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Eigenverbrauch:
Hausbesitzer als Stromerzeuger

Das Thema Eigenstrom ist derzeit in aller Munde. Wie kann ich mich vom steigenden Strompreis unabhängig machen, wie kann ich die Netze entlasten und meinen sauberen Strom selbst herstellen, nutzen und vor allem speichern? Wichtige Fragen, die nicht erst seit den Unsicherheiten bei der Einspeisevergütung aus dem EEG und seit dem beschlossenen Atomausstieg unter den Verbrauchern diskutiert werden. Das Allgäuer Solar-Unternehmen Azur Solar bringt im Herbst ein Eigenstromsystem auf den Markt, das verspricht, auf alle diese Fragen eine Antwort zu haben.
Das Eigenstromsystem Azur Independa beherrscht das technische Wechselspiel zwischen Speichern, Eigenverbrauch und Einspeisen gleichzeitig wie derzeit kaum ein vergleichbares System. Das Herzstück des Eigenstromsystems ist der Azur-Energiemanager, der den Stromfluss im Haus komplett regelt. Je nach Verbrauchsverhalten der Hausbewohner kann das System den Solarstrom zum Direktverbrauch nutzen, im Keller speichern oder – bei vollem Speicher und Überproduktion – ins öffentliche Netz abgeben. Sollte das Speichersystem nachts leer sein, bezieht der Energiemanager automatisch Strom aus dem öffentlichen Netz. Er registriert sogar veränderte Lebensgewohnheiten (Verbrauchsgewohnheiten) und stellt das System darauf ein. Auch die Wettervorhersage soll künftig ins System einfließen. Über das Azur-Monitoring kann der Hausbesitzer über ein Touch-Display alle Daten der Anlage (Speicher, Eigenstromanteil, Einspeisung, Produktion der PV-Anlage) jederzeit z.B. auch im Wohnzimmer überwachen. Der Nutzen von Azur Independa für den Hausbesitzer ist unabhängig von der Höhe der Einspeisevergütung. Die Wirtschaftlichkeit des Systems ergibt sich aus den eingesparten Stromkosten. Und die werden für den Privatmann in den nächsten Jahren deutlich steigen, sind sie doch bereits im Schnitt bei rund 26ct/kWh angelangt.

Die Speichertechnik

Im ersten Schritt verwendet Azur Solar für sein neues Eigenstromsystem Blei-Gel-Akkus, weil sie das beste Preis-Leistungsverhältnis bieten, verlässig und sicher und für die Speicherung von Solarstrom am besten geeignet sind. Sie machen das Be- und Entladen mit, ohne Schaden zu nehmen. Der Batteriesatz ist galvanisch getrennt und wurde gemäß IEC61 427:2002-04 geprüft. Der Batteriehersteller ist zertifiziert nach DIN EN ISO14001:2009 und nach DIN EN ISO9001:2008, außerdem nach DIN 40744 und DIN 40742.

Vier Grundpakete erhältlich

Azur Independa kommt in der zweiten Hälfte im dritten Quartal 2011 auf den Markt. Seit dem 1. Juli wurde mit der Bestellannahme begonnen. Für den Start sind erst einmal 1.000 Systeme geplant. Independa ist ein integriertes System, die Batterie ist an den Energiemanager angeschlossen. Azur Solar bringt das Eigenstromsystem, das im ersten Schritt über Fachpartner vertrieben wird, in vier Grundpaketen mit verschiedenen Speichergrößen auf den Markt: In ‚S‘ 7,2kWh (2,07kWp); ‚M‘ 12kWh (kWp); ‚L‘ 16,8kWh (kWp) und ‚XL‘ 21,6kWh (8,28kWp). Der Lade- bzw. Entladewirkungsgrad beträgt rund 90%. Independa wird entweder in der Azur-Box (hochwertiger Design-Schaltschrank) oder auf einer speziellen Montageplatte vormontiert geliefert. Somit ist ein kompakter und unproblematischer Einbau im Haus (Keller) möglich. Die Größe des Systems ist abhängig vom Speicher. „Wir sind in der Zusammenstellung der Systemgrößen und -Einzelkomponenten flexibel. Die Rentabilität hängt von der Systemgröße sowie vom spezifischen Verbrauchsverhalten der Hausbewohner ab. Am Ende kann dies der Kunde bei uns frei entscheiden, mit welchen Schwerpunkten er seine Eigenstromanlage konzipiert haben möchte. Die aus unserer Sicht optimale Anlagengröße, also die Anzahl der Module und die Größe des Speichers, ermitteln wir mit den Kunden über unsere ebenfalls eigens entwickelte Software Azur Calc“, erklärt Azur-Solar-Geschäftsführer Bernd Sauter. Das Azur Independa-Paket ‚L‘ mit 6,21kWp beispielsweise, das für die meisten vierköpfigen Familien gut passt, kostet nach derzeitigem Stand 28.129 Euro (Endkundenpreis, netto). Aufgrund der direkten Umwandlung des Solarstroms (Gleichstrom) in den Solarspeicher gibt es so gut wie keine Umwandlungsverluste. Der Systemwirkungsgrad ist dynamisch, der Wirkungsgrad richtet sich nach dem Verbrauchsverhalten und der Komponentennutzung. Der Wirkungsgrad des Wechselrichters ins Speichersystem beträgt demnach rund 95%. Durchschnittlich wird ein Systemwirkungsgrad von 89% erreicht. Das Speichersystem lässt einen maximalen Depth of Discharge (DOD) von 50% zu. Im Durchschnitt liegt der DOD bei 3%, das heißt der Solarspeicher ist zu 70% voll. Bei 300 Zyklen pro Jahr hält das Batteriepaket rechnerisch 8,3 Jahre.

Jährlicher Check des Systems

Die Firma Azur Solar möchte ihren Kunden einen Wartungsvertrag für 250 Euro pro Jahr anbieten, der einen jährlichen Check des Systems, ein Update der Software sowie eine Garantie des Speichers beinhaltet. Demnach brauchen sich die Kunden um ihr Speichersystem keine Gedanken machen. Wie bei einer Langlaufgarantie fürs Auto erhalten die Hausbesitzer, die diesen Wartungsvertrag Jahr für Jahr bestätigen, einen kostenlosen Austausch des Speichersystems nach den besagten acht Jahren. „Wir werden für unser Azur Independa immer typengleiche Akkus auf dem neuesten technischen Stand verwenden. Diese bekommen die Kunden mit Wartungsvertrag dann auch in den zukünftigen Jahren eingebaut“, so Firmenchef Bernd Sauter weiter. Je nach Größe der Anlage sind es unterschiedliche Mengen von Batterien. Die Größen sind: S: vier Batterieblöcke, M: acht Blöcke, L: 24 Zellen, XL: 24 Zellen.

Individuelle Abstimmung

Besonderes Augenmerk bestand nach Angaben des Allgäuer Unternehmens von vorne weg auf eine ausgeprägte Kundenorientierung, welche eine genaue Abstimmung der Komponenten vorausgesetzt hat. Konkret bedeutet dies, dass Solargenerator, Energiemanager und Batteriespeicher optimal aufeinander abgestimmt sind. Daraus ergeben sich weniger Umwandlungsverluste, da die zu überwindenden Wegstrecken kompakt genutzt werden. „Dieses parallel mögliche Wechselspiel der Stromverteilung war uns bei der Entwicklung von Anfang an wichtig, denn davon profitiert der Hausbesitzer im Alltag“, so Azur Solar-Geschäftsführer Bernd Sauter weiter.

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