EEBus-Standard auf dem Vormarsch

BSI-konforme und sichere Heimvernetzung

Auf das sichere EEBus Vernetzungskonzept setzen nach den Herstellern weißer Waren jetzt auch die Automobilindustrie und die Heizungsbauer.
In der EEBus Initiative haben sich fast 60 weltweit namhafte Unternehmen und Verbände zusammengeschlossen, um einen sicheren und einheitlichen Kommunikationsstandard für die Vernetzung elektronischer Geräte zu entwickeln. Inzwischen setzen nahezu alle bedeutenden europäischen Hersteller von Weiße-Ware-Geräten auf das gemeinsame Datenmodell von EEBus und Energy@home. Das vergangene Jahr zeigt, dass sich mehr und mehr Branchen unter dem Dach der EEBus Initiative vereinen: So hat sich die Autoindustrie durch den Beitritt des VDA in die EEBus Initiative und Mitwirkung in deren Arbeitsgruppen zu dem Vernetzungskonzept EEBus bekannt. Ähnliches geschieht in der Heizungsbranche: Durch den Initiativen-Beitritt von Viessmann sowie des Wärme- und Kühltechnik-Spezialisten Danfoss zum Jahreswechsel ist nun die nächste wichtige Wirtschaftsbranche mit ihren marktführenden Unternehmen vertreten. Die weiteren Branchengrößen wie Bosch, Vaillant und Wolf sind bereits schon seit längerer Zeit in der EEBus Initiative aktiv und erarbeiten unter anderem aktiv HVAC (Heating-Ventilation-Air Conditioning) Inhalte im EEBus Standard.

Harmonisierung durch Kooperationen internationaler Allianzen

Möglich sind die Erfolge auch, weil die EEBus Initiative verstärkt mit anderen internationalen Partner-Allianzen kooperiert. Hierzu zählen beispielsweise das amerikanische Konsortium OIC (Open Internet Consortium) mit Mitgliedern wie Samsung, Intel, GE, Cisco, die führende italienische Allianz Energy@home (electrolux, Whirlpool etc.) und die führende französische Initiative Agora (Orange, Technicolor etc.). So entsteht ein schlagkräftiger Zusammenschluss von international führenden Unternehmen, die durch verbesserte Konnektivität gemeinsam das Internet der Dinge weiterentwickeln und sichere, offene, gewerke- und technologieübergreifende Standards erarbeiten. Gemeinsam mit Energy@home hat die EEBus Initiative bereits das Datenmodell für die Weiße Ware harmonisiert und in das European Smart Appliances Reference Framework überführt. Somit liegt heute ein abgestimmtes Datenmodell der Weißen Ware zur internationalen Standardisierung vor.

Vorhandene IP Infrastruktur nutzen

„Da quasi jede Immobilie heutzutage eine IP Infrastruktur bereitstellt, ist es sinnvoll, diese für die interoperable und domänenübergreifende Kommunikation der elektronischen Geräte zu nutzen“, sagt Marc Eulen von der EEBus Initiative. Die EEBus Initiative unterscheidet zwischen Inhalten (Datenmodell) – „Was übertragen wird“ – und dem Transport (Kommunikationswege) – „Wie es übertragen wird“. Das EEBus Datenmodell kann über viele Kommunikationswege bzw. Protokolle transportiert werden. Smart Home IP, kurz SHIP, ist einer dieser möglichen Kommunikationswege. SHIP ist das Konzept der EEBus Initiative, welches den sicheren Austausch des EEBus Datenmodells über die bereits im Haus vorhandene IP Infrastruktur ermöglicht. SHIP erfindet das Rad dabei nicht neu, sondern baut dabei auf existierenden RFCs von der Internet Engineering Task Force (IETF) auf, die sich einer hohen Verbreitung und damit auch einer breiten Implementations-Basis erfreuen. SHIP befindet sich aktuell in der Standardisierung: Das Protokollkonzept wurde bei der Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) vorgelegt und ist zum IEC PAS eingereicht. Für Endverbraucher hat dieser einheitliche interoperable Standard den Vorteil, dass sie die Produkte verschiedenster Hersteller in ihre schon bestehende IP-Heimvernetzung integrieren können. Etablierte Bestandstechnologien wie KNX, ZigBee, EnOcean etc. werden über Mappings mit dem EEBus Vernetzungskonzept kompatibel sein. Ziel der EEBus Initiative ist es nicht, diese zu verdrängen, sondern gemeinsam so viele Geräte wie möglich smart zu vernetzen.

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