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Daylight Harvesting

Lichtzonensteuerung mit Kompaktpräsenzmeldern

Wer sich heute auf dem Markt nach Lösungen für ein modernes Lichtmanagement umsieht, wird mit zahlreichen Herstellern, Konzepten und Produkten konfrontiert. Dabei den Überblick zu behalten oder einen Wettbewerbsvergleich durchzuführen, ist eine große Herausforderung. Jedoch lohnt sich eine detaillierte und fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema. Denn der Anteil des weltweiten Energieverbrauches für künstliche Beleuchtung beträgt, gemäß einer aktuellen Statistik der internationalen Energieagentur, 15 Prozent.

Mit dem PD4-M-DAA4G können DALI-Betriebsgeräte adressiert und gruppiert werden. (Bild: ©Entropia/Fotolia.com / B.E.G. Brück Electronic GmbH)

Mit dem PD4-M-DAA4G können DALI-Betriebsgeräte adressiert und gruppiert werden. (Bild: ©Entropia/Fotolia.com / B.E.G. Brück Electronic GmbH)

Bei dem Ziel den Gesamtenergieverbrauch zu senken spielt ein intelligentes Lichtmanagement, welches die Einsparpotenziale nutzt, eine entscheidende Rolle. Dabei muss es nicht immer ein vernetztes System sein. Vor allem in der Nachrüstung lohnt sich ein Blick auf kompakte Stand-Alone-Lösungen, z.B. den PD4-M-DAA4G. Energiekosten, die durch Beleuchtungsanlagen entstehen, können je nach Anwendung zwischen 20 Prozent (z.B. in Fabriken), 50 Prozent (z.B. in Verwaltungsgebäuden oder Schulen) und 80 Prozent (z.B. in Lagerhallen) verringert werden. Folgende Möglichkeiten zur Energiekostensenkung stehen hier zur Verfügung:

  • • Einsatz energiesparender Leuchtmittel und Vorschaltgeräte (LED)
  • • Anwesenheitsabhängiges Schalten (Bewegungsmelder)
  • • Tageslichtabhängige Regelung (Präsenzmelder)
  • • Tageszeitabhängige Steuerung (Zeitschaltuhr)

Unabhängig davon, dass die tatsächliche Erforderlichkeit und der jeweilige Wirkungsgrad von vielen Faktoren abhängig sind, lässt sich eines festhalten: Insbesondere Bewegungs- und Helligkeitssensoren werden im Sinne eines cleveren Lichtmanagements eine zentrale Rolle zugeschrieben. Moderne Sensoren messen die Beleuchtungsstärke permanent, erkennen die Anwesenheit von Personen im Raum und leiten diese Informationen weiter an einen Controller. Dieser steuert das anwesenheitsabhängige Ein- und Ausschalten und regelt die Beleuchtung tageslichtabhängig. Letzteres wird im Englischen treffend auch ‚daylight harvesting‘ genannt.

Multitasking

Allein der Einsatz von Sensoren im Lichtmanagement kann je nach Anwendungsfall zu einer Kostenersparnis führen. Diese Sensoren sind Multitalente, denn sie lassen sich auch für weitere Anwendungsgebiete in der Gebäudeautomation nutzen: z.B. zur energieeffizienteren Gestaltung der Lüftungssteuerung durch anwesenheitsabhängige Regelkreise. Zudem können Visualisierungsanwendungen mit Anwesenheitsdaten angereichert werden. Die Kombination verschiedener Systeme miteinander ist eine der größten Herausforderungen der Gebäudeautomation. Dabei zeichnet sich zudem ein Trend ab, dass durch halb- und dezentrale Konzepte die klassische 3-Ebenen-Struktur der Gebäudeautomation in absehbarer Zeit zumindest teilweise der Vergangenheit angehören wird. Vor allem die Automations- und die Feldebene rücken immer näher zusammen. Die Verteilung von Intelligenz im System führt zu einer erhöhten Betriebssicherheit sowie zu einer Vereinfachung der Interoperabilität verschiedener Systeme. So übernehmen immer mehr Sensoren heute teils jene Aufgaben, welche früher Raum-Controller übernommen haben. Der so genannte Multisensor ist z.B. Multitasking-fähig: Während er sich lokal um die Tageslicht-Ernte im Raum kümmert und dabei Steuerbefehle auf direktem Wege an Dali-EVGs sendet, kann er zugleich an ein übergeordnetes System die Anwesenheit von Personen melden.

Der adressierbare Dali-Präsenzmelder

In einem großen Schulungsraum werden zwei PD4-M-DAA4G im Master/Slave-Verfahren eingesetzt. Der Master misst die Helligkeit im Raum mit zwei separaten Lichtfühlern auf der Fenster- und der Wandseite. (Bild: B.E.G. Brück Electronic GmbH)

In einem großen Schulungsraum werden zwei PD4-M-DAA4G im Master/Slave-Verfahren eingesetzt. Der Master misst die Helligkeit im Raum mit zwei separaten Lichtfühlern auf der Fenster- und der Wandseite. (Bild: B.E.G. Brück Electronic GmbH)

Mit dem PD4-M-DAA4G können Dali-Betriebsgeräte adressiert und gruppiert werden. Diese Funktion erhöht einerseits die Planungssicherheit: Praktisch kann eine Lichtplanung auf einem vollkommen homogen gestalteten Verteilungskonzept von Leuchten basieren, weitestgehend unabhängig von Beleuchtungszonen. Zum anderen wird durch den Einsatz der Bustechnologie der Verdrahtungsaufwand deutlich minimiert, was den Montageprozess und die Installationsprüfung sicherer und wirtschaftlicher gestaltet. Der Melder ist ein kompaktes, auf Schulungs- und Klassenräume abgestimmtes Beleuchtungsmanagement-System für konzentriertes Arbeiten bei homogenen Lichtverhältnissen. In dem Gehäuse befinden sich ein hochsensibler Präsenzmelder mit tageslichtabhängiger Regelung, ein Dali-Controller mit der Fähigkeit Dali-Betriebsgeräte zu gruppieren, ein Dali-Netzteil und eine Taster-Steuerung. Bis zu 64 Dali-Betriebsgeräte können angeschlossen werden, ein integriertes Relais bietet noch mehr Möglichkeiten zur individuellen Ausrichtung. Zu den möglichen Funktionen des Relais zählen HKL-Steuerungsaufgaben oder die Einbindung von Lichtquellen ohne Dali-Betriebsgeräte. Alternativ kann das Relais auch so programmiert werden, dass die Versorgungsspannung der Dali-Betriebsgeräte im vakanten Fall (Licht wird nicht benötigt) getrennt wird. Diese Cut-off-Funktion führt zur Einsparung des Standby-Stromverbrauchs von 0,2 bis 1W je Dali-EVG.

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