Smart Home und intelligente Alarmanlagen

Wer blickt da noch durch?

Google startet mit den ‚Nest‘-Produkten auf dem deutschen Markt und schiebt damit das Thema Smart Home weiter an. Wir geben einen Einblick in die Entwicklung des Smart Home und der Faktoren, die es bei einer Anschaffung zu beachten gilt.


Das ‚Internet of Things‘ ermöglicht es nicht nur, dass quasi jedes technische Gerät mit anderen technischen Geräten innerhalb eines Systems kommunizieren kann, sondern vor allem, dass die Geräte interagieren. Smart Home ist der Fachbegriff dafür. Auch die klassischen Bereiche der Alarmanlage und der Videoüberwachung haben von den Entwicklungen, die mit dem ‚Internet of Things‘ einhergingen, maßgeblich profitiert. Plante man in der Vergangenheit beispielsweise die Anschaffung einer solchen Anlage, so musste sie meist schon im Bauprozess eines Gebäudes mit eingeplant werden. Der nachträgliche Einbau war – und ist es noch immer – mit hohen Kosten verbunden. Dementsprechend können analoge Alarmanlagen und Videoüberwachungssysteme nur von einem erfahrenen Installateur errichtet und in Betrieb genommen werden. Alle Einstellungen und Veränderungen liegen immer in der Hand eines externen Experten. Dank der Digitalisierung und der damit einhergehenden Vernetzung werden die Kabel der analogen Alarmanlage gelöst und durch smarte WLAN- und Funkoptionen ersetzt. Durch einen Netzwerkanschluss lassen sich die neuen digitalen Anlagen nicht nur mit anderen netzwerkfähigen Komponenten verbinden, sondern ermöglicht darüber hinaus auch den Zugriff auf das System durch den Besitzer von überall auf der Welt. Spätestens jetzt, da der US-Gigant Google mit seiner Tochter ‚Nest-Labs‘ eigene Smart-Home-Produkte auf dem deutschen Markt anbietet, ist das intelligente Zuhause in aller Munde. Auch wenn das amerikanische Unternehmen aus Mountain View als großer Innovator gilt, ist es in diesem Fall ein Nachzügler und betritt einen hierzulande hart umkämpften Markt. Denn insbesondere Firmen aus dem Land des German Engineering haben den Trend schon früh erkannt und entsprechend reagiert. So verwundert es kaum, dass es eine schier unüberblickbare Vielfalt an Produkten in den Bereichen Smart Home, elektronischer Alarmanlagen und Videoüberwachung gibt. Unternehmen, die den Dreiklang aus diesen drei miteinander vernetzten Bereichen schaffen, gibt es allerdings sehr viel weniger. Bei der Auswahl eines geeigneten Smart-Home-Systems gilt es, besonders zwei Faktoren zu beachten, um eine reibungslose und sichere Funktionsweise zu garantieren: Die Verwaltung der vom System gesammelten Daten und die Integration neuer Komponenten in ein bestehendes System.

 

Bewegungsmelder lassen sich mit einem Klick ins System integrieren. (Bild: Lupus-Elektronics GmbH)

 

Cloudbasierte Lösungen vs. Zentrale

Die Produkte der Google-Tochter Nest kommunizieren ausschließlich über WLAN und sammeln alle Daten auf einem externen Google-Server, in anderen Worten: In der Cloud. Damit ist Nest nicht alleine, denn fast sämtliche smarte Lösungen setzten auf diese Variante. Cloudbasierte Lösungen mögen zwar auf den ersten Blick nützlich und komfortabel wirken, auf den zweiten Blick bieten sie aber Cyberkriminellen und potenziellen Einbrechern eine Möglichkeit, sich Zugang zum gesamten System und gesammelten Daten zu verschaffen. Ist das einmal gelungen, kann sich eine fremde Person ungehindert Zugang zur vernetzten Wohnung organisieren oder das Kamerasignal der Videoüberwachung abfangen und nach Belieben einen Blick darauf werfen. Aktuell gibt es auf dem Markt nur eine Alternative zu cloudbasierten Systemen. Die IP-gestützten Smart-Home- und Alarmsysteme von Lupus-Electronics. Alle aufgezeichneten Daten werden bei diesem System auf einer kleinen Speichereinheit in der zentralen Steuereinheit gespeichert. Ein Angriff auf das System von außen ist somit ausgeschlossen. Dabei müssen keine Abstriche in puncto Benutzerfreundlichkeit gemacht werden. Die einzelnen Komponenten kommunizieren über eine 256-Bit verschlüsselte Funkverbindung, während die Zentrale über ein Netzwerkkabel über den Router mit dem Internet verbunden ist.

