Eltefa 2017: Digitalisierung und Vernetzung im Fokus

Vom 29. bis 31. März öffnet die Eltefa, Fachmesse für Elektrotechnik und Elektronik, zum 19. Mal ihre Tore. Fachbesucher aus E-Handwerk, Industrie, Kommunen und öffentlichen Einrichtungen sowie Architekten, Ingenieure und Fachplaner können sich an drei Tagen auf dem Stuttgarter Messegelände über die neuesten Trends und Innovationen der Elektrobranche informieren. Die Ausstellung wird ergänzt durch das umfangreiche Rahmenprogramm mit Sonderschauen, Themenparks, Foren und Dialogveranstaltungen.

Vernetzte Systeme spielen auf der Eltefa eine zunehmend größere Rolle. Sie sind fast in jedem Messebereich zu finden. Der Schwerpunkt Gebäudetechnik zeigt, wie sich das Elektrohandwerk dieses lukrative Geschäftsfeld erschließen kann. Dort zeigen die Hersteller spezialisierte Automationslösungen für Wohnen, Büro, Handel, Logistik und Industrie. Die IT-Infrastruktur ist ein zentrales Element der Digitalisierung. Flexible und sichere Netzwerke, spezialisierte IP-basierte Gebäudesysteme, Glasfasertechnik und Industrial IT sind unverzichtbare Bausteine der digitalen Transformation. Deshalb widmet sich auf der Eltefa ein eigener Bereich in Halle 9 der IT-Infrastruktur. Ohne Smart Grids, also intelligente Netze, und Speichersysteme ist die Energiewende nicht denkbar. Der Bereich Energietechnik zeigt, wie mit zukunftsfähigem Energiemanagement und flexiblen Netzen eine dezentrale Energiegewinnung sicher möglich ist, ohne die Versorgungssicherheit einzubüßen. Hier dreht sich alles um Energieerzeugung, Verteilung, Speicherung und Ladeinfrastruktur. Eine Folgeerscheinung der Digitalisierung ist das zunehmende Sicherheitsrisiko. Wenn alles mit einander vernetzt ist, entstehen Sicherheitslücken, die zum Beispiel für Wirtschaftsspionage oder Datenklau genutzt werden können. Auch diesem heiklen Thema widmet sich die Eltefa als Informationsplattform für integrierte, digitalisierte und vernetzte Sicherheitstechnik im privaten, gewerblichen und öffentlichen Sektor. Weitere Themen sind Videoüberwachung, Einbruchmeldeanlagen, Zutrittskontrollen, Brandmeldeeinrichtungen und Notrufsysteme. Licht ist sehr wichtig für das menschliche Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Human Centric Lighting passt die Beleuchtung gezielt an die jeweiligen Bedürfnisse an und kann leistungssteigernd oder entspannend wirkend. Die neuesten Lichtkonzepte und intelligente Steuerungstechnik zeigen rund 70 Aussteller in Halle 7. Die Entwicklung zu Industrie 4.0 zeigt, dass die Digitalisierung der Wertschöpfungskette ein entscheidender Erfolgsfaktor wird. Entsprechend groß ist der Raum, den dieses Thema auf der Eltefa einnimmt. Die Bandbreite reicht vom Schaltanlagenbau über Mess-, Steuer-, Regel- und Antriebstechnik bis zur Instandhaltung und Betriebssicherheit.

Digitalisierung zum Anfassen

Die Eltefa 2017 greift in ihrem Rahmenprogramm die großen Trends und Entwicklungen der E-Branche auf. Mit dabei ist wieder „Das E-Haus“, Publikumsmagnet der letzten Jahre. Die Sonderschau zeigt, was intelligent vernetzte Gebäudetechnik heute wirtschaftlich und technisch leisten kann. Die technische Palette reicht von intelligent gesteuerten erneuerbaren Energien über komfortable Smart-Home-Lösungen bis zu Assistenzsystemen für ältere Menschen.

Eltefa 2017
(Bild: Landesmesse Stuttgart GmbH) (Bild: Landesmesse Stuttgart GmbH)


Das könnte Sie auch interessieren

Eine Frage des Systems

In der Verbindungstechnik sind saubere und fehlerfreie Crimpverbindungen das Maß aller Dinge. Damit diese routiniert von der Hand gehen und optimal ausfallen, bedarf es eines abgestimmten Systems aus Werkzeug und Verbinder.

KDSClick von Conta-Clip

Mit dem neuen Kabeldurchführungssystem KDSClick von Conta-Clip lassen sich unkonfektionierte oder bereits mit Steckern konfektionierte Leitungen zeitsparend und einfach durch Gehäuse- und Schaltschrankwände führen.

Alles wird smart, auch unser Zuhause. Von Alarmanlage, Heizung, Herd, Gefrierschrank über TV- und HiFi-Anlagen bis zu Waschmaschine und Trockner, die neue Technik revolutioniert das klassische Wohnen. Smart bedeutet aber auch, dass die Geräte immer sensibler werden und so empfindlicher auf Störungen reagieren. Grund genug, um sich als Hauseigentümer Gedanken über einen wirksamen Schutz zu machen. Hinzu kommt der Schutz vor Überspannungen infolge von Schalthandlungen durch das betriebsmäßige Schalten von großen Lasten an praktisch jeder Stelle der Elektroinstallation im oder am eigenen Haus.

Batteriespeicher für alle

Vor wenigen Jahren waren sie nur etwas für Liebhaber, heute setzen immer mehr Privatpersonen und Gewerbetreibende auf solare Batteriespeicher. Denn ein Preisverfall von mehr als 40% hat dafür gesorgt, dass die Systeme endlich wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen sind.

Gehäusekonzept für dezentrale Energie

Modularer Aufbau, Tragschienen-Busverbinder, flexibler Leitplattenanschluss und ansprechendes Design – Elektronikgehäuse müssen heute einiges bieten. Das Gehäusesystem BC von Phoenix Contact dient der Scheidl GmbH als funktionale Verpackung für ihren Energy Controller, mit dem die Optimus Meine Energie GmbH Blockheizkraftwerke steuert, überwacht und vernetzt.

In der Wohnungswirtschaft gibt es einen starken Trend zum Aufbau eigener TV-Versorgungen. Für den Chemnitzer Fachbetrieb T.S.D. Uhlig Elektrotechnik GmbH hat sich der Bereich Antennenbau zum wichtigen Standbein entwickelt. Die Spezialisten setzten dabei seit Jahren auf Wisi-Multischalter-Technik. Mit innovativen Lösungen realisieren sie vor allem für Bauträgergesellschaften erfolgreich Projekte. So auch bei der Komplettsanierung eines großen Wohnkomplexes mit 208 Einheiten in Nürnberg.