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Das Einsparpotenzial liegt auf der Baustelle: Steckbar installieren ist schon heute die Zukunft

Weil es bei Elektroinstallationen auf Sicherheit ankommt, setzen viele Gebäudeplaner und -installateure auf die traditionelle Methode mit Schraubendreher und Lüsterklemme. Dabei gibt es ausgereifte Industriesysteme, die stückgeprüft und stecksicher sind und obendrein noch Kosten sparen. Was andere Branchen mit modularen Baukästen und vormontierten Baugruppen längst praktizieren, ist in der Elektrobranche erst zu ca. 15% umgesetzt.
Viele Industrie- und Zweckgebäude werden im Systembau errichtet, einem Bauverfahren, bei dem das Gebäude aus industriell vorgefertigten Bauteilen oder Modulen zusammengesetzt wird. Auch für individuell projektierte Gebäude werden – schon aus Kostengründen – häufig standardisierte Bauelemente verwendet. Bei der Elektroinstallation bietet die steckbare Installation alle Vorteile einer modularen Bauweise. Wieland Electric stellt mit dem flexiblen Installationssystem gesis auch für spezielle Anwendungen die passende Lösung zur Verfügung. Insgesamt werden schätzungsweise 15% der Industrie- und Zweckgebäude steckbar installiert, davon realisiert Wieland mit rund 70% den Löwenanteil.

Installationsart der Zukunft und ihre historischen Wurzeln

Angefangen hat alles vor mehr als 30 Jahren, als Rationalisierungsmaßnahmen bei der Elektroinstallation z.B. im Automobilbau, in der Heizungsindustrie oder in der Hausgerätetechnik gefordert wurden. In diesen Branchen hatte man frühzeitig auf Baugruppen-Vormontage gesetzt und war schrittweise von der herkömmlichen Installation hin zu steckbaren Anschlusstechniken übergegangen. Aus steckbaren Lüsterklemmen entwickelte Wieland damals den ST 18-Steckverbinder, der als Prototyp des gesis-Steckverbindersystems gilt und noch heute im Einsatz ist. Die einzelnen Branchen brachten bald ihre eigenen Standards hinsichtlich Geometrie und Materialeigenschaften hervor, wie sie z.B. im Heizungsbau als RAST 5-Stecker oder No-flame-Varianten bekannt sind. Das Steckprinzip ‚Plug&Play‘ übertrug Wieland auf die Gebäudetechnik, denn man erkannte schnell die großen Einsparpotenziale bei der steckbaren Installation. Der ST 18 wurde für Anwendungen in der Gebäudetechnik konstruktiv zum GST 18 weiter entwickelt und bildet heute die Basis der steckbaren Elektroinstallation. Das gesis-Baukastensystem umfasst die Produktfamilien gesisCON, gesisMini, gesisBST,
ST 16 und ST 17 sowie Flachleitungssysteme mit Zubehör, Rangierverteiler und das umfangreiche System gesisIP+ für Anwendungen im Außenbereich oder in Feuchträumen.

Steckbar heißt: Sicher, flexibel und effizient installieren

Selbst bei Büro- und Zweckgebäuden, wo industrielle Vorfertigung die Voraussetzung für effektives und termingerechtes Bauen ist, werden Kabel noch häufig kilometerweise von Hand angeschlossen. Dabei ist die Elektroinstallation dasjenige Gewerk, bei dem eine industrielle Vorfertigung neben großen Kostenersparnissen auch höchste Sicherheit bietet. Mit Steckverbindern fertig konfektionierte Kabel und Leitungen brauchen vor Ort nur noch zusammengesteckt werden. 70% der Installationszeit und bis zu 30% der Kosten können mit steckbarer Installation eingespart werden. Maximale Sicherheit bieten die stückgeprüften Leitungen auch durch die mechanisch und farblich kodierten Steckverbinder. Der Komfort und die flexiblen Nutzungsmöglichkeiten eines Gebäudes über seine Lebensdauer gestalten sich oft zur Kernfrage für den Bauherrn. Flexibel nutzbar bedeutet, dass das Gebäude und seine Infrastruktur sich jederzeit an die Bedürfnisse der Mieter und Nutzer anpassen können, möglichst ohne großen Zusatzaufwand. Aus diesem Grunde ist es im Innenausbau von Büro- und Zweckgebäuden sinnvoll, Innenwände zwischen den tragenden Skelettwänden in Leichtbauweise zu errichten; Heizung und Sanitär, Klima- und Lüftungskomponenten, Feuerschutzsysteme und Energie- und Datenleitungen in Boden-, Wand- oder Deckenkanälen zu verlegen. Dezentral anzuordnende Raum-Automationsfunktionen werden dabei in Installationsboxen (sogenannten Rangierverteilern) individuell vorkonfektioniert. Eine steckbare, vorgefertigte Elektroinstallation erweist sich hier als rationell und kostengünstig und ist nachgewiesenermaßen auch energiesparender sowie ökologisch vorteilhafter. Ein Installationsprinzip mit großer Zukunft.

Für jeden Einsatz das passende Anschlusssystem

Wieland bietet für verschiedene Einsatzzwecke spezielle gesis-Produktfamilien. Basis bildet das Standardsystem gesisCON mit den Produktgruppen GST18i3, GST18i4 und GST18i5 mit Steckverbindern für 3- bis 5-adrige Leitungen im Querschnittsbereich zwischen 0,5 und 2,5mm². Es ist für den in der Elektroinstallation verwendeten Nennstrom von 16A ausgelegt und deckt die gängigen Anwendungen inkl. Dimmen ab. Für beengte Platzverhältnisse, z.B. im Ladenbau, der Möbelbranche oder in der Fassadentechnik, eignet sich das System gesisMini. Seine Produktgruppen GST15i2 bis GST15i5 sind mit 16A, 1,5mm² und 250V für Netz-, Niedervolt- und Dimm-Anwendungen ausgelegt. gesisBST ist die Produktfamilie für KNX- und LON-Bussysteme und für die Übertragung analoger und digitaler Dimmsignale bis 50V. Um die Übertragung auch sehr schwacher Signale sicher zu gewährleisten, sind die Kontaktstifte vergoldet. Die Produktfamilien gesisCON, gesisMini und gesisBST bieten Verteiler, Kupplungen, Geräteanschlüsse in Snap-in- und Lötausführung, Steckverbinder sowie konfektionierte Leitungen. Außerdem stehen dem Anwender die beiden 2-poligen Niedervoltsysteme ST16 (bis 48V, 25A) und ST17 (bis 50V, 16A) zur Verfügung. ST16 ist ein klein bauendes, sehr kompaktes System und bestens geeignet für den Anschluss klassischer Halogenbeleuchtungen. ST17 hat größere Abmessungen, bietet Zugentlastung und ist für gepolte Anwendungen (z.B. für LEDs) mit definierter Steckrichtung zu verwenden.

Flachleitungen bieten maximale Flexibilität und Übersichtlichkeit

Bei strukturierter Leitungsverlegung und punktgenauen Abzweigungen ohne Leitungsunterbrechung spielen Flachleitungen ihre Vorzüge aus. Wieland bietet mit dem Baukasten gesisNRG für Energie- und Busanbindungen 2- bis 5-polige Flachleitungen sowie 5- plus 2-polige Kombileitungen an. Die Flachleitungen werden in Boden- bzw. Deckenhohlräumen oder im Brüstungskanal verlegt und über Steckverbinder miteinander verbunden. Dabei sind den Kombinationsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt und Systemerweiterungen schnell durchführbar. Einspeisung und Abgänge werden über Adapter realisiert, die ohne Unterbrechung der Flachleitung an gewünschter Stelle aufgesetzt werden und über das Eindrehen von Spitzschrauben durch den Leitungsmantel den Kontakt zum Leiter herstellen. Die Adapter sind steckbar und stehen in verschiedenen mechanischen und farblichen Kodierungen zur Verfügung. Die Weiterverbindung zur Bedarfsstelle erfolgt über das gewählte Steckverbindersystem GST18i oder BST14i und die gewählte Kodierung. Mit dem Prinzip, es passt nur das zusammen, was zusammengehört, ist der Weg frei zu einer sicheren und polrichtigen Installation. Preiswert, schnell, flexibel und sicher – einfacher kann Installieren nicht sein.

Offene Linect-Schittstelle für den ‚Leuchtenanschluss‘

Der steckbare Anschluss von Leuchten galt lange Zeit als (Installations-)Hürde. Jahrelang mussten die steckbar zu installierenden Leuchten werksseitig mit Anschlussbuchsen individuell vorbereitet werden – ein deutlicher Mehraufwand. Wieland entwickelte darum den Adapter gesisTop, der bei der Option steckbarer Anschluss auf das Leuchtenchassis in einen vorbereiteten Blechausschnitt eingerastet und über ein serienmäßig vorbereitetes T-Stück verbunden wird. Diese Lösung nutzten viele Leuchtenhersteller, um nun auch Standardleuchten steckbar anzubieten und Sondervarianten zu minimieren. Die Leuchtenindustrie sah die Zeit gekommen, aus der herstellerspezifischen Idee einen einheitlichen, offenen Standard zu entwickeln: Seit Frühjahr 2010 gibt es Linect und bei Wieland das neue Familienmitglied gesisLinect.

Automatisierung macht Gebäude flexibel und effizient

Zeitgemäße Gebäude mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten benötigen effiziente Raum- und Gebäudeautomatisierung. Für die Steuerung von Licht, Beschattung, Raumtemperatur oder Belüftung ist intelligentes Facility Management gefragt. Als zukunftsgerichtete Infrastruktur erweist sich dabei die steckbare Elektroinstallation gesis und bietet mit unterschiedlichsten Modulen und Komponenten der Produktfamilie gesisElectronic höchste Variabilität. Auch Module für die batterielose EnOcean-Funktechnologie gehören dazu. Üblicherweise werden die Elektronikbausteine in dezentrale Rangierverteiler gesisRan integriert, die sich u.a. für Einzelraumautomation oder achsenbezogene Lösungen eignen und bei Nutzungsänderungen oder Revitalisierung von Gebäuden äußerst anpassungsfähig sind. Die flachen Elektronik-Verteiler werden bei Wieland seit Jahren kundenspezifisch projektiert und gefertigt. Sie sind modular aufgebaut und werden stückgeprüft auf die Baustelle geliefert, wo sie schnell und fehlerfrei – weil steckbar – angeschlossen werden können. Aus dem reichen Erfahrungsschatz ganz unterschiedlicher Projekte entstand nicht nur eine Vielzahl spezieller Produkte sondern auch eine ganze Abteilung mit Planungsspezialisten. Sie bieten umfassende Beratung sowie Planungs- und Projektierungsunterstützung und erstellen die komplette Dokumentation der Applikationen. Neben den Dienstleistungen bietet Wieland Electric auch eine breite Palette an Systemkomponenten an. Das reicht von verschiedenen Verteilergehäusen, über Elektronikbausteine für die Einbindung der automatischen Raumfunktionen in die Gebäudebussysteme KNX und LON bis zu Reihenklemmen.

Auch im Außenbereich steckbar installieren

Ergänzt wird das umfangreiche gesis-System für den Innenbereich um eigenständige Produktfamilien für den Außenbereich. Für Installationen in Feuchträumen wie Kellern, Tiefgaragen oder auch für Gartenanlagen, Pflasterbereiche oder zur Straßenbeleuchtung steht das Rundsteckverbindersystem gesisIP+ zur Verfügung. Es bietet die Produktgruppen RST20i2 bis RST20i5 für Ströme bis 20A und die 5-poligen Rundsteckverbinder RST25i5 für Ströme bis 25A sowie RST50i5 für große Ströme bis 50A. Die Steckverbinder sind auch im 50A-Bereich sehr kompakt und Platz sparend und erfüllen Schutzart IP65. Für Photovoltaikanlagen bietet Wieland das spezielle Steckverbindersystem PST40i1 an, das auf der DC-Seite Verwendung findet. Die AC-Seite kann mit gesisIP+ installiert werden.

Fazit

Für alle steckbaren Installationssysteme von Wieland gilt: Die Leitungen können auf bestimmte Maße abgelängt sowie mit Steckverbindern vorkonfektioniert oder vor Ort konfektionierbar bezogen werden. Auf der Baustelle wird (fast) nur noch zusammengesteckt. Kurze Bauzeit, hohe Qualität, keine Fehlinstallationen sind neben geringeren Kosten die herausragenden Vorteile. Das kostenfreie Planungs- und Projektierungstool gesisPlan dient dabei zur exakten Elektroplanung der Rauminstallation, überprüft Dimensionierungen und generiert vollständige Projektpläne bis hin zu Stücklisten.

Kasten: Informationen

Mit dem System gesis ist Wieland seit über 30 Jahren Weltmarktführer im Bereich der steckbaren Elektroinstallation für Gebäude. Weltweit wurden viele namhafte Gebäude steckbar installiert, genannt seien The Gherkin/London, die Flughäfen Heathrow/London und Changi Airport/Singapore, Einkaufszentren, Hochhäuser und Wolkenkratzer auf der ganzen Welt, Firmenzentralen, Hotels und öffentliche Gebäude wie Schulen, Krankenhäuser, usw. Auch in anderen Branchen setzen die Wieland-Systeme Zeichen: Im Laden- und Messebau genauso wie in Büro- und Küchenmöbeln, im Schiffsbau, in Gewächshäusern, Caravanfahrzeugen oder bei Event- und Garteninstallationen. Nicht zuletzt auch im Bereich der Erneuerbaren Energien, wo Steckverbindungssysteme in Photovoltaik- und Windkraftanlagen zum Einsatz kommen.

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