Anzeige

Brände in der Produktion verhindern

Thermalkameras sprechen mit Löschsystemen

Die Kameras überwachen den Produktionsprozess auf kritische Temperaturen und greifen selbständig in den Produktionsprozess ein. Bei möglicher Überhitzung schlägt das System nicht nur Alarm, sondern stoppt die Produktionsmaschine selbstständig und startet bei Bedarf auch den Löschvorgang.

Bild: Mobotix AG

Bild: Mobotix AG

Im Juni 2015 führten überhitzte Polierplatten im Kuhn Rikon Stammwerk im Schweizerischen Rikon im Tösstal erst zu einer Staubexplosion und dann zu einem verheerenden Brand, der die Produktionsanlage und Teile des Produktionsgebäudes zerstörte. Mit dem daraus resultierenden Produktionsausfall entstand ein Gesamtschaden von umgerechnet 4,6Millionen Euro. Allein der Produktionsausfall belief sich auf 1,2Millionen Euro. „Zum Glück hatten wir keine Personenschäden zu beklagen, aber uns wurde auf drastische Weise klar gemacht, dass wir dringend einen zuverlässigen Schutz unseres Produktionsprozesses brauchen, der über einen gewöhnlichen Brandschutz hinausgeht“, erklärt Paul Brunschwiler, Produktionstechniker bei der Kuhn Rikon AG.

Passgenaue Programmierung und Prävention

 (Bild: Mobotix AG)

Polierprozess bei Kuhn Rikon (Bild: Mobotix AG)

Projektmanager Mathias Stauffacher überzeugte mit seinem Vorschlag, die Wärmebildkamera M16 Thermal von Mobotix mit einer Brandmelderlöschzentrale der Firma Hekatron Brandschutz zu koppeln: Die M16 Thermalkameras bieten eine hohe Bildauflösung und ermöglichen die exakte Überwachung aller Gefahrenzonen innerhalb des Produktionsablaufs. Das Softwarepaket der IP-Kameras eröffnet darüber hinaus eine passgenaue Programmierung auf die Bedürfnisse des Schweizer Unternehmens. „Wir haben drei Eskalationsstufen programmiert: Eine Warnmeldung bei einer kritischen Temperatur, den Produktionsstopp, wenn diese Grenze überschritten wird sowie den sofortigen Start des Löschvorgangs nach dem Produktionsstopp, so dass eine Brandausbreitung in jedem Fall unterbunden bleibt“, so Stauffacher.

Weniger Fehlproduktionen, Produktionsablauf gesteigert

Live- und Thermaler der Mobotix M 16 Thermalkameras (Bild: Mobotix AG)

Live- und Thermaler der Mobotix M 16 Thermalkameras (Bild: Mobotix AG)

„Durch die permanente und exakte Temperaturmessung konnten wir unseren Produktionsprozess derart optimieren, dass wir jederzeit mit der optimalen Temperatur arbeiten und Fehlproduktionen weitestgehend vermieden werden. Insgesamt konnten wir unseren Produktionsablauf um ca. 5 Prozent optimieren und damit auch die Arbeitsatmosphäre für unsere Mitarbeiter viel entspannter gestalten“, berichtet Paul Brunschwiler. Christian Heller, Sales Director DACH bei Mobotix, betont: „Das Kuhn Rikon-Projekt unterstreicht die Bedeutung von intelligenten Hard- und Softwarelösung beim Brandschutz und in der Produktionsoptimierung. Auch in vielen weiteren Branchen wie der Abfallwirtschaft oder in der Mineralöl- und Gas Industrie spielen unsere intelligenten Sicherheitssysteme eine tragende Rolle.“ „Der Vorfall bei Kuhn Rikon verdeutlicht, wie wichtig Systeme des anlagentechnischen Brandschutzes als ‚Lebensversicherung‘ für ein Unternehmen sind. Die Mitarbeitenden schützen und die Lieferfähigkeit des Unternehmens sichern gehen dabei Hand in Hand“, hebt Daniel Triebswetter, Systemspezialist Löschanlagenansteuerungen bei Hekatron Brandschutz, hervor. „Die Lösung für Kuhn Rikon überzeugt durch die einfache Aufschaltung der Mobotix Wärmebildkamera auf die Brandmelderlöschzentrale Integral IP sowie die intelligente Brandfallsteuerung – vom Produktionsstopp bis hin zur Auslösung der Löschanlage.“

Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Die Digitalisierung bietet mit virtuellen Medien und Simulationen ganz neue Möglichkeiten für die Planung von Sicherheitstechnik. So lassen sich über einen digitalen Gebäudezwilling bereits vor Baubeginn die erforderlichen technischen und baulichen Voraussetzungen definieren und erproben. Die Folge sind nicht nur zuverlässig hohe Sicherheitsstandards, sondern auch erhebliche Kosten- und Zeiteinsparungen. Die Potenziale einer softwarebasierten Planung zeigen sich zum Beispiel bei der Konzeption von Alarmierung und Evakuierung im Brand- und Gefahrenfall.‣ weiterlesen

Anzeige

Die Diskussion rund um das Thema Datenschutz macht auch vor den smarten vier Wänden nicht halt. Denn alles, was man selbst digital bedienen kann, könnten theoretisch auch unbefugte Dritte ansteuern. Hier setzt KNX Secure an und bietet einen wirksamen Schutz nach Bankenstandard im vernetzten Gebäude.‣ weiterlesen

Auf dem Markt für private Sicherheitstechnik gibt es einen kleinen Hype um Überwachungskameras mit WLAN-Funktion. Denn mit WLAN verbinden viele erst einmal Komfort. Ist Videoüberwachung jetzt noch einfacher, noch unkomplizierter zu realisieren? Ist Videoüberwachung per WLAN das neue Nonplusultra? Fakt ist: Videoüberwachung für Privathaushalte wird immer günstiger und ist längst nicht mehr den großen Villen vorbehalten. Aber die Euphorie sollte man durchaus kritisch betrachten, denn: WLAN macht vieles einfacher - Videoüberwachung aber nur in seltenen Fällen.‣ weiterlesen

Wenn der Bereich vor einer Gebäudeseite überwacht werden soll, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wer Details wünscht, platziert kostenintensiv mehrere Kameras, um die einzelnen Bereiche gezielt zu überwachen. Aber je mehr Kameras, umso schwerer wird es, bei einem Ereignis schnell zu reagieren und die einzelnen Kamerabilder dem Standort der Kamera zuzuordnen. Wenn also eine gute Übersicht vorrangig ist, eignet sich eine Kamera mit einem Weitwinkel-Objektiv. Die meisten herkömmlichen Kameras haben jedoch Objektive, deren Blickwinkel nicht weit über 100° hinaus gehen.‣ weiterlesen

Mit dem Neubau eines Abfertigungsterminals stieg die Reederei Norden-Frisia auf eine elektronische Zutrittsorganisation um. Schlüsselbücher gehören nun der Vergangenheit an. Jetzt steuert das elektronische Schließsystem BlueSmart, wer zugangsberechtigt ist.‣ weiterlesen

Anzeige

CES Omega Flex Elektronik-Zylinder und -Beschläge können einfach und ohne administrativen Aufwand oder Verkabelungen der Türen in Einbruch-Meldeanlagen (EMA) oder in Drittsysteme integriert werden. Mithilfe einer Universal-Funksteuerung werden die Zylinder oder Beschläge über 868MHz Funksingale gesteuert.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige