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Ein neues Lichtzeitalter: OLED

Die Lichtquelle der Zukunft heißt Organic Light Emitting Diode (OLED). Durch ihre biegsame und flexible Beschaffenheit eröffnet die organische Leuchtdiode für Architekten, Designer, Systemintegratoren und Planer völlig neue Anwendungsbereiche.
Der Aufbau der OLEDs besteht aus vielen organischen Materialschichten. Diese sind zwischen zwei Elektroden (Anode und Kathode) aufgebracht und nur wenige Nanometer dünn. Das Licht wird mittels organischer Elektrolumineszenz produziert. Bei diesem Verfahren wird Spannung an den Film aus den organischen Verbindungen angelegt. Die Ladungsträger (Löcher und Elektronen) werden von der Elektrode durch die Spannung injiziert. Der Austausch dieser Ladungsträger im organischen Film sorgt für die Lichtemission.

Großer Gestaltungsspielraum

Lichtdesigner und Architekten sind begeistert von den neuen Möglichkeiten, die diese Technologie ihnen eröffnet. Die dünne Bauform erlaubt Lichtlösungen mit extrem dünnen Elementen und einer hohen Lichthomogenität. OLEDs sind dimmbar bei konstantem Lichtstrom und gleichbleibender Lichtfarbe. Mögliche Anwendungen sind z.B. Lichtbänder zur Orientierung und Sicherheit oder für stimmungsvolle Beleuchtung. Experten schätzen, dass OLEDs in den nächsten Jahren auch verstärkt für großflächige Lichtlösungen eingesetzt werden, z.B. in der Shop- oder Museumsbeleuchtung und in Vitrinen für kostbare Ausstellungsstücke. Zurzeit sind sie vor allem in Designerleuchten zu sehen.

Praxisnaher Durchbruch

Vor kurzem vermeldeten BASF und Philips einen praxisnahen Durchbruch in der Entwicklung der OLED-Technologie. Die Technologie kann in Autodächer integriert werden. Die OLEDs sind in ausgeschaltetem Zustand durchsichtig und ermöglichen dadurch einen freien Blick nach draußen. Auf Knopfdruck beleuchten sie das Fahrzeuginnere. Dieses OLED-Beleuchtungskonzept für Autodächer ist das Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit zwischen BASF und Philips bei der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der OLED-Module.

Höchste Effizienzwerte für flexible OLED

Forscher von Osram stellten nun im Labor eine etwa elf mal drei Zentimeter große, weiß leuchtende flexible OLED her, die pro Watt elektrische Leistung 32lm Licht liefert. Damit ist sie bereits effizienter als eine Halogenlampe. Die hohe Effizienz von 32lm/W erreichten die Osram-Forscher unter anderem durch ein spezielles Design der aufgedampften elektrischen Kontakte. Gemessen wurde der Rekordwert unter möglichst anwendungsnahen Bedingungen an einem großflächigen Muster und ohne Linsen oder andere Maßnahmen zur Steigerung der Lichtausbeute.

Lukrativer Zukunftsmarkt

Die Entwicklung von OLED-Technologie befindet sich noch in den Anfängen, aber die Forscher sind auf einem guten Weg – dies zeigen die genannten Beispiele eindrucksvoll. Ein weiterer Beleg: Die Wissenschaftler und Unternehmer Prof. Dr. Karl Leo (TU Dresden, Fraunhofer Institut IPMS), Dr. Jan Blochwitz-Niemoth (CSO Novaled AG) und Dr. Martin Pfeiffer (CTO Heliatek GmbH) haben kürzlich für Ihre Forschung im Bereich organischer Elektronik den Deutschen Zukunftspreis erhalten, der mit 250.000 Euro dotiert ist. Es lässt sich nur erahnen, welche Potenziale in dieser Technologie stecken. Die Fachwelt ist sich einig, dass organische Leuchtdioden ihren Siegeszug weiter fortsetzen werden. Die ersten Erfolgserlebisse sind bereits in Kürze auf der Light+Building in Frankfurt am Main vom 15. bis 20. April zu sehen.(hsc)

www.gebaeudedigital.de

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