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Eigenverbrauch von Solarstrom

Wer sich für eine PV-Anlage auf dem eigenen Dach entscheidet, hat seit 2009 die Qual der Wahl: Seitdem besteht neben der Möglichkeit, den Solarstrom wie bislang ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen, auch die Alternative, ihn selbst zu nutzen. Hierfür gibt es ab sofort über einen Zeitraum von 20 Jahren eine staatlich garantierte Vergütung pro Kilowattstunde (kWh). Statt den Sonnenstrom also ins Netz einzuspeisen und für den eigenen Bedarf wiederum Strom aus dem Netz zu beziehen, können elektrische Geräte jetzt direkt mit dem eigenen Strom betrieben werden.
Die Vergütung fällt je nach Anlagengröße und Eigenverbrauchsanteil unterschiedlich aus. Für eine 5kWp-Anlage z.B. beträgt die Vergütung seit dem 1. Oktober 16,65ct/kWh, sofern der Eigenverbrauchsanteil unter 30% liegt. Wer mehr Strom selbst verbraucht, erhält auch einen höheren Vergütungssatz. Auf den ersten Blick bekommen Anlagenbetreiber für den Eigenverbrauch unterm Strich weniger als für die Netzeinspeisung (33,03ct/kWh). Doch auf den zweiten Blick wird erkennbar, warum sich Eigenverbrauch besonders lohnt. Der Durchschnittsstrompreis für Privatkunden liegt derzeit bei rund 23ct/kWh. Addiert man diesen Betrag zur Vergütung des selbst genutzten Stroms, spült jede Kilowattstunde knapp 40ct in die Haushaltskasse. Solarstrom, der nicht an Ort und Stelle verbraucht wird, wird weiterhin für 33,03ct ins öffentliche Netz eingespeist. Eigenverbrauch lohnt sich für jeden Haushalt und kommt für all jene in Frage, die ihre Anlage ab 2009 in Betrieb genommen haben. Selbst Solaranlagen, die bereits Strom ins Netz einspeisen, können umgestellt werden. Eine Umrüstung ist technisch unkompliziert und kostet häufig nicht mehr als rund 400Euro.

Wie funktioniert der Eigenverbrauch?

Neue Überwachungs- und Steuerungssysteme wie der IBC SolGuard helfen Verbrauchern, ihren Solarstrom optimal zu nutzen. Sie kombinieren das Monitoring von Photovoltaikanlagen mit einer gezielten Steuerung einzelner Haushaltsgeräte. Das System ermittelt über eine Funkverbindung mit dem Wechselrichter, wie viel Energie die PV-Anlage gerade erzeugt. So kann es jene Geräte, die viel Strom benötigen, optimalerweise dann einschalten, wenn besonders viel Solarstrom produziert wird. Anhand aktueller Wetterdaten, die der IBC SolGuard über eine Internetverbindung abruft, berechnet er die Sonneneinstrahlung für mehrere Stunden. Ist die Prognose positiv, startet das System automatisch den Eigenverbrauchsmodus und schaltet gezielt die Stromversorgung von vorprogrammierten Geräten wie Waschmaschine, Wäschetrockner oder Geschirrspüler zu. Dadurch kann der Einschaltzeitpunkt der energieintensiven Geräte genau in die Zeitspanne gelegt werden, in der die PV-Anlage am meisten produziert. Für den Verbraucher bedeutet das mehr Flexibilität: Dass Solaranlagen vor allem in der Mittagszeit viel Energie erzeugen, die meisten Menschen aber gerade dann nicht zu Hause sind, um zu waschen oder Geschirr zu spülen, ist jetzt kein Problem mehr. Die einfache Steuerung über den IBC SolGuard ermöglicht es Verbrauchern, auch dann Solarstrom zu nutzen, wenn sie gerade unterwegs sind. Dadurch kann es gelingen, einen Eigenverbrauchsanteil von über 30% zu erreichen. Wer diese Marke knackt, erhält vom Staat für jede weitere selbst genutzte Kilowattstunde Solarstrom eine Vergütung von etwa 21ct zusätzlich zu den eingesparten Stromkosten. Verbraucher können dadurch ihre Stromrechnungen deutlich senken und die Umwelt schonen. Zusätzlicher Nebeneffekt: Das System erfasst den Stromverbrauch und damit die Kosten einzelner Haushaltsgeräte. Dadurch lassen sich Energiefresser leicht identifizieren und gegebenenfalls eliminieren. Das Gerät wird voraussichtlich bis Ende des Jahres erhältlich sein. Die Eigenverbrauchsregelung soll eine dezentrale Stromversorgung fördern und die Netze entlasten. Dementsprechend können Solarstromproduzenten, die ihren Strom selbst nutzen, sogar mit höheren finanziellen Erträgen rechnen als solche, die ihren Strom ins Netz einspeisen. So verdienen z.B. Anlagenbetreiber einer 5kWp-Anlage, die 60% des Stroms selbst nutzen, rund 250Euro mehr im Jahr als durch die reine Netzeinspeisung. Allerdings ist ein derart hoher Eigenverbrauchsanteil nur bei Einsatz von besonderen technischen Komponenten wie Speichertechnologien und Verbrauchssteuerung möglich. Bei 30% Eigenverbrauch liegt der Vorteil immerhin noch bei etwa 96Euro, bei 15% bei etwa 48Euro pro Jahr.

Benutzerfreundliche Technik

So kompliziert die Technik im ersten Moment klingt, so einfach ist sie doch in der täglichen Handhabung: Einmal programmiert, ist das Überwachungs- und Steuerungssystem IBC SolGuard intuitiv und schnell via Touchscreen zu bedienen. Die Daten der Photovoltaikanlage werden grafisch leicht verständlich dargestellt von der erzeugten Energie über die aktuelle Einstrahlungsintensität bis zur Prognose anhand der Daten aus dem Internet. Um diese Informationen abzurufen, genügt ein Blick aufs Display; ein angeschlossener PC ist nicht notwendig, um sich einen Überblick über die Energieproduktion der Solaranlage oder den Energieverbrauch der Haushaltsgeräte zu verschaffen. Darüber hinaus behalten Nutzer auch die Leistung ihrer PV-Anlage im Auge. Sollte sie weniger Energie produzieren, als sie das bei den aktuellen Wetterdaten eigentlich sollte, meldet das Monitoringsystem dies, sodass Wartungsteams sich auf die Fehlersuche machen können. Das minimiert unnötige Ausfallzeiten. Alle Daten werden auf einer integrierten Speicherkarte gesichert und können via Funk zusätzlich in ein Internetportal eingespielt werden. Wer diese Seite das SolPortal von IBC Solar nutzt, kann nach einer kostenlosen Registrierung alle Informationen zu Stromerträgen, Eigenverbrauchsanteil oder Stromverbrauch bequem am Bildschirm einsehen. Marco Siller, Director Product Management bei IBC Solar, erklärt: „Mit dem IBC SolGuard können Betreiber von kleineren Photovoltaikanlagen, die den erzeugten Strom ganz oder teilweise selbst verbrauchen, trotz sinkender Einspeisevergütung noch sehr attraktive Erträge erzielen. So lohnt sich der Eigenverbrauch bereits ab einem Strombezugspreis von 16,4ct/kWh. Von diesem Wert an ist der Eigenverbrauch insgesamt profitabler als die Stromeinspeisung in das öffentliche Netz.“ Die Eigenverbrauchsregelung hat neben dem ökonomischen auch einen ökologischen Wert: Sie schafft in den einzelnen Haushalten sehr anschaulich ein Bewusstsein für Energie und Energieverbrauch. Marco Siller: „Anlagenbesitzer können so ein Gefühl dafür entwickeln, wie viel Strom ihre Geräte benötigen und wo Einsparpotenzial besteht. Dadurch wird nicht nur die private Stromversorgung grüner. Auch die Abhängigkeit von fossilen und atomaren Energieträgern verringert sich und wir gehen wieder einen Schritt weiter hin zur effizienteren Nutzung unserer Ressourcen.“

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