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All-IP auf gutem Weg

Die All-IP-Initiative der Deutschen Telekom schreitet voran. Unternehmen, die noch über ISDN telefonieren, sind daher gut beraten, sich zeitnah mit dem Thema zu befassen. Florian Buzin, Geschäftsführer der Starface GmbH, zeigt drei mögliche Wege zu All-IP auf – und erläutert deren Vor- und Nachteile.

Shot of a support agent smiling at the camera with colleagues blurred in the backgroundhttp://195.154.178.81/DATA/i_collage/pi/shoots/805183.jpg (Bild: ©PeopleImages/istockphoto.com)

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Bis 2018 wird die Umstellung von ISDN auf All-IP aller Voraussicht nach noch dauern. Aber es ist Vorsicht geboten: die Kündigung der Deutschen Telekom kann auch morgen schon im Briefkasten liegen. Unternehmen sollten die ISDN-Ablösung daher nicht auf die lange Bank schieben. Je früher sie das Projekt angehen, desto mehr Zeit bleibt ihnen, um die eigenen Anforderungen zu definieren und eine passende Lösung zu entwickeln. Grundsätzlich lohnt es sich, bei der Migration auf All-IP drei Ansätze abzuwägen:

Variante 1: Wechsel auf eine native IP-Anlage als Wegbereiter für UCC

Viele Unternehmen hadern mit der Pflichtaufgabe All-IP-Umstellung und sehen nicht den Mehrwert, sondern nur die vermeintlichen Schwächen der Technologie. Dabei steht die IP-Telefonie heute ISDN in Sachen Sprachqualität und Verfügbarkeit in nichts nach, eher im Gegenteil: Wenn die Bandbreite stimmt, ist mit modernen QoS-Features selbst HD-Audio realisierbar. Und auch die Funktionspalette moderner IP-Systeme ist klassischen Telefonielösungen zumindest ebenbürtig. Sogar High-End-Features wie Video- und Mehrfachkonferenzen sind einfach und ohne Aufpreis nutzbar. Wer All-IP zum Anlass nimmt, um seine in die Jahre gekommene Altanlage durch eine zeitgemäße Unified Communications & Collaboration(UCC)-Plattform abzulösen, profitiert darüber hinaus von einer Reihe weiterer Vorteile. UCC-Systeme führen alle Kommunikationsmedien des Unternehmens – darunter Telefon, E-Mail, Smartphone, Fax, Voicemail, SMS, Instant Messaging und Videokonferenzen – am PC des Mitarbeiters zusammen. Die Anwender können so jederzeit auf alle relevanten Kommunikationskanäle und Kundendaten zugreifen, inklusive leistungsfähiger Präsenzmanagement- und Collaboration-Werkzeuge. Für eine optimale Verzahnung der Kommunikations- und Businessprozesse lassen sich die UCC-Plattformen zusätzlich mit vorhandenen ERP- oder CRM-Lösungen integrieren. Dann können die Nutzer beispielsweise während des Gesprächs Notizen in der elektronischen Kundenakte anlegen oder Beratungsgespräche automatisiert abrechnen. Zugegeben: Die Kombination aus radikalem Technologiewechsel und komplexem Integrationsprojekt hat ihren Preis. Daher gilt es, den Zeit- und Kostenaufwand realistisch zu kalkulieren, und die UCC-Einführung nicht zu unterschätzen – gerade mit Blick auf den meist erforderlichen Austausch analoger Gebäudetechnik wie Lichtruf-, Alarm-, Video- und Brandlagen. Wer sorgfältig plant und budgetiert, kann seine Kommunikation mit einem solchen Migrationsprojekt dafür auf einen ganz neuen Level heben.

Variante 2: TK-Anlagen-Upgrade für eine schrittweise All-IP-Umstellung

Doch es gibt auch sanftere Migrationspfade. In vielen Fällen können Unternehmen einfach ein IP-Gateway oder eine IP-Anlage zwischen Altsystem und IP-Anschluss schalten. So stellen sie einfach und schnell den Zugang ins All-IP-Netz sicher, können ihre Infrastrukturen, Anwendungen und Endgeräte aber bis zur Abschreibung weiter nutzen. Der Integrationsaufwand bleibt dabei überschaubar, weil Rufnummernpläne, Adressbücher und Telefone nicht erneuert werden müssen. Bei all dem gilt es allerdings zu beachten, dass die Überbrückung mithilfe eines IP-Gateways keine Dauerlösung darstellt. Wesentlich eleganter ist es, als Schnittstelle eine IP-fähige Telefonanlage zu verwenden. Dann lässt sich die Migration nämlich sehr effizient im selbstgewählten Tempo vorantreiben, indem man die Nebenstellen der Mitarbeiter im Rahmen der üblichen Umzüge und Personalwechsel switcht. Das dauert zwar etwas länger, erfolgt aber ohne Druck und ohne große Kostenblöcke.

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