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Aluminium-Anschlussdosen: Sicherheit und höhere Renditen

Photovoltaikanlagen erfreuen sich bei privaten Bauherren, Unternehmen, Kommunen und professionellen Investoren wachsender Beliebtheit. Hiervon profitiert das Elektrohandwerk. Laut ZVEH befasst sich heute über ein Drittel aller elektrotechnischen Handwerksbetriebe mit der Installation solartechnischer Anlagen. Die Umsätze lagen nach ZVEH-Zahlen 2009 bei rund 13Mrd.E und dürften sich 2010 nochmals erhöht haben. Zugleich steigt der Bedarf an guter Beratung durch den Fachmann. Dabei geraten Qualität, Sicherheit sowie die Rendite der Anlagen im Zuge der sinkenden Solarförderung stärker in den Fokus.
Nur wenige Bauherren von Photovoltaikanlagen haben sich in der Vergangenheit intensiv langfristige Gedanken über ihre Investitionen gemacht, die idealerweise auch die 20 geförderten Jahre übersteigen und dabei keine Probleme bereiten sollen. Wichtig waren eher der Umweltgedanke und die Förderung der Photovoltaik. Der Ärger ist jedoch immer dann groß, wenn es zu Ausfällen, ernsthafteren Schäden wie Undichtigkeit des Dachs infolge fehlerhafter Installationen oder sogar Feuer kommt. Dies fällt direkt auf den Handwerker zurück, der die Anlage installiert hat. Da viele Aufträge auf Empfehlungen beruhen, können sich Schäden sehr rasch negativ auf den Betrieb auswirken. Dabei kann der Elektrohandwerker gerade bei den Themen Sicherheit, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit durch einen Informationsvorsprung deutlich Pluspunkte bei potentiellen Auftraggebern sammeln. Ein Beispiel hierfür ist der Einsatz von Aluminium-Anschlussdosen.

Anschlussdose als Risiko

Nachdem im Sommer 2006 und 2009 die weltgrößte Aufdach-Photovoltaikanlage im hessischen Bürstadt brannte, ist die Feuergefahr stärker in den Blickpunkt geraten. Ein kritisches Bauteil dabei sind Anschlussdosen aus Kunststoff, in denen es aus unterschiedlichen Gründen zu einer Überhitzung mit der Gefahr eines Brandes kommen kann. Im Inneren von Anschlussdosen fließt Strom und entstehen in den Dioden Temperaturen von bis zu 200°C. Überhitzen die Dioden oder Korrodieren die Kontakte durch eindringende Feuchtigkeit, kann sich in der Anschlussdose ein Brand entwickeln – im ungünstigen Fall greifen die Flammen auf das Gebäude über.

Lösung auch für extreme Belastungen

Wer als Elektrohandwerker das Risiko Feuer deutlich minimieren will, achtet auf Anschlussdosen aus dem nicht brennbaren Werkstoff Aluminium. Diese hat das Unternehmen FPE Fischer aus Leutkirch vor drei Jahren in den Markt gebracht. Seither setzen immer mehr deutsche und internationale Solarmodulhersteller auf diese Lösung. Durch die wärmeableitende und wasserdichte Konstruktion, das witterungsbeständige und widerstandsfähige Material und den gezielten Druckausgleich erreichen Aluminium-Anschlussdosen eine Lebensdauer, die die Einsatzzeit von Solarmodulen übertrifft. Gegenüber traditionellen Anschlussdosen aus Kunststoff werden die Vorteile insbesondere bei unterschiedlichen Witterungseinflüssen und den Temperaturunterschieden im Inneren deutlich. So werden verschiedene Kunststoffe infolge praller Sonneneinstrahlung bei Tag, Minusgraden bei Nacht, Ammoniakbelastungen auf Tierställen, salzhaltiger Atmosphäre in Küstenregionen und anderen kritischen Umweltbedingungen im Zeitablauf brüchig und porös. Dies kann zu korrodierenden Kontakten führen. Dabei steigt die Gefahr eines Lichtbogens sowie eines Brandes im Inneren der Anschlussdose. Die nicht brennbaren FPE Aluminium Anschlussdosen der Schutzart IP67 bieten Schutz vor eindringender Feuchtigkeit und sind wasserdicht. Damit versiegeln diese zugleich auch die Solarmodule gegen eindringende Feuchtigkeit über die Bändchen und verhindern eine Delamination an den Modulen.

Wirtschaftlich effizient

Neben dem Aspekt Sicherheit spielt angesichts sinkender Renditen infolge geringerer Solarzulagen die wirtschaftliche Effizienz von Anlagen eine immer größere Rolle. Hier bieten Aluminium Anschlussdosen signifikante zusätzliche Vorteile – und dies zu Preisen, die sich trotz des höherwertigen Werkstoffs Aluminium nicht signifikant von Kunststoff Anschlussdosen unterscheiden. So führen korrodierende Kontakte zu einem erhöhten Widerstand, der sich im Zeitablauf negativ auf die Leistung von Plastikanschlussdosen und die Energiebilanz von Solarmodulen für den Anlagenbetreiber auswirkt. Die wartungsfreien Aluminium-Anschlussdosen hingegen erbringen über ihre gesamte Lebensdauer eine konstante Leistung. Durch die optimale Kühlung der Dioden haben diese gegenüber herkömmlichen Anschlussdosen aus Kunststoff eine bis zu achtfache Lebensdauer. Hinzu kommt die außergewöhnliche Servicefreundlichkeit. So lässt sich das Produkt auch nach vielen Jahren im Einsatz (z.B. für den erforderlichen Austausch von Dioden verursacht durch einen Blitzschlag) leicht öffnen, reparieren und wieder in den Originalzustand bringen. Je nach Größe ei­ner Photovoltaikanlage können hingegen bei einem notwendigen Austausch von Kunststoff Anschlussdosen für Material und Arbeitszeit sowie die Wartung schnell einige tausend Euro zusammenkommen. Und dies mehrfach im Laufe der Lebenszeit einer Anlage. Zählt der Betreiber die Ausfälle durch die abfallende Leistung seiner Solarmodule hinzu, verschlechtert sich seine Rendite weiter.

Fazit

Der Elektrohandwerker sollte Bauherren von Solaranlagen vor der Investitionsentscheidung nicht nur über die aktuellen Kosten sondern auch intensiv über mögliche Folgekosten und das Thema Sicherheit informieren. Der nicht brennbare Werkstoff Aluminium bietet gegenüber vielen eingesetzten herkömmlichen Kunststoffen vor allem langfristige Vorteile, die sich für Anlagenbetreiber im Zeitablauf sehr positiv auf die Rentabilität und Langlebigkeit ihrer Investitionen auswirken. Zugleich sichert sich der Elektrohandwerker zufriedene Kunden und durch gute Beratung Potenzial für weitere Geschäftsmöglichkeiten.

Intersolar Europe 2011: Halle C3, Stand 260

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