Die Geschichte, von der wir reden, qualmt noch!

Bei einem Brandfall ist der effektive Umgang mit dem Rauch entscheidend, um Personen-, Tier- und Sachschäden so gering wie möglich zu halten. Deshalb fordern alle Landesbauordnungen in Deutschland, dass die Gebäude so beschaffen sein müssen, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt werden muss, sodass bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind. Welche Maßnahmen in einem konkreten Umfeld jeweils als ausreichend erachtet werden können, hängt individuell von den jeweiligen Schutzzielen sowie den baulichen Gegebenheiten ab.
Die Leistungsfähigkeit moderner Sicherheitsanlagentechnik insbesondere für eine schnelle Evakuierung von Personen aus Gebäuden und den Schutz vernetzter, kritischer Infrastrukturen rückt der Zentralverband der Elektrotechnischen- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI), einer der wichtigsten Industrieverbände Deutschlands, in den Fokus seiner Öffentlichkeitsarbeit. Die angeschlossenen Mitglieder des ZVEI-Fachkreises RWA (Rauch- und Wärmeabzugsanlagen) und natürliche Lüftung sind Experten aus verschiedenen Unternehmen. Über Jahre haben sie dazu beigetragen, die Leistungsfähigkeit des Rauch- und Wärmeabzuges, sowie der kontrollierten natürlichen Lüftung zu verbessern. Darüber hinaus arbeitet der ZVEI-Fachkreis RWA und natürliche Lüftung mit Hochschulen, Prüfinstituten und nationalen, europäischen und internationalen Normungsinstituten zusammen und unterstützt die Fort- und Weiterbildung von Architekten, Ingenieuren, Planern und Errichtern.

Integrierte und intelligente Lösungen

„Intelligente anlagentechnische Maßnahmen für den Brandschutz können in vielen Fällen architektonische Herausforderungen erfüllen. Hinzu kommt eine höhere Wirtschaftlichkeit durch Flexibilität bei veränderter Nutzung der Gebäude, ohne bei den Schutzzielen Abstriche zu machen“, erklärt Reiner Aumüller, Vorsitzender des ZVEI-Fachkreis RWA und natürliche Lüftung. „Die Bedeutung des anlagentechnischen Brandschutzes als eine der drei Säulen des vorbeugenden Brandschutzes nimmt stetig zu, weil Komplexität und Anforderungen an moderne Gebäude hinsichtlich der Werkstoffe, Nutzung, Größe und architektonischer Individualität weiter steigen. Da ist der Planer mit konventionellen, oft stark im baulichen Brandschutz verwurzelten Ansätzen häufig überfordert“, informiert der RWA-Experte aus seiner Unternehmenspraxis. „Erst durch die Kombination verschiedener Systeme zu einem ganzheitlichen Brandschutzkonzept gewinnt ein Gebäude optimale Sicherheit bei höchstmöglicher Freiheit und Bequemlichkeit in der Nutzung“, wirbt Reiner Aumüller für integrierte und intelligente Lösungen.

Das leidige Thema mit der Brandlast

In der Praxis erfordert allerdings der Verzicht auf bauliche Maßnahmen oder die Kompensation von baulichen Defiziten meist die Kombination aus baulichen und sicherheitstechnischen Maßnahmen, um definierte Schutzziele zu erreichen. Die wenigen Minuten der Brandentstehungsphase sind entscheidend für die Evakuierung/Rettung, den Löschangriff und die Brandausweitung. Einen Interpretationsspielraum in der Baugesetzgebung bildet z.B. der Fluchtweg. Hier geht der Gesetzgeber davon aus, dass es in Treppenhäusern keine Brandlast gibt. Dieses ist natürlich theoretisch. Schauen wir uns doch um: Beinahe in jedem Treppenhaus befinden sich Dinge, die da nicht hingehören. Die Häufigkeit der Brandkatastrophen gerade im Geschosswohnungsbau beweist, dass durch die Versperrung des Fluchtweges die Feuerwehr erheblich behindert wird. Dass dort doch immer etwas passiert, müsste uns eigentlich nachdenklich stimmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mit einer innovativen Erweiterung überwacht und steuert Metasys von Johnson Controls die Brandschutzklappen von Raumlufttechnischen Anlagen im Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz in Würzburg und kommuniziert dabei über den BACnet-Standard.‣ weiterlesen

Digitale Lizenz ersetzt physikalische Schlüssel

Hersteller von Zutrittskontrollsystemen wollen physikalische Schlüssel jeglicher Art ersetzen, um den Komfort zu steigern und Investitionskosten zu senken. ‣ weiterlesen

Anzeige
Moderne Gebäudeüberwachung

Sicherheit ist eines der Grundbedürfnisse des menschlichen Lebens. Gebäude zu errichten, bietet eine Möglichkeit, um einen geschützten Raum zu schaffen. Allerdings bedürfen diese Gebäude ebenfalls einiger Sicherheitsvorrichtungen, um Hab und Gut vor Gefahren und Angriffen zu schützen. Aber die Zeiten, in denen sich der Eigentümer einer Immobilie sicher fühlte, wenn er eine Alarm-Attrappe über der Eingangstür oder an einen Bewegungsmelder gekoppelte Scheinwerfer in seinem Garten montieren ließ, sind vorbei. Wie also sehen moderne Überwachungssysteme heutzutage aus? Was müssen sie leisten? Und wohin geht der aktuelle Trend? ‣ weiterlesen

Intelligente IP-Video- und Thermaltechnologie

1999 begann in der Videosicherheitsbranche der Wandel weg von analog hin zu IP. Denn seit diesem Zeitpunkt sind Anwender in der Lage digitalisierte Bilder in komprimierter Form auf direktem Wege über ein Computernetzwerk an einen Standard-Browser zu senden. So lassen sich Livebilder und interne Aufzeichnungen mehrerer Kameras gleichzeitig an entfernten Plätzen nutzen. Einer der Pioniere bei dieser Technik ist die Mobotix AG, deren Erfolgsgeschichte ebenfalls 1999 begann und die technologische Entwicklung in diesem Bereich entscheidend prägte. Dabei zeigen die Innovationen aus den letzten 10 Jahren, dass Videosicherheitssysteme immer autonomer und intelligenter werden. ‣ weiterlesen

Finger als individueller Schlüssel

Sowohl in privaten Haushalten als auch im Objektbereich erg?nzen Finger immer mehr die konventionellen Schl?ssel. Durch das Ber?hren eines Scanners ?ffnet sich die T?r und die Nutzer treten ein. Was bei Smartphones und Laptops bereits seit l?ngerem Alltag ist, wird auch bei Zutrittssystemen h?ufiger angewendet. ‣ weiterlesen

Brandmelder nach Norm DIN EN54-29

Seit 2015 gilt die Brandmeldenorm DIN EN54-29 f?r Melder, die sowohl Rauch als auch W?rme erkennen. Die Europ?ische Norm legt Anforderungen, Pr?fverfahren und Leistungsmerkmale f?r punktf?rmige Mehrfachsensorbrandmelder fest, die in Brandmeldeanlagen f?r Geb?ude eingesetzt werden. Die Norm sorgt zugleich f?r mehr Sicherheit in der Branderkennung. Normkonforme Brandmelder von Securiton sind heute schon tausendfach im Einsatz.

‣ weiterlesen