Blitz- und Überspannungsschutz: Umfassendes Schutzsystem

Rund 2,1Mio. Blitze pro Jahr gehen nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) auf Deutschland nieder. Im Durchschnitt wird jeder Quadratkilometer Jahr für Jahr vier Mal vom Blitz getroffen. Bei diesen beeindruckenden Zahlen liegt es auf der Hand, dass sich Industrieunternehmen ernsthaft mit dem Thema Blitz- und Überspannungsschutz auseinandersetzen müssen. Die Leutron GmbH, ein Spezialist für Blitz- und Überspannungsschutz, bietet mit dem umfassenden Schutzsystem LSPM (Lightning and Surge Protection Measures) eine leicht zu installierende Schutzmöglichkeit an.
Das umfassende Schutzsystem von Leutron basiert auf einer hoch entwickelten Metall-Keramik-Technologie hermetisch gekapselter und mit Edelgas gefüllter Trennfunkenstrecken und Gasentladungsableitern. Sie kommen u.a. in Installationen von Ableitern nach dem SEP-Prinzip zum Einsatz. Rückmeldungen von Kunden ergaben, dass trotz Blitzeinschlägen in Gebäuden oder Naheinschlägen bei Anlagen, die durch Einsatz von Schutzmodulen nach dem SEP-Prinzip geschützt sind, weder Störungen noch Zerstörungen auftraten. Aber auch wenn der Blitz nicht direkt ins eigene Gebäude einschlägt kommt es bis zu einem Radius von ca. 2km zu gefährlichen Sekundärwirkungen, wie beispielsweise induzierten Spannungen in elektrischen Leitungen. Und die Statistiken der Elektronikversicherer belegen, dass Überspannungen aufgrund von Ferneinschlägen sogar an der Spitze der Schadensursachen rangieren. All diesen Schäden will man häufig mit dem sogenannten Blitzschutzzonen-Konzept vorbeugen, das bereits in den 50er-Jahren entwickelt wurde. Es beinhaltet einen äußeren und inneren Blitzschutz, sowie Überspannungsschutz- und Schirmungsmaßnahmen. Dabei ist der äußere Blitzschutz mit Fangeinrichtung, Ableitungen und Erdungsanlage der typische ‚Blitzableiter‘. Die Komponenten des inneren Blitz- und Überspannungsschutzes hingegen werden an sogenannten Zonenübergängen installiert. Sie sollen verhindern, dass Blitzstrom und Überspannung ihren Weg in das Gebäude finden und hier Schäden verursachen, etwa durch gefährliche Funkenbildung. Jörg Jelen, Geschäftführer von Leutron, dazu: „Das funktioniert zwar, aber der Nachteil dieses Konzepts besteht darin, dass sehr viele Überspannungsschutz-Geräte an den Zonenübergängen notwendig sind, um den gewünschten Schutz zu gewährleisten.“ Zudem finde man in der Praxis häufig fehlerhafte Installationen vor, Ausfälle, Störungen und Zerstörungen von Anlagen und Geräten seien vorprogrammiert.

LSPM (Lightning and Surge Protection Measures)

Da ‚Weiterdenken‘ zur Philosophie von Leutron gehört, haben die Techniker des Unternehmens nach Lösungen gesucht, um sowohl die Sicherheit als auch die Wirtschaftlichkeit des Blitzschutzzonen-Konzepts zu verbessern. Das Ergebnis: die Kombination aus Blitzschutzzonen-Konzept und SEP-Prinzip – zum LSPM-Konzept. Im Gegensatz zum Blitzschutzzonen-Konzept, bei dem jede zu schützende Zone einzeln abgesichert werden muss, kann der Blitz- und Überspannungsschutz nach dem SEP-Prinzip an einem Punkt zusammengefasst werden. Denn hinter dem SEP-Prinzip steckt eine einfache Überlegung: Pro Schaltschrank wird ein zentraler Punkt (Single Entry Point) festgelegt, an dem alle Netz- und Datenleitungen ein- bzw. ausgeführt werden. Hier befindet sich auch der Überspannungsschutz: Für die Netzleitungen kommt z.B. der von Leutron entwickelte PowerPro BCD zum Einsatz. Er vereint Blitzstrom- und Überspannungsableiter der Typen T1-T3 in einem Gerät. Die Datenleitungen werden durch spezielle Kombiableiter geschützt. Die Installation nach SEP-Prinzip spart etwa die Hälfte der Gerätekosten und dazu noch einen Großteil der Ausgaben, die für Montage und spätere Wartung anfallen würden. Die technischen Vorteile sind: Verhinderung von gefährlichen Potentialunterschieden sowie Induktions-/Installationsschleifen und damit Vermeidung von induzierten gefährlichen Überspannungen und Strömen.

Zukunftssicheres Schutzkonzept

Da moderne Elektronik in allen Bereichen immer leistungsfähiger und gleichzeitig sensibler wird, ist es wichtig, dass ein Schutzkonzept auch zukunftssicher ist. Eine Installation nach LSPM-Konzept erfüllt auch diese Anforderungen. „Diese Installation wächst mit, kann je nach Wunsch einfach modifiziert und neuen Situationen angepasst werden“, erläutert Geschäftsführer Jörg Jelen. „Die Kombination aus Blitzschutzzonenkonzept und SEP-Prinzip ist ideal“, so das Fazit von Jörg Jelen. Denn sie ermögliche es, bei gleicher Schutzwirkung einen Großteil der Überspannungsschutz-Geräte einzusparen. Außerdem würde so ein günstigerer Blitz- und Überspannungsschutz mit besserer Übersicht realisiert.

Fazit

Das eine tun, das andere nicht lassen, heißt folglich die Devise, nach der Industrieunternehmen beim Blitz- und Überspannungsschutz vorgehen sollten. Damit auch diese Naturgewalten beherrschbar werden und mögliche Störungen bereits im Vorfeld ausgeschlossen sind.

Kasten: Theorie

Das SEP-Prinzip (Single Entry Point-Prinzip)
– Blitz- und Überspannungsschutz an einem Punkt zusammengefasst
– spart rund 50% der Gerätekosten
– reduziert Montage und Wartungskosten
– übersichtlich und einfach zu installieren
– flexibel, anpassungsfähig und daher zukunftssicher
http://www.leutron.de/de/sep-prinzip.html

Das Blitzschutzzonen-Konzept
– beinhaltet den äußeren und inneren Blitzschutz sowie Überspannungs- und Schutzmaßnahmen
– Installation der Schutzkomponenten an sogenannten Zonenübergängen
– Nachteil: viele Überspannungsschutz-Geräte an den Zonenübergängen notwendig

Überspannungsschutz als Teil der EMV (elektromagnetische Verträglichkeit)
– Der Überspannungsschutz ist ein Teilbereich der EMV.
– Die EMV definiert die Fähigkeit einer elektrischen Einrichtung (eines Bauelements, einer Baugruppe, eines Geräts, einer Anlage) in einer vorgegebenen elektromagnetischen Umgebung in beabsichtigter Weise zu arbeiten, ohne diese Umgebung durch elektromagnetische Wirkungen in unzulässiger Weise zu belasten.
– Die EMV hängt im Wesentlichen von der Eigenstörfestigkeit, der Fremdstörfestigkeit sowie dem Störaussendungsgrad ab.

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