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E-Check: Vorsorge statt Sorge

Der Umgang mit Strom kann zu einer (lebens-)gefährlichen Angelegenheit werden. Wohnungseigentümern, Hausbesitzern, Mietern und Gewerbebetrieben wird ein sicherer Schutz geboten: Die Prüfung elektrischer Anlagen und Geräte im Rahmen des E-Check reduziert die Schadensrisiken auf ein Minimum und spart zudem auch noch Geld.
Dass nach VDE-Norm seit dem 1. Oktober 1997 auch Wohnungen und privat genutzte Gebäude von der Prüfpflicht der elektrischen Anlagen nicht mehr ausgeschlossen sind, ist ein Faktum, dem sich Eigentümer, Vermieter und Mieter nicht länger verschließen sollten. Zwar bedeutet dies keine ausdrückliche Rechtspflicht, doch noch heute ist im Bewusstsein vieler Hausbesitzer und Mieter die Meinung verankert, die Elektroinstallation sei ‚auf alle Ewigkeit‘ ausgelegt. Die Sach- und Personenschäden und deren Entwicklungen der letzten Jahre zeigen jedoch, dass dies ein fataler Irrtum ist. Erst im November vergangenen Jahres ereignete sich ein tragischer Stromunfall, bei dem ein Kleinkind ums Leben kam. Ursache war die unfachmännische Installation einer Steckdose durch einen Laien. Die Untersuchungsbehörden waren sich darüber einig, dass eine Sicherheitsüberprüfung wie der E-Check die fehlerhafte Installation hätte aufdecken können.

Die Sicherheitslösung für den privaten Haushalt

Die ausschließlich von autorisierten Fachbetrieben der Elektroinnungen vergebene E-Check-Plakette dokumentiert, dass zum Zeitpunkt der Überprüfung und gegebenenfalls nach erfolgter Instandsetzung keine Sicherheitsmängel an den elektrischen Anlagen und daran angeschlossenen Geräten bestehen. So sind Familien und gerade Kinder, die die Gefahren von Elektrizität noch nicht einschätzen können, optimal geschützt, da die hohen Schadensrisiken wie elektrischer Schlag, Überspannung oder Brand mithilfe des E-Check minimiert werden. Er garantiert, dass die Elektroinstallation und die Elektrogeräte dem jeweils erforderlichen Stand der Sicherheitstechnik entsprechen und dass eventuell zuvor vorhandene gefährliche Mängel erkannt worden sind. Als ’sichtbarer Beweis‘ dienen die Plakette sowie das nach Beendigung des E-Check überreichte Prüfprotokoll.

Prämienvorteile bei Versicherungen

Des Weiteren sichert der E-Check den Eigentümer oder Vermieter weitestgehend juristisch ab. Das Gesetz bestimmt, dass Vermieter verpflichtet sind, ihr Mieteigentum während der Mietzeit in dem Zustand zu erhalten, wie es dem Vertrag entspricht. Eine regelmäßige Überprüfung der technischen Einrichtungen ist deshalb dringend anzuraten. Denn im Schadensfall muss der einwandfreie Zustand der Elektroanlage nachgewiesen werden, um Regressforderungen entgegnen zu können. Das gilt selbstverständlich auch für gewerbliche Betriebe. Diese sichern sich mit dem E-Check ab, sodass sie im Haftungsfall ihrer Nachweispflicht Genüge leisten können. Dazu dient das Prüfprotokoll als Beleg zur Vorlage bei den Versicherungen. Einige führende Versicherungen haben den E-Check mittlerweile als eine gründliche, und normengerechte Prüfung der gesamten elektrischen Anlage anerkannt und gewähren Prämienvorteile.

Enormes Sparpotenzial mit Energieberatung

Dies ist aber nicht der einzige wirtschaftliche Faktor, der für den E-Check spricht. Die zum E-Check gehörende Energieeffizienzberatung rund um elektrische Geräte und Systeme ist ein von Elektrofachbetrieben angebotener Service. Elektrogeräte der neuesten Generation verbrauchen schließlich bis zu 50% weniger Strom als Geräte aus den 70er-Jahren. Die Anschaffungskosten amortisieren sich daher ziemlich schnell. Im Rahmen der E-Check-Energieberatung zeigt der Elektrofachmann Einsparpotenziale auf und entwickelt individuelle Verbesserungsvorschläge. Und zwar nicht nur in Bezug auf Geräte, sondern auch für die komplette Elektroinstallation.

Auch Betriebe sind optimal geschützt

Für den Unternehmer bedeutet der E-Check nicht nur Schutz für die Mitarbeiter. Das Risiko von Geräteausfällen, hohen Reparaturkosten und Folgeschäden durch mangelnde Wartung wird mithilfe der Prüfung minimiert. Regelmäßige Prüfungen lassen sich auch gar nicht umgehen, da sie gesetzlich vorgeschrieben sind: Rechtliche Grundlagen für die Prüfungen findet man in der Unfallverhütungsvorschrift der Berufsgenossenschaften BGV A3. Dort sind Richtwerte für Prüfungsintervalle genannt, die grundsätzlich vom individuellen Einsatz der Geräte abhängen. Demnach sollen z.B. ortsfeste Geräte mindestens alle vier Jahre, ortsveränderliche sogar alle sechs Monate geprüft werden. Die mannigfachen Vorteile, sowie das Sicherheits- und Sparpotenzial haben mittlerweile viele Betriebe erkannt und deshalb entscheiden sie sich für den E-Check. Kurzum: Der E-Check bietet Schutz und spart Geld und ist daher mit Sicherheit eine richtige Investition.

INFORMATION:
E-Check für Photovoltaikanlagen
Ab Herbst 2012 werden die ersten Lehrgänge für E-Handwerker zur Wiederholungsprüfung von Photovoltaikanlagen durchgeführt. Den E-Check PV anbieten können nur E-Handwerksbetriebe, die eine geeignete Schulung nachweisen. Die Schulung dauert einen Tag und umfasst zehn Unterrichtseinheiten. Dabei werden folgende Themen behandelt: ‚Normgerechtes Errichten und Prüfen von PV-Anlagen‘, ‚Messtechnik, Fehlerdiagnose durch Kennlinienaufnahme und Thermografie‘ sowie ‚Blitz- und Überspannungsschutz‘. Die Kursteilnehmer lernen mithilfe verschiedener Diagnosemöglichkeiten und Messverfahren Fehler einzugrenzen und zu erkennen. Ebenso sind sie mit den typischen Ursachen für die Ertragsminderung bestehender Anlagen vertraut. Außerdem erhalten sie Kenntnisse, wie sie als Fachleute Kunden zur vorbeugenden Wartung und zur Fehlerbehebung informieren und beraten. Der Pilotlehrgang startet im Oktober 2012 im Elektro Technologie Zentrum Stuttgart (etz) und wird anschließend deutschlandweit von allen Schulungsstätten im Elkonet Kompetenznetzwerk (www.elkonet.de) und von weiteren verbandsnahen Bildungseinrichtungen angeboten.

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