Das Handy als elektronischer Schlüssel

Das österreichische Technologieunternehmen Sorex Wireless präsentiert ein System, mit dem jedes bluetoothfähige Handy zum elektronischen Schlüssel wird. Die Verbreitung der Technologie ist nicht von Mobiltelefonherstellern abhängig – es sind bereits rund 2Mrd. bluetoothfähige Endgeräte am Markt, Bluetooth zählt weltweit zur Standardausstattung von Mobiltelefonen. Die bisherige Lösung für Unternehmen verfügt über eine IP-Anbindung, mit der das System zentral gesteuert werden kann – seit kurzem ist auch eine Version für Privatanwender im Handel erhältlich.
Die Professional-Version bietet eine Kapazität von 2.500 Nutzern pro Modul, dessen Steuerung zentral über das jeweilige Firmennetzwerk erfolgt. Das System kann z.B. ins Active Directory (zentrale EDV) integriert werden. So können Autorisierungen jederzeit hinzugefügt oder gelöscht werden. Jedes Professional-Modul hat eine eigene IP-Adresse, sodass auch Unternehmen mit verteilten Standorten das System einsetzen können. Das Produkt eignet sich zur Authentifizierung der Mitarbeiter, zur Zutrittskontrolle und zur Zeiterfassung, wobei für jeden Mitarbeiter verschiedene Autorisierungen möglich sind. Mitarbeiter benötigen dann keinen Schlüssel mehr, sondern betreten mittels des Mobiltelefons das Firmengebäude. Mit der Produktvariante Basic können Privatanwender z.B. ihre Eingangstür öffnen oder das Garagentor steuern, wobei bis zu zehn unterschiedliche Nutzer am Modul angemeldet werden können. Mit dem Aufschließen der Tür können weitere Funktionen kombiniert werden, wie z.B. die Deaktivierung der Alarmanlage oder das Einschalten des Lichts. An der Innenseite der zu steuernden Tür wird ein etwa 12x5cm großes Modul von außen nicht sichtbar angebracht und mit einem elektromechanischen Schloss oder Türöffner verbunden. Das Handy wird dann im System angemeldet und anhand eines einmalig einzugebenden, zehnstelligen Codes registriert. Ab diesem Zeitpunkt wird das Mobiltelefon bei Annäherung an die Tür eindeutig identifiziert und das Schloss bzw. die Türe öffnet sich. Dabei werden keine Daten mehr übertragen, sodass Spionage ausgeschlossen ist. Die aktivierende Distanz kann zwischen wenigen Zentimetern und 14m variiert werden. Als zusätzliche Sicherheitssperre kann das System so eingerichtet werden, dass auch noch ein Freigabetaster an der Wand betätigt werden muss. Den wirelessKey gibt es in Kombination mit einem speziellen Automatikschloss. Der Hersteller bietet ein spezielles Schloss an, das für die Kombination mit dem Sorex-Bluetooth-Modul empfohlen wird. Es bezieht seine Energie aus AAA-Batterien und ist daher unabhängig vom Stromnetz. Die Kommunikation mit dem Modul erfolgt per Funk, sodass das Schloss ohne Kabel auskommt. Ein Vorteil von Loxx gegenüber bestehenden Systemen ist die einfache Installation. Das Schloss ist innerhalb von 10min installiert, Bohren oder Verkabeln sind nicht nötig. Das Schloss gibt die Türe bei Annäherung eines autorisierten Mobiltelefons frei und sperrt nach dem Schließen der Tür automatisch wieder ab. Daher ist die Türe immer verschlossen, ohne dass man aktiv absperren muss. Als zusätzliche Absicherung wird das Schloss mit drei mechanischen Schlüsseln ausgeliefert.

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Traditionelle Rauchmelder arbeiten zwar effizient, haben aber auch einige Nachteile. Sie setzen z.B. einen Alarm teilweise erst spät ab, außerdem können Fehlalarme entstehen. Deshalb suchte Araani eine andere Brandschutzlösung und setzt eine intelligente Videoanalyse zur Erkennung von Rauch und Flammen ein. ‣ weiterlesen

Anzeige

Das ‚Instytut Pomnik – Centrum Zdrowia Dziecka‘ oder Children’s Memorial Health Institute (CMHI) in Warschau ist eines der medizinisch führenden Kinderkrankenhäuser in Polen. Durch umfangreiche Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen ist es aktuell das größte Kinderklinikum in Polen. Die eingesetzte Technik muss hohen Hygieneansprüchen entsprechen und damit den Heilungsprozess der Patienten unterstützen. Mit Geze setzen die Verantwortlichen auf einen erfahrenen Partner für Tür- und Sicherheitslösungen. ‣ weiterlesen

Anzeige

Die DIN VDE V0826-2 regelt detailliert alle Anforderungen für den konzeptionellen Aufbau, die Dimensionierung, Installation, Inbetriebnahme und den Betrieb von Brandwarnanlagen in Sonderbauten wie Kindergärten oder Kindertagesstätten. Um die normgerechte Planung solcher Anlagen zu erleichtern, hat Telenot ein Muster-Sicherheitshandbuch vorgestellt. ‣ weiterlesen

Bei gewerblichen Immobilien oder öffentlichen Gebäuden gehört ein differenziertes Zutrittsmanagement mittlerweile zum Standard der meisten Ausschreibungen. Für Betriebe aus dem Elektrohandwerk lohnt es, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Denn gerade bei kleineren und mittelgroßen Gebäuden tragen sie bei Auswahl und Installation der Zutrittskontrolllösung oft mehr Verantwortung als das schlichte Verkabeln.‣ weiterlesen

Je umfassender Liegenschaften miteinander vernetzt sind und desto mehr Daten fließen, umso effizienter gestaltet sich deren Betrieb. Neben vielfältigen Chancen birgt eine solch umfangreiche Digitalisierung ebenfalls Risiken - z.B. die Gefahr von Cyber-Attacken auch auf Nicht-Automatisierungsgeräte. Wie können Gebäudebetreiber dem entgehen?‣ weiterlesen

Das steigende Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung fordert Lösungen für die Außenhautsicherung von Gebäuden. Deswegen bietet Winkhaus durchdachte Technologien für die zuverlässige Fensterüberwachung. Diese können zugleich wichtige Aufgaben im Smart-Home-System des Hauses übernehmen und sind daher ein cleverer Baustein für die intelligente Gebäudesteuerung.‣ weiterlesen