Auch Netzwerkkameras lassen sich leicht in das System einbinden. (Bild: Lupus-Elektronics GmbH

 Integration neuer Komponenten in ein bestehendes System

Vor dem Kauf eines Smart-Home-Systems steht man vor der Frage, welche Komponenten in das System eingebunden werden sollen. Smarte Heizkörperthermostate, Rollladenrelais und Steckdosen gehören mittlerweile zu den Smart-Home-Klassikern und lassen sich von vielen Anbietern aus einer Hand erwerben. Die Kunst des modernen Smart-Home-Systems liegt in der Fähigkeit, neben einem bestehenden eigenen Produktangebot eines Unternehmens, andere smarte Produkte einbinden zu können. Das erfolgt durch die Kompatibilität mit Funkstandards wie beispielsweise ZigBee und Z-Wave. Während man diese Möglichkeit mit den Nest-Produkten nicht hat, ist die Lupusec von Lupus-Electronics genau so ein modernes Smart-Home-System. Neben einem umfangreichen Produktangebot von über 60 Komponenten, lassen sich viele gängige smarte Produkte in das System integrieren, beispielsweise die Philips Hue-Lampen und Leuchtmittel. Ein weiteres Kriterium bei der Integration spielt das Anlernen neuer Komponenten in das System. Herkömmliche Alarm- oder Smart-Home-Systeme werden über ein kleines LCD-Display und einen auf der Zentrale befindlichen Ziffernblock bedient. Die komplette Installation, also auch das Anlernen von Sensoren sowie alle Änderungen in der Konfiguration, müssen umständlich mit Tastenkombinationen eingegeben werden. Die kleine Anzeige auf der Alarmzentrale reicht meist nur aus, um den aktuellen Status anzuzeigen. Lupusec Smart-Home-Systeme lassen sich bequem über eine übersichtliche und leicht verständliche Webseite einrichten. Neue Komponenten werden durch einfaches Drücken eines Schalters am jeweiligen Produkt von der Zentrale automatisch erkannt und in das System eingebunden. Smart-Home-Systeme von Lupus-Electronics lassen sich per intuitiver App von überall aus der Welt bedienen. So hat man den Status seiner intelligenten vier Wände stetig im Blick und kann im Notfall schnell reagieren.

 

Die Lupusec-App und die Desktopanwendung machen eine Integration neuer Komponenten einfach. (Bild: Lupus-Elektronics GmbH)

Smart Home und intelligente Alarmanlagen
(Bild: Lupus-Electronics GmbH) (Bild: Lupus-Electronics GmbH)


Das könnte Sie auch interessieren

Drei Meisterstipendiaten legen erfolgreich Abschlussprüfung ab

Seit 2015 lobt die Initiative Elektromarken. Starke Partner. jährlich zehn Meisterstipendien aus. Die Unterstützung der 17 Markenhersteller erzielte viele positive Resonanzen und trägt bereits Früchte: Drei der Meisterstipendiaten 2016 haben mittlerweile erfolgreich ihren Meisterabschluss in der Tasche. Auch in diesem Jahr lobt sie wieder Meisterstipendien aus.

Anzeige
VDE-Forum zur Deutschen NormungsRoadmap ‚Elektrische Energieeffizienz‘

Vom 5. bis 6. Dezember 2017 findet in der alten Schlosserei der Energieversorgung Offenbach (EVO) das VDE-Expertenforum zur Deutschen Normungs-Roadmap ‚Elektrische Energieeffizienz‘ statt. Bei steigenden Energiepreisen und knappen Energieressourcen hängen Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit immer mehr von der Fähigkeit ab, den Einsatz von Energie möglichst effizient zu gestalten.

Experte für Arbeitgebermarke verstärkt die Elmar-Jury 2017

In diesem Jahr verleiht die Initiative ‚Elektromarken. Starke Partner.‘ erstmals einen Elmar für den besten Arbeitgeber. Die neu geschaffene Kategorie richtet sich an alle Elektrohandwerksbetriebe, die außergewöhnliche sowie innovative Mitarbeiterkonzepte entwickelt und umgesetzt haben. Als Spezialist für das Thema Arbeitgebermarke ist dieses Jahr der deutsche Employer Branding-Stratege Ingo Müller Teil der vielseitig versierten ELMAR-Jury.

German Brand Award für Merten

Schneider Electric gehört mit seiner Marke Merten zu den Preisträgern des German Brand Award 2017, der vom Rat für Formgebung und dem German Brand Institute verliehen wird. Mit dem Award werden erfolgreiche Markenführung und nachhaltige Markenkommunikation ausgezeichnet.

Grundlagen und Planungshilfen für die Gebäudeautomation

Die Richtlinienreihe VDI3814 ‚Gebäudeautomation‘ wird derzeit vollständig überarbeitet. Ziel ist es, die bisher getrennten Planungsansätze der Anlagenautomation nach VDI3814 mit denen der Raumautomation nach VDI3813 zusammenzuführen. Weite Teile der bisherigen VDI3814 konnten in die EN ISO16484 überführt werden. Die neue VDI3814 soll wieder den aktuellen Stand der Technik in Planung und Ausführung von Gebäudeautomation beschreiben. Unter Gebäudeautomation werden dabei alle Maßnahmen, Einrichtungen, Prozesse, Software und Dienstleistungen zur automatischen Steuerung und Regelung, Überwachung, Optimierung und Bedienung sowie für das Management zum zielsetzungsgerechten Betrieb der Technischen Gebäudeausrüstung verstanden.

Deutsche setzen bei der Beleuchtung auf LED-Technik

LED-Licht spart Energie und damit Kosten. Zudem halten LED-Leuchtmittel um ein Vielfaches länger als konventionelle Leuchtmittel.