Das bevorzugte Gebäude-Diagnose-Tool professioneller Bauinspektoren

Autoren: Thomas Jung (Flir Systems GmbH) und Frank Liebelt (freier Journalist)

 (Bild: FLIR Systems GmbH)

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Einige Kunden möchten, dass ihre Häuser nach individuellen Plänen gebaut werden; in diesem Fall begleitet das Serviceunternehmen sie dabei vom Vertragsabschluss bis zur Fertigstellung. Andere Kunden fragen Diagnosedienstleistungen für gerade fertige Eigenheim-Neubauten an. Herr Ichimura verwendet für seine Gebäudediagnosen Thermografie-Kameras von Flir. Die Thermografie-Kameras von Flir Systems machen Probleme an und in Gebäuden sichtbar, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Wärmebildkameras können Baufehler wie fehlende Dämmung, Luftundichtheiten, Kondensation, Schimmel und Leckagen in Fußbodenheizungen visualisieren, wobei sie die genaue Lage des Problems aufzeigen. Basierend auf seiner Erfahrung als Spitzenarchitekt, der in mehr als 20 Jahren am Bau von etwa 1.800 Häusern beteiligt war, hat Herr Ichimura bisher über 200 Gebäude als Hauptprüfer untersucht. Diese Rolle war in Japan bis 2001 fast unbekannt – bis Herr Ichimura seine Firma offiziell als externe Prüfstelle akkreditieren ließ.
 (Bild: FLIR Systems GmbH)

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Aufdeckung verborgener Baumängel

Seine Kunden lassen sich im Wesentlichen in zwei unterschiedliche Gruppen einteilen: private Bauherren, die selbst ein neues Haus bauen und Inspektionsdienstleistungen vom Vertrag an bis zur Fertigstellung benötigen, sowie Käufer, die in einen bereits fertigen Neubau eingezogen sind und über eine gründliche Inspektion mögliche Mängel erkennen möchten. „Die Infrarot-Thermografie ist sehr sinnvoll für Prüfungen während der Bauphase. Aber auch in der Diagnose von gerade fertiggestellten Neubauten, die als Wohneigentum verkauft werden sollen, ist sie besonders hilfreich bei der Aufdeckung verborgener Baumängel wie fehlender Isolierung oder Wasserschäden“, gibt Ichimura zu bedenken und fährt fort: „Obwohl Isolierungstechniken natürlich je nach Bauweise variieren können, hat die passende und sorgfältige Auswahl und Platzierung der Isolation eigentlich immer einen enormen Einfluss auf die Effizienz der Wärmeisolation. Mithilfe der Infrarot-Thermografie können wir visuell sicherstellen, dass die Wahl und die Installation der Isolierung korrekt sind. Während der Bauphase können wir damit den vorhandenen Raum zwischen den Dämmschichten checken und bei Bedarf Nachbesserung bzw. Sanierungsarbeiten verlangen. So verhindern wir von Anfang an langfristige Baumängel in Neubauten, die erfahrungsgemäß weitere Probleme nach sich ziehen.“

 (Bild: FLIR Systems GmbH)

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Wasser-Leckagen präzise erkennen

Bei Wasserschäden können schwere Leckagen als Flecken auf der Oberfläche der Baustoffe erkennbar sein, aber ein moderater Feuchtigkeitseintritt ist nur sehr schwer zu identifizieren und zu lokalisieren. Traditionell war die Suche nach Feuchtigkeitsschäden mühsam und zeitaufwendig. Im ersten Schritt musste ein Gebäudeprofi auf Grundlage der Struktur des Hauses vermuten (im schlimmsten Fall quasi ‚erraten‘), wo ein Leck auftreten könnte. Dann wurde ein Wasserschaden simuliert und der Ort der vermuteten Leckage manuell durch Berühren geprüft. Das größte Problem bei der Verwendung dieses herkömmlichen Verfahrens war, dass für die Beurteilung des genauen Leckageausmaßes so in der Regel noch größere Bauschäden verursacht wurden. Mit der Infrarot-Thermografie aber ist es möglich, die genaue Lage und das Ausmaß des Lecks festzustellen, ohne Schäden zu verursachen. „So muss eine effiziente Kontrolle aussehen“, bekräftigt Ichimura. „Wasser-Leckagen neigen nicht nur dazu, die Wandoberfläche durch Feuchtigkeit in Form von Schimmel und Kondensationsfolgen zu beschädigen. Sie können sogar die komplette strukturelle Integrität der Baumaterialien angreifen, was ein wirklich ernstes Problem darstellt.“

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