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Eigenverbrauch: Die neue Generation PV-Nutzung

Seit 2009 wird in Deutschland nicht nur die dezentrale Stromherstellung, sondern auch der verbrauchte Eigenstrom vergütet. Bis heute ist die deutsche Eigenverbrauchsregelung die einzige weltweit, die Anreize zur Eigennutzung des Photovoltaikstroms schafft. Durch intelligente Speichersysteme kann der Solarstrom gezielter genutzt werden. In dem Segment der Speichersysteme präsentiert sich die SolarWorld AG als Vorreiter und bietet bereits heute das Batterie-Speichersystem SunPac an.
Als im Jahr 2000 die Väter des heutigen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) die Grundlage für eine flächendeckende Nutzung der Photovoltaik und anderer erneuerbarer Energiequellen schufen, stand einerseits im Fokus, die Netzbetreiber zu verpflichten, den produzierten Ökostrom aus erneuerbaren Energien abzunehmen, und andererseits zu garantieren, dass der eingespeiste Strom für die Dauer von 20 Jahren mit festen Vergütungssätzen vergütet wird. Mit dem EEG, welches das seit 1991 gültige Stromeinspeisegesetz ablöste, wurden damit erstmalig Tarife für eine Vergütung von Ökostrom festgelegt. In den darauffolgenden zehn Jahren konzentrierten sich alle Photovoltaik-Systemhersteller, insbesondere auf dem deutschen Markt, fast ausschließlich auf den Vertrieb und die Entwicklung sogenannter netzgekoppelter bzw. On-Grid-Photo­voltaikanlagen. Die Herstellung von Off-Grid-Anlagen bzw. netzfernen Systemen lief, wenn überhaupt, nur als Nischenprodukt neben dem eigentlichen Geschäft. Vor zwei Jahren wurde mit der Aktualisierung des Gesetzes eine Richtungsänderung der Vergütung vorgenommen: Seit 2009 wird in Deutschland nicht nur die dezentrale Stromherstellung, sondern auch der verbrauchte Eigenstrom vergütet. Eigenstrom ist Solarstrom, der im Haus selbst produziert und genutzt wird. Damit wird der eigene Strom ohne Umwege über das öffentliche Stromnetz genutzt. Was einfach klingt, ist in Wahrheit eine relativ komplizierte Angelegenheit. Als im EEG eine Regelung zur Vergütung der Eigenstromnutzung hinzukam, betrat der Gesetzgeber Neuland auf dem Gebiet der Solar-Förderung: Bis heute ist die deutsche Eigenverbrauchsregelung die einzige weltweit, die Anreize zur Eigennutzung des Photovoltaikstroms schafft.

Lukrative Vergütung

Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz vergütet der Staat jede Kilowattstunde, die selbst produziert und verbraucht wird, mit derzeit 12,36ct/kWh. Liegt der Anteil des selbst genutzten Solarstroms bei mehr als 30% der gesamten auf dem Dach erzeugten Strommenge, steigt die Vergütung für jede Kilowattstunde, die über 30% liegt, sogar auf 16,74ct/kWh. Zusätzlich werden Stromkosten in Höhe des aktuellen Strompreises von ca. 25ct/kWh eingespart. Der nicht selbst verbrauchte Solarstrom wird weiterhin zu dem normalen Vergütungssatz in das öffentliche Netz eingespeist. Eigenverbräuche über 30% kann der durchschnittliche Endverbraucher erreichen, indem er seinen Verbrauch intelligent steuert, wenn z.B. Waschmaschine und Geschirrspüler um die Mittagszeit anspringen, wenn die Solaranlage ihre höchste Leistung liefert.

Intelligente Speichersysteme

Durch intelligente Speichersysteme kann der Solarstrom gezielter genutzt werden. In dem Segment der Speichersysteme präsentiert sich SolarWorld als Vorreiter und bietet bereits heute das Batterie-Speichersystem SunPac an. Mit dem SunPac hat das Unternehmen seit einigen Monaten als erster Anbieter ein System auf dem Markt, mit dem sich Sonnenstrom für den Abend und die Nacht speichern lässt. Bereits seit Ende vergangenen Jahres wurden erste Batteriesysteme installiert. Familie Heimen aus Kerpen gehörte zu den ersten, die sich die Batterie von etwa der halben Größe eines Kühlschranks in den Keller ihres Haus gestellt haben. Wie die Familie berichtet, sei der Umgang mit der Batterie für Laien unproblematisch.

Funktionsweise

Wie funktioniert der SunPac? Ein Stromzähler nutzt den Energiefluss zwischen Netz und Haushalt. Wird mehr Strom erzeugt als verbraucht werden kann, lädt das System die Batterie. Das intelligente System erfasst sowohl den PV-Zähler als auch Bezugs- und Einspeisezähler und liest diese aus. Anhand dieser Informationen entscheidet der im System enthaltene Sunny Backup also, wann die Batterie auf- bzw. entladen wird. Diese besitzt eine Gesamtladekapazität von 6,9kWh. Diese wird allerdings nicht vollständig dem Haushalt zur Verfügung gestellt, um eine lange Lebensdauer zu erzielen. Wenn das System voll aufgeladen ist, stehen im Haushalt nach Anbruch der Dunkelheit 3,45kWh nutzbare Energie zur Verfügung. Diese Energie reicht z.B., um Kühlschrank, Fernseher und PC zu betreiben. Bei Stromausfall liegt die nutzbare Energie bei 5,5kWh. Obwohl Lithium-Ionen-Batterien schon heute als energetisch effizienter gelten, steckt im SunPac ein Blei-Gel-Akku, da dies derzeit die wirtschaftlich-technisch sinnvollste Lösung darstellt. „Diese Technik hat sich über Jahre bewährt“, sagt Markus Grasser, Produktmanager SunPac bei der SolarWorld AG. „Lithium-Ionen-Akkus werden nach heutigem Stand der Technik vor allem im Fahrzeugbereich eingesetzt, da hier das Gewicht eine entscheidende Rolle spielt und der Kostenaspekt eher untergeordnet ist. Das ist bei einem Batteriesystem für den Haushalt genau umgekehrt. Hier sind neben möglichst niedrigen Kosten Motive wie Back-Up-Funktionalität und Sicherheit von Bedeutung.“

Automatische Umschaltung

Das SunPac-System unterscheidet sich nicht nur wegen seiner integrierten Back­upfähigkeit von anderen Systemen. Erkennt das System einen Stromausfall im öffentlichen Stromnetz, schaltet es innerhalb von 50ms auf Inselbetrieb um. Die verwendete Blockbatterie besitzt eine hohe Zyklenfestigkeit und Langlebigkeit. Mittels des im System enthaltenen Datenloggers ist eine Anbindung an das Suntrol-Portal möglich, welche eine umfassende Lösung zur Visualisierung und Überwachung der Solarstromanlage sowie dem SunPac-System darstellt.

Fazit

Das System hat sich bereits am Markt bewiesen und stellt somit eine solide Lösung zur Eigenstromerhöhung dar. Die intelligente Speicherung kann sich jederzeit rechnen. Denn wer einen möglichst hohen Eigenstromanteil hat, kann Strompreiserhöhungen gelassener entgegensehen als der Nachbar.

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