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Apps statt Programm

Für viele Menschen ist Fernsehen weiterhin das, was es schon immer war. Doch immer mehr sind es leid, sich schlicht berieseln zu lassen. Diese Gruppe setzt auf das Internet, womit man sich nur ganz bestimmte Sendungen anschauen kann. Die Multimediabox VideoWeb dient in diesem Kontext als Schnittstelle, da sie webbasierte Inhalte auf den TV-Bildschirm überträgt. Doch wie gut funktioniert das Gerät?
Wer denkt, er stöpselt die Box einfach in die Steckdose und schon kann es losgehen, der täuscht sich. Bevor sich der Käufer unterhalten lassen kann, muss er das Gerät nämlich mit seinen persönlichen Daten registrieren. Hierbei benötigt er auch einen Computer, denn das System schickt einen vierstelligen Zugangscode per E-Mail, ohne den das Gerät überhaupt nicht funktioniert. Es dauert also tatsächlich eine Weile, bis alles startklar ist.

Das eigene Programm

Im Gegensatz zu Videospielkonsolen, die sich im Grunde längst zu Multimediazentralen gemausert haben, erklingt kein Ton, während sich der Startbildschirm aufbaut. Und fertig ist das Hauptmenü an sich auch noch nicht, denn letztlich wählt der Benutzer die Inhalte selbst. Programme gibt es nicht, man lädt sich daher Apps herunter. Das können eigens für die Plattform entwickelte Kanäle sein, Mediatheken von den öffentlich-rechtlichen Sendern oder Streaming-Dienste wie Zattoo.

Große Auswahl

Die Auswahl an Apps ist beachtlich, da das Themenspektrum sehr breit gefächert ist. Man kann z.B. Kanäle des Kölner Internetmusikfernsehsenders Putpat nutzen und sich so sowohl aktuelle als auch ältere Videoclips anschauen. Interessiert man sich für ein bestimmtes Genre und wählt eine Musikgruppe, die stilistisch in diesem Bereich angesiedelt ist, dann trifft dies auch auf alle folgenden Clips zu. Das Gute daran: Alles ist umsonst. Es erinnert aber auch ein wenig an das Prinzip von Youtube; die Plattform führt ja auch passende Vorschläge in der Randspalte auf.

Gute Unterhaltung

Wer gern lacht, dem sei die Comedy-Plattform MySpass empfohlen, über die man sich Serien wie Ladykracher, Pastewka oder Stromberg anschauen kann. Es gibt auch etliche Clips bekannter Comedians wie Bülent Ceylan, Cindy aus Marzahn oder Eckart von Hirschhausen. Darüber hinaus präsentieren die Macher Specials, etwa zum Köln Comedy Festival. Wenn man noch nicht alles im üblichen Fernsehprogramm gesehen hat, dann hat die Plattform durchaus ihren Reiz. Ansonsten wirkt es zu sehr nach Recycling.

Altersgerecht eingeteilt

Eltern haben die Möglichkeit, die Mediathek Kika+ von ARD?und ZDF herunterzuladen. Die jungen Zuschauer begegnen so populären Figuren wie Bernd das Brot oder Prinzessin Lillifee. Gut daran ist, dass es zum einen Folgen gibt, die auf die jeweilige Altersgruppe zugeschnitten sind, und dass es zum anderen keine Werbespots gibt.

Bilder frieren ein

Das Konzept, auf dem VideoWeb TV basiert, ist ausgesprochen simpel: Die Entwickler transportieren einfach Kanäle des Internets auf das Fernsehgerät. Der Computer wird quasi ausgeblendet. Das macht sich meist kaum bemerkbar, beim Streaming-Dienst Zattoo aber schon. Während den Spielen der Fußball-Europameisterschaft kam es immer wieder vor, dass das Bild einfror; ab und an lediglich für eine halbe oder ganze Minute, mal jedoch so lang, dass man entweder das Programm oder sogar die Box komplett neu starten musste. In solchen Momenten stört einen das selbstverständlich sehr. Da wünscht man sich die gute alte Glotze, das analoge TV, zurück.

Dateien übertragen

Gut gelingt es, mithilfe des Programms Android Viewer selbst aufgenommene Fotos und Filme direkt via WLAN auf den TV zu schicken. Die Software funktioniert mit Smartphones und Tablets, auf denen sich ein Android-Betriebssystem befindet. Mit iPhone und iPad lässt sich ebenfalls alles steuern. Der Besitzer der Box hat aber auch die Möglichkeit, maximal zwei USB-Sticks einzustecken und so Dateien über einen integrierten Mediaplayer abzurufen. Videospielkonsolen wie die PlayStation3 und die Xbox bieten einem jedoch mehr Darstellungsmöglichkeiten. Es fehlt allein schon die Option, eine Diashow zu starten. Bilder und Co. überträgt VideoWeb TV außerdem über ein beiliegendes HDMI-Kabel.

Nicht perfekt

Alles in allem schneidet die Multimediabox gut ab. Sehr positiv fällt ins Gewicht, dass sie mit 7,2W nicht allzu viel Strom verbraucht und dass sie vor allem leise bleibt. Die Steuerung mit der Fernbedienung ist allerdings verbesserungswürdig. Denn manchmal muss man mehrmals auf eine Taste drücken bis das Gerät reagiert. Das stört. Praktisch hingegen ist, dass man über eine Home-Taste umgehend zum Hauptmenü gelangt. Und dadurch, dass sich der Besitzer anfangs mit einer E-Mail-Adresse registrieren muss, erhält er regelmäßig Informationen über Neuerungen, die das System und die Inhalte betreffen.
(fmg)

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