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Bürogebäude mit hoher Energieeffizienz

Mit moderner Berker-Gebäudesystemtechnik wurde im Frühjahr ein 260m² großes Bürogebäude in Koblenz-Moselweiß ausgerüstet. Das vom Architekturbüro Jens J. Ternes geplante und genutzte energieeffiziente Gebäude entstand in nur fünf Monaten Bauzeit.
Als Kontrastpunkt zur städtebaulichen Umgebung entwickelten die Architekten den freistehenden Baukörper als zurückhaltend weiß verputzten Stahlbetonkubus für die beiden unteren Geschosse. Darüber schwebt das leichte, in Stahl und Glas gehaltene, Dachgeschoss mit Außenjalousien zur Tageslichtsteuerung. Filigrane Stahlbalkone im Süden brechen die streng geometrische Gebäudestruktur auf. Das Gebäude wurde so angelegt, dass auch eine Umnutzung möglich ist. Aktuell ist alles auf die Nutzung als Architekturbüro abgestimmt: Technik- und Archivräume sowie Sanitäranlagen im Erdgeschoss, lichtdurchflutete Arbeits- und Aufenthaltsräume mit Ausrichtung nach Südwesten im ersten Obergeschoss und eine Konferenzebene mit Rundumblick und multimedialem Präsentationssystem im zweiten Obergeschoss.

Passivhaus der Energieeffizienzklasse A

„Bei der Planung des Gebäudes stand die Grundidee von einem energieautonomen Gebäude Pate“, erläutert Architekt Ternes sein Haustechnik-Konzept. Dank intensiver Dämmung der Sichtbetonumfassungswände, dem Einsatz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und einer kontrollierten Raumlüftung beträgt der Energiebedarf für die Wärmeerzeugung unter 40kWh. Auf dem Dach und an der Fassade befinden sich Photovoltaik-Module, die Solarstrom in das öffentliche Netz einspeisen. Diese nicht selbst genutzte Energie deckt rechnerisch 80% des anvisierten Stromverbrauchs des Gebäudes ab. Ergänzt wird das energieeffiziente Konzept u.a. durch Präsenzmelder mit Zeitschaltuhr für die Raumbeleuchtung, verbrauchsoptimierte Leuchtkörper, Stand-by-Funktion an den elektrischen Geräten und optoelektronisch gesteuerte Armaturen in den Sanitärräumen.

Einfache Nutzung

Die umfangreiche technische Ausstattung legte eine Vernetzung der Systemkomponenten über eine zentral steuerbare, bedienerfreundliche Gebäudeautomation nahe. Deshalb entschloss sich das Team um Jens J. Ternes für eine Anlagenverwaltung mit KNX/EIB-Gebäudesystemtechnik von Berker. Alle technischen Systeme von der Heizungs-, Beleuchtungs- und Alarmanlage über die Jalousien und elektrisch zu öffnenden Fenster zur Querlüftung bis hin zum Multimedia-Präsentationssystem sind über Bus-Leitungen miteinander vernetzt. „Dabei benötigen Bus-Leitungen weniger Platz in Schächten und Wänden als herkömmliche Kabel“, weist Wolfgang Rostock, Vertriebsmitarbeiter von Berker, auf einen baulichen Vorteil hin. Intelligent platzierte Sensoren versorgen die Kontrolleinheit mit den jeweiligen Ist-Werten über Einstellungen und Betriebszustände der einzelnen Anlagenteile. Die auf die speziellen Bedürfnisse programmierte Regelung vergleicht den Momentanzustand mit den Sollwerten und steuert bei einer Abweichung einzelne Aktoren automatisch an.

Zentrale Bedienung

Um auch manuell Einfluss auf die Parameter zu nehmen, wurde auf jeder Etage ein Berker MT 701 ct als zentrale Bedienstelle für die Gebäudesystemtechnik installiert. Dieses User-Modul zeichnet sich durch ein übersichtliches 5,7″ großes Farb-Display und ein tastenloses Touchpanel aus. Durch einfache Berührung des Displays können die verschiedenen Menüebenen aufgerufen und einzelne Einstellungen abgelesen und temporär verändert oder Programme gespeichert werden. Zur Unterstützung der Arbeitsabläufe in den Büroräumen ist die Bedienung der unterschiedlichen Einzelraumanwendungen wie Heizung, Licht oder Sonderfunktionen über Tastsensoren vorgesehen. Für die nutzerfreundliche Steuerung der zentralen Funktionen sorgen in den größeren Arbeits- und Aufenthaltsräumen B.IQ Tastsensoren. Bei diesen Schaltern mit Glasoberfläche reicht schon ein sanfter Fingerdruck auf die Glasoberfläche des Schalters, um einen Steuerbefehl auszulösen. Um auf die Gebäudeautomation auch von außerhalb Einfluss zu nehmen, beispielsweise um den Zustand des Alarmsystems prüfen zu können, hat sich Ternes einen Zugriff via Mobiltelefon einrichten lassen.

Haus mit Vorbildfunktion

Nach einigen Monaten Nutzungsdauer stellten die Architekten fest, dass die Investition in eine vollständige Gebäudeautomation mit EIB/Bus-Technologie keine Spielerei für Technik-Freaks ist, sondern sich klare Vorteile ergeben. „Der im Automatikmodus laufende Betrieb nimmt uns bei der Verwaltung der Anlagen viel Arbeit ab“, berichtet Architekt Ternes. Dennoch ist auch die manuelle Bedienung über die Bedienfelder und Tastsensoren auf unkomplizierte Weise möglich. Auch das Reinigungspersonal hat einen eigenen Programmpunkt auf dem Berker MT 701 ct bekommen. Mittels eines Passwortes wird das ‚Putzlicht‘ eingeschaltet und die Alarmanlage zeitlich begrenzt deaktiviert. Mittlerweile gilt das Haus als überregionales Referenzobjekt zu Themen wie Energieeinsparung, Prozesskostenoptimierung und dem schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen.

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