elektroanlagen würden oft an ihrer Belastungsgrenze betrieben, es fehle an Schaltern, Steckdosen, Beleuchtungsauslässen, Kommunikationseinrichtungen und Stromkreisen. Dies sei auch eine Ursache für die hohe Rate von Gebäudebränden, die durch Schwelbrände der Elektroleitungen verursacht würden. (www.elektro-plus.com)

Gebäudetechnik effizienter installieren

Die industrielle Vorfertigung hat in den vergangenen Jahren die Effektivität am Bau enorm gesteigert. Auch die Elektroinstallation nutzt dieses Prinzip, um Kosten zu senken. Elektroleitungen moderner Büro- und Zweckgebäude werden in Boden-, Decken- oder Wandkanälen verlegt. Etagenverteiler werden entweder ab Werk fertig verdrahtet oder zumindest vom Elektriker vorkonfektioniert. Doch diese Art der Vorfertigung basiert überwiegend auf einer traditionellen Elektroinstallation und bedingt große Kabelführungssysteme, die die sternförmig verlegten Versorgungsleitungen aufnehmen. Verbraucher werden von einer zentralen Unterverteilung aus versorgt. Die vielen Klemmstellen einer konventionellen Elektroinstallation bergen außerdem unnötige Fehlerquellen. Hoher Zeitdruck oder gering qualifizierte Monteure verstärken diesen Effekt auf der Baustelle. Fehlersuche und Fehlerbeseitigung gehören zum Tagesgeschäft. Die Elektrobranche gibt sich hier ausgesprochen konservativ und unterschätzt die großen Vorteile, die neue Installationskonzepte bieten. Die strukturierte Energieverkabelung nutzt zum Beispiel Flachleitungen in unterschiedlichen Querschnitten. Einerseits reduziert dies die teuren Kupferkabelpakete auf ein vernünftiges Maß, andererseits können die Büro- und Arbeitsflächen beliebig umgestaltet werden. Mit den gesis NRG-Flachleitungssystemen von Wieland Electric stehen in diesem Bereich alle Möglichkeiten offen. Eine strukturierte Installation minimiert Brandlasten, erleichtert die Wartung und verbessert die Dokumentation erheblich. Sie bildet außerdem die Voraussetzung für eine flexibel anpassbare Raumautomation. Hier werden die Ein- und Ausgänge dezentral, also direkt im Raum, installiert. Das erspart unnötige Leitungen und schafft klare Strukturen. Das Sahnehäubchen ist aber die steckbare Installation: Hier folgt die Verkabelung den Ansprüchen der Nutzer und nicht umgekehrt. Bis zu 70% der Installationszeit und 30% der Gesamtkosten lassen sich einsparen. Seit Wieland Electric vor über 25 Jahren sein gesis CON-Steckverbindersystem etablierte, sind weltweit viele Gebäude mit diesem innovativen System ausgestattet worden. Insgesamt wurden bereits über 3,5Mrd. gesis-Kontakte und über 44Mio. Meter konfektionierte Leitungen erfolgreich installiert. Inzwischen bietet das steckbare System gesis eine breite Palette an Komponenten für moderne Elektroinstallationen in Zweckgebäuden. Die Komponenten werden üblicherweise vorkonfektioniert auf die Baustelle geliefert und brauchen vor Ort nur noch zusammengesteckt zu werden.

Dezentrale Gebäudeautomation direkt am Verbraucher

Um den Verkabelungsaufwand zu reduzieren und den Platzbedarf für die Unterverteilung zu minimieren, drängt sich die dezentrale Anordnung der Gebäudeautomationskomponenten – dicht am Verbraucher – geradezu zu auf. Dieses, ursprünglich bei der Entwicklung der genormten Bussysteme KNX oder LON erklärte Ziel, ist immer weiter aus dem Blickfeld gerückt. Anstatt den Verkabelungsaufwand zu minimieren, werden durch zentral platzierte Automatisierungsmodule die Kupferbergwerke im Gebäude eher noch verstärkt. Die durchweg für eine dezentrale Montage optimierten Wieland-Komponenten schaffen hier Abhilfe. Die Schaltaktoren gesis EIB V finden mit ihrer geringen Bauhöhe von 32mm auch in sehr beengten Zwischenräumen Platz und sind direkt steckbar für gesis CON ausgeführt. Eine höhere Flexibilität bietet die modular aufgebaute Geräteserie gesis EIB M2, die in abgehängten Decken oder aufgeständerten Böden integriert werden kann. Maximale Flexibilität wird mit der modularen Geräteserie gesis RM erreicht. Wieland setzt hier auf die offenen, herstellerunabhängigen Standards KNX und LON und deren Integration ins Ethernet. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die modularen, vorgefertigten Systemkomponenten können auf einfache Weise flexible, an die geforderten Funktionen angepasste, Lösungen realisiert werden. Diese können dann durch standardisierte Tools wie ETS, LonMaker und NL220 in Betrieb genommen werden. Das gesis RM Basismodul ist für die Gebäudebussysteme KNX und LON verfügbar, sodass das Bussystem bis zum Schluss wählbar bleibt. Mit ihm lassen sich verschiedene Steuerungsfunktionen für Schalt-, Jalousie-, Dimm- und HLK-Anwendungen individuell konfigurieren und steckbar in die Elektroinstallation integrieren. Die Geräteserie gesis RM bietet Erweiterungsmodule für nahezu alle Anwendungsgebiete der modernen Gebäudeautomation. Ob Binäreingänge oder die zukunftweisende, batterielose EnOcean-Funktechnologie, ob Schaltaktoren oder dimmbare Beleuchtungssteuerung (1-10V, Universaldimmer, DALI), ob Jalousieaktoren für 230VAC oder 24VDC oder auch die Ansteuerung von Ventilen, all diese Funktionen können mit dem System umgesetzt werden. Die gesis RM Module werden in Rangierverteiler gesis RAN eingebaut, die nur 55mm hoch sind und von Wieland individuell nach Kundenwunsch gefertigt werden. Hier sind auch weitere Elektronikkomponenten für die Gebäudeinstallation integrierbar, beispielsweise Spannungsversorgungen, HLK-Regeleinheiten, Reihenklemmen, Überspannungsschutz- oder Netzüberwachungsbausteine. Der Verteiler gesis RAN bietet somit eine flexible Lösung für die Umsetzung einer steckbaren, dezentralen Gebäudeautomation mit achsenorientiertem Konzept. Für die Bedienung per Funk stehen das gesis RC-System sowie die Funkeingänge aus der gesis RM-Reihe zur Verfügung. Die Bedientasten basieren auf der batterielosen EnOcean-Funktechnologie.

Steckbar installieren heißt sparen

Der konsequente Einsatz dieser Systeme reduziert nicht nur die Kosten. Eine strukturierte und sauber dokumentierte Elektroinstallation ist über die Gebäudelebenszeit außerdem einfacher zu warten. Die steckbare Elektroinstallation folgt dabei den heutigen modernen Planungsmethoden von Architekten und Elektroplanern. Immer mehr Architekten nutzen das Building Information Modeling (Gebäudedatenmodellierung), um zuverlässige und abgestimmte Informationen zu Gestaltungsumfang, Zeitvorgaben und Kostenentwicklung eines Bauprojekts zu bekommen. Diese Technologie zeichnet sich u.a. durch eine raschere Projektfertigstellung, bessere Koordinierung, geringere Kosten und höhere Qualität der Arbeit aus. Wieland Electric entwickelte für die Gebäudedatenmodellierung das Planungstool gesis Plan, mit dem aus den CAD-Gebäudedaten heraus Verdrahtungsentwürfe, Stück- und Preislisten usw. generiert werden können. gesis Plan prüft selbstständig die Strombelastung von Leitungen und deckt Fehler auf. Der Planer sieht in detailgenauen 3D-Ansichten sofort das Planungsergebnis am Bildschirm. gesis Plan ist kostenlos erhältlich und erleichtert die Planung steckbarer Elektroinstallationen.

Kasten:
Für alle Fälle über 5.000 Komponenten

Für die strukturierte, dezentrale und steckbare Elektroinstallation in Gebäuden bietet Wieland Electric ein breites Sortiment an Steckverbindern, Verteilern, Kabeln, modularen Geräteserien für die Gebäudebussysteme LON und KNX, Aktoren für Funksysteme sowie Installationsklemmen für Schaltschränke und Verteiler an. Nach dem Prinzip plug-and-play lassen sich alle Komponenten durchgängig stecken – kostensparend, sicher und fehlerfrei. Für verschiedene Anwendungsbereiche und Umgebungsbedingungen stehen jeweils optimierte Produktfamilien zur Verfügung, insgesamt über 5.000 verschiedene Komponenten. Unter dem Dach der Produktfamilie gesis CON werden Gerätesteckverbinder GST, Bussteckverbinder BST, Kombisteckverbinder EST und das Flachleitungssystem gesis NRG jeweils in verschiedenen Polzahlen zusammengefasst. Das Flachleitungssystem versorgt als zentrale Stromschiene aus dem Schaltschrank heraus die angeschlossenen Verbraucher. Die Leitungen mit Querschnitten von 2,5mm² bis 16mm² werden über Piercing-Technologie mit Spitzschrauben kontaktiert. Steckverbinder der Baureihe gesis Mini eignen sich speziell für den Einbau in engen Platzverhältnissen, also im Ladenbau, für Displays und im Möbelbau. Das System gesis IP+ mit Rundsteckverbindern RST ist in rauen Umgebungen mit erhöhtem Schutzgrad bis zu IP65/IP68 einsetzbar. Anwendungen finden sich vorzugsweise im Außenbereich z.B. in Parkhäusern, Gewächshäusern, Kellerräumen, Waschanlagen oder für den Baustromanschluss. Spezialbauteile wie der Adapter gesis TOP ergänzen das Portfolio. Mit diesem Adapter können Standardleuchten steckbar angeschlossen werden.

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