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Blitz- und Überspannungsschutz für die Gebäudetechnik

Blitz und Donner beeinflussen seit jeher die Lebensumgebung der Menschen. Gewitter sind beeindruckend, aber die Auswirkungen eines Blitzeinschlags sind oft verheerend. Beispielsweise können Gebäude bei einem direkten Treffer in Brand geraten. Mit der Erfindung des Blitzableiters durch Benjamin Franklin im Jahre 1752 ließ sich der Blitz ‚einfangen‘ und direkt in die Erde ableiten. Die Gebäude waren geschützt – jedenfalls von außen. Aber wie steht es um die Elektroinstallationen im Inneren? Bis zu Beginn der 80er Jahre umfasste eine Elektroinstallation im Gebäude im Wesentlichen das Licht sowie ein paar verhältnismäßig robuste Elektrogeräte. Man konnte sich darauf beschränken, bei einem aufziehenden Gewitter den Stecker zu ziehen.
Heutzutage werden Gebäude immer intelligenter. Klima-, Lüftungs- sowie Beleuchtungsteuerungen sind Stand der Technik. Mit der modernen Gebäudetechnik stehen für den privaten und gewerblichen Bereich komfortable Systemlösungen für angenehme Wohn- sowie Arbeitsverhältnisse zur Verfügung. Durch Fernwirktechnik können von unterwegs sämtliche Elektrogeräte bedient, die Fenster und Türen geöffnet oder geschlossen werden und man kann von jedem Ort der Welt via Datenvernetzung einen Blick in sein Gebäude werfen. Vernetzung sowie Digitalisierung bringen Komfort, stellen aber gleichzeitig hohe Anforderungen an die Sicherheit und Verfügbarkeit. Darüber hinaus steigt mit der Leistungsfähigkeit der Elektronik ihre Empfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Störungen, wie sie z.B. von Blitzeinschlägen verursacht werden. Selbst kleine Schäden einer Blitzeinwirkung im System können verheerende Folgen nach sich ziehen. Und einfach nur den Stecker ziehen ist schon längst nicht mehr möglich. Ein Blitzschlag kann in Bruchteilen von Sekunden die Elektronik der Gebäudeautomation komplett lahm legen. Überspannungen sind die Ursache für die Zerstörung von Geräten, Mikroelektronik sowie Datennetzwerktechnik. Dabei muss der Blitz nicht einmal das Gebäude direkt getroffen haben. Auch Blitzeinschläge in einer Entfernung bis zu 1,5km führen zu so hohen Spannungsanhebungen über das Erdreich, dass die angeschlossenen Geräte zerstört werden. Durchschnittlich werden in Deutschland jährlich 1,5Mio. Blitze gezählt. Folglich ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass jedes Gebäude einmal direkt oder indirekt von einem Blitzeinschlag betroffen sein kann.

Zahlt die Versicherung?

Sachversicherer zahlen jährlich etwa 2,5Mio. Euro für Schäden durch Überspannungen. Das entspricht rund 20% des gesamten Schadenaufkommens, das durch Hausratversicherungen gedeckt wird. Dabei bekommt man ausschließlich die zerstörten Geräte erstattet – nicht gezahlt werden beispielsweise verloren gegangene Dateien oder Digitalfotos auf einem Computer, Ausfallzeiten, Folgekosten oder der Wiederbeschaffungsaufwand. Und gerade diese Verluste sind für den Betroffenen meist höher zu bewerten als der Verlust des einzelnen Geräts. Eine Vorsorge durch den Einsatz von Überspannungsschutz-Komponenten ist hier besser, als die Unannehmlichkeiten im Schadensfall auf sich zu nehmen. Zum Teil belohnen Versicherungen sogar die Installation von fachgerecht ausgewählten Schutzgeräten mit Beitragsermäßigungen oder einer finanziellen Beteiligung. Maßnamen für den Überspannungsschutz sind verhältnismäßig einfach zu realisieren. Sie sollten allerdings von einer Elektrofachkraft geplant und installiert werden. Ein wirksames Überspannungsschutz-Konzept beginnt im Sicherungskasten. An diesem ‚Knotenpunkt‘ der Stromverteilung können Überspannungen aus dem Netz gefiltert werden, bevor sie überhaupt ins Gebäude gelangen können. In den meisten Fällen, beispielsweise wenn das Haus keine äußere Blitzschutzanlage besitzt, ist ein Überspannungsschutzgerät vom Typ 2, wie Valvetrab compact von Phoenix Contact, das ideale Schutzgerät für die Installation vor dem Fehlerstromschutzschalter (FI). Es entsteht kaum zusätzlicher Installationsaufwand und es werden maximal 48mm Platz im Verteiler benötigt. Geräte mit besonders sensiblen Daten oder wichtigen Funktionen müssen am Netzstecker zusätzlich mit einem Geräteschutz vom Typ 3 – zum Beispiel Maintrab – vor kleineren, aber immer noch zerstörenden Überspannungen geschützt werden. Diese werden durch Schalthandlungen induktiver Verbraucher wie Elektromotoren oder Leuchtbänder erzeugt. Eine Kombination aus Typ 2 und Typ 3 Ableitern gibt den optimalen Schutz vor großen und kleinen Überspannungen auf der Stromversorgungsseite.

Rundum geschützt – wenn alle Leitungen gesichert sind

Der beste Überspannungsschutz auf der Stromversorgungsseite nützt nichts, wenn nicht auch die Dünndrahttechnik berücksichtigt wird. Überspannungen gelangen ebenso über die Datenleitungen, die von außen ins Gebäude kommen, an die Geräte – sie kommen quasi ‚durchs Hintertürchen‘. Betroffen sind in den meisten Fällen die Antennen- sowie die Telefonleitung. Kombinationen aus einem 230V-Geräteschutz und einem Signalleitungsschutz lassen sich einfach als Steckadapter vor die zu schützenden Endgeräte setzen, wie die Schutzgeräte Maintrab TAE/ISDN für das Telefon oder Maintrab TV-SAT für den Satelliten-Fernsehanschluss.

Fazit

Die Digitalisierung hält weiter Einzug in die Gebäudetechnik – sei es bei Neubauten oder Renovierungen, in Datennetzwerken, moderner Unterhaltungselektronik, Sicherheitstechnik oder in der Leuchtensteuerung. In gleichem Maße gewinnt die Gefahr vor Zerstörungen durch Überspannungen sowie Blitzeinwirkungen an Bedeutung. Durch ein fachgerechtes Überspannungsschutz-Konzept lassen sich Komfort und Vorteile digitaler Automation sowie High End-Technik im Gebäude künftig auch bei Blitz und Donner genießen.

Kasten:
Alles in einem Set

Ein umfassendes Überspannungsschutz-Konzept muss nicht kompliziert sein. Das Gebäude-Set Trabtech von Phoenix Contact enthält die Grundausstattung inklusive Installationszubehör und Brückenmaterial für die Gebäudeeinstallation, beispielsweise in Büro, Praxis, Werkstatt oder Eigenheim. Die aufeinander abgestimmten Schutzgeräte erhöhen die Verfügbarkeit und Sicherheit von Elektroinstallationen, Telefonanlagen, Unterhaltungselektronik sowie empfindlichen Elektrogeräten. Das Gebäude-Set umfasst:
1 x
Typ 2 Ableiter Valvetrab compact für die Verteilung
2 x
Typ 3 Ableiter Maintrab für 230V-Endgeräte
1 x
Kombination aus 230V-Schuko sowie

Telefonleitungsschutz (ISDN oder analog)
1 x
Kombination aus 230V-Schuko und

Antennenleitungsschutz (Kabel oder Satellit)

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