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Der Differenzstrom-Monitor

Die Fehlerstromschutzschalter bekommen mit dem Differenzstrom-Anzeigegerät PDIM ‚vorbeugende‘ Unterstützung. Die Produktnorm IEC/EN61008 für Fehlerstromschutzschalter schreibt vor, dass sie im Bereich zwischen 50 und 100% vom angegebenen Nennfehlerstrom auslösen müssen. Das bedeutet beispielsweise bei einem herkömmlichen, für den Personenschutz gedachten 30mA FI, dass dieser beginnend bei 15mA auslösen darf, aber spätestens bei 30mA auslösen muss. Tritt nun in der Anlage ein Problem auf, das durch tatsächliche Fehlerströme oder durch betriebsbedingte Ableitströme verursacht wurde, merkt man das in der Regel erst dann, wenn der Fehlerstromschutzschalter bereits ausgelöst hat.

Das Auslösen kann weitere Probleme wie z.B. Produktionsstillstand oder eine langwierige Fehlersuche nach sich ziehen. Schaltet man das vier Teilungseinheiten breite Differenzstrom-Anzeigegerät PDIM von Moeller vor oder nach einem FI-Schalter in Serie, behält man damit den aktuellen Anlagenstatus im Blick. Das PDIM-Gerät wird im Verteiler auf einer 35mm DIN-Schiene montiert. An drei LEDs lässt sich bei Bedarf der aktuelle Differenzstromstatus ablesen. Wenn die grüne LED leuchtet, bewegt er sich in einem Bereich von 0 bis 30% des eingestellten Nennfehlerstroms (IN) und ist somit in Ordnung. Zur Vorsicht mahnt die gelbe LED, die einen Differenzstrom von 30 bis 50% des IN anzeigt. Diese Warnung bedeutet, dass der Level steigt – der Fehlerstromschutzschalter löst hier zwar noch nicht aus, nähert sich aber seiner Auslöseschwelle. Leuchtet die rote LED, liegt der Differenzstrom über 50% des IN. Die Anlage befindet sich im Alarmstatus und der Fehlerstromschutzschalter dürfte auslösen. Die Reihe PDIM verfügt über zwei potenzialfreie Schaltkontakte, die funktional mit der gelben und der roten LED parallel geschaltet sind. Diese universellen Kontakte sind für den Betrieb über eine Batterie oder über die Netzspannung ausgelegt. Damit sind die Anwendungsgebiete flexibel. Vom Ansteuern externer Leuchten und/oder Summern bis hin zur Xcomfort-Funk-Anbindung, inklusive SMS-Meldung aufs Mobiltelefon beim Überschreiten bestimmter Grenzwerte. Das Gerät, das verschienungs- und konturkompatibel zur bestehenden Xpole Reihe ist, wird zuerst einmal auf eine 35mm DIN-Schiene geschnappt. Dann wählt man mit dem oberen Einstellrad die Verzögerung des FI-Schalters aus: Unverzögert, Typ G oder Typ S. Mit dem unteren Einstellrad gilt es den Auslösestrom auf 30, 100, 300, 500 oder 1.000mA festzulegen. Optional ist es möglich, Meldeeinrichtungen (Leuchten, Summer, Xcomfort-Eingänge) an einen oder beide Ausgänge anzuschließen. Der elektrische Anschluss erfolgt in Serie zum Fehlerstromschutzschalter. Wurde die rote LED einmal aktiv, erlischt sie erst wieder nach Drehen des oberen Einstellrades auf die Reset-Position. Anschließend muss die Verzögerung des FI-Schalters erneut eingestellt werden. Eine Testfunktion erlaubt das Funktionsprüfen der an die Alarmausgänge geschalteten Verbraucher/Eingänge. Dazu wird das untere Einstellrad auf die Test-Position gedreht. Das Gerät simuliert dann selbst abwechselnd einen Fehlerstrom von 30 und 50% vom IN. Dabei blinken die gelbe und die rote LED abwechselnd (1Hz). Beide Ausgangsrelais sind dauerhaft angezogen. Das Differenzstrom-Anzeigegerät fügt sich in die Xpole Familie ein und ist der erste Spross einer neuen Schutzschaltgeräte-Generation von Moeller.

